Unterfamilie Nemognathinae

ColeopteraMeloidae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter, Z. Kaszab)
Escherich, K.(1897): Bestimmungstabelle der Europäischen Coleopteren, Meloidae, 2. Teil Zonitidae, Verh.Brünn, 35 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter-Best-Tab-Heft36 Zonitini.pdf"
Umfaßt die Meloiden mit peitschenförmigen Fühlern, d.h. die Fühler werden von der Basis zur Spitze deutlich dünner.
#1
Stenodera Eschscholtz, 1818Endglied der Kiefertaster lang, zur Spitze erweitert, schmal 3-eckig oder leicht beilförmig. Tribus Stenoderini Halsschild lang und schmal von der Mitte nach vorne konisch verengt und vorne kaum breiter als der Hals des gestielten Kopfes, Flügeldecken gewölbt, nicht klaffend, Fühler lang und dünn [Abb. 1].
stenodera_anatolica.jpg
Abb. 1
→ 2-Endglied der Kiefertaster parallel, an der Spitze abgestutzt oder ei- bis spindelförmig, nicht 3-eckig oder beilförmig. Halsschild nicht länger als breit.
#2
→ 3Parameren apikal nicht getrennt; Aedoeagus mit Haken. Arten aus Europa. Tribus Nematognathini
→ 2a-Parameren apikal getrennt; Aedoeagus ohne Haken. Arten der Tropen und der Neuen Welt. Tribus Horiini.
#2a
→ 2bKopf breiter als der Halsschild.
Horia-Kopf schmäler als der Halsschild.
#2b
Cissites Latreille, 1804Arten der Neuen Welt. Habitus [Abb. 2].
cissite_maculatus_hab.jpg
Abb. 2
Synhoria-Arten der Alten Welt.
#3
Leptopalpus Guerin de Meneville, 1844Die Kiefertaster sind dünn und von außerordentlicher Länge, fast so lang als die Fühler. Habitus [Abb. 3].
leptopalpus_rostratus.jpg
Abb. 3
→ 4-Die Kiefertaster normal, mehr weniger kurz, viel kürzer als die Fühler.
#4
→ 4aSeitenrand der Flügeldecken ohne erhabenes Leistchen, ungerandet.
→ 5-Seitenrand der Flügeldecken mit einem erhabenen Leistchen gerandet, Flügeldecken meist etwas, oft stark klaffend.
#4a
Zonitis Fabr.Beide Enddorne der Hinterschienen gleich dünn, der innere zugespitzt [Abb. 4]. Habitus [Abb. 5].
zonitis_praeusta_hschn.gif
Abb. 4
zonitis_flava1.jpg
Abb. 5
Euzonitis Sem.-Der äußere Enddorn der Hinterschienen viel dicker und länger als der innere, sein Ende schräg abgestutzt [Abb. 6].
euzonitis_4-maculata_hschn.gif
Abb. 6
#5
Cochliophorus Escherich, 1891Beide Enddorne der Hinterschienen stark löffelförmig verbreitert. Die Flügeldecken nicht deutlich klaffend.
→ 6-Nur der äußere Enddorn der Hinterschienen oft schwach verdickt und schräg abgeschnitten, der innere einfach, dünn und zugespitzt. Seitenrand der Flügeldecken wenigstens vor der Spitze buchtig verengt.
#6
Nemognatha Illiger, 1807Schläfen, von oben gesehen, kürzer als ein Auge breit, Oberkiefer länglich, parallel, nur die Spitze gebogen, die Oberlippe fast so lang als breit, die Taster schlank, Flügeldecken nicht verkürzt, nach hinten leicht verengt, innen zur Spitze etwas klaffend [Abb. 7].
nemognatha_flavicornis.jpg
Abb. 7
→ 7-Schläfen, von oben gesehen, etwas länger als ein Auge breit, Oberkiefer gerundet oder seitlich fast gewinkelt, Oberlippe quer.
#7
Ctenopus Fischer von Waldheim, 1824Fühler kurz, die Mitte des Körpers niemals erreichend. Glied 1 der Hintertarsen wenig lang, viel kürzer als die 2 nächsten zusammen, Flügeldecken hinten schwach klaffend, an den Seiten sehr schwach geschweift.
→ 8-Fühler lang, die Mitte des Körpers erreichend, Glied 1 der Hintertarsen selten kürzer als die 2 nächsten zusammen.
#8
Apalus Fabr.Die Flügeldecken bedecken vollständig den Hinterleib, an der Naht wenig klaffend [Abb. 8], Kopf und Halsschild gedrängt punktiert, matt und wie das 1. Fühlerglied lang schwarz behaart, der äußere Endsporn der Hinterschienen verdickt
apalus_bimaculatus.jpg
Abb. 8
→ 9-Die Flügeldecken bedecken nicht ganz den Hinterleib, an der Naht stärker klaffend (sehr selten gerade verkürzt).
#9
→ 10Der äußere Dorn an der Spitze der Hinterschienen ist dick, verbreitert und am Ende abgestutzt, der andere ist kleiner und dünner.
→ 11-Die beiden Enddorne der Hinterschienen klein, nicht verdickt, wenig in ihrer Stärke voneinander verschieden.
#10
Criolis Muls.Seiten der Flügeldecken nicht oder undeutlich ausgebuchtet, Scheibe mit Spuren von Längsrippen, an die Naht hinter dem Schildchen angeschlossen, hinten etwas klaffend, die Naht vorne gerandet. Apalus Untergattung
Sitaris Latr.-Die Seiten der Flügeldecken und an der Naht gleich hinter dem Schildchen stark ausgebuchtet [Abb. 9], die Flügeldecken von der Mitte zur Spitze einen schmalen, divergierenden Lappen bildend, die Scheibe ohne Spuren von Längsnerven, die Naht ungerandet.
sitaris_muralis.jpg
Abb. 9
#11
Stenoria Muls.Flügeldecken an den Seiten leicht, an der Naht stärker ausgebuchtet und hinten klaffend, die Naht vorne gerandet, Fühler und Beine lang und dünn [Abb. 10]. Körper bei ♂ und ♀ geflügelt.
stenoria_analis.jpg
Abb. 10
Sitarobrachys Reitter, 1883-Flügeldecken beim ♀ stark verkürzt, nicht länger als der stark quere Halsschild, hinten abgestutzt, an der Naht etwas klaffend, ungeflügelt, der größte Teil des Hinterleibs unbedeckt; Flügeldecken beim ♂ fast den Hinterleib bedeckend, außen schwach, innen stärker ausgebuchtet, nur hinten klaffend, Fühler dick, zur Spitze verdünnt, die Beine sehr kräftig. Halsschildbasis und die Naht der Flügeldecken nicht gerandet.
Enthaltene TaxaApalusCissitesCochliophorusCriolisCtenopusEuzonitisHoria LeptopalpusNemognathaSitarisSitarobrachysStenoderaStenoriaSynhoria Zonitis
Erstellt am: 03.01.2012 · Letzte Aktualisierung: 06.12.2019 - 11:30:57
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