Gattung Ctenopus Fisch., 1824

ColeopteraMeloidaeNemognathinae
Von Andreas Becker (n. K. Escherich, A. Semenov)Literaturverzeichnis ⇒
Die Arten sind asiatisch verbreitet, sie erreichen Europa in Südrussland. Es lagen bei der Bearbeitung durch Escherich und Semenov (l.c.) zum Teil nur Einzelexemplare vor, was eher zu einer unsicheren Arttrennung geführt haben könnte. Die Auswahl der Arten in dieser Tabelle wurde nach dem Paläarktiskatalog von Löbl und Smetana vorgenommen.
#1
rufoscutellatus Reitt. 1889Oberlippe so lang wie breit. Halsschild stark quer, 2 mal so breit wie lang, mit fast parallelen Seiten, rotgelb. Die Fühler mit Ausnahme des 1. Gliedes, die Schienen und Tarsen, die Brust und die ersten 3 Abdominalsegmente mit Ausnahme der Seitenränder dunkel (schwarz oder schwarzbraun). Die beiden Enddornen der Hinterschienen ziemlich gleich lang und gleich stark, schlank. 10 mm. Turkmenien.
→ 2-Oberlippe quer.
#2
viticollis Reitt., 1899Die vordere Hälfte des Kopfes und eine Makel auf der Scheibe des Halsschilds schwarz. Die Schläfen wenig breiter als die Schmalseite der Augen. Kleine, sehr schmale Art. Rotgelb oder braunrot, die Fühler bis auf die ersten Glieder, die Unterseite bis auf die letzten Bauchsegmente, die Hüften und die Tarsen oder wenigstens die letzten Glieder derselben schwarz. Halsschild stark glänzend sehr schwach punktiert, etwas vor der Mitte stark verbreitert. 5-7mm. Kaukasus.
→ 3-Kopf und Halsschild ohne schwarze Zeichnung, einfarbig.
#3
→ 4Flügeldecken stark glänzend, ziemlich grob gerunzelt punktiert, nicht oder wenig behaart.
→ 7-Flügeldecken wenig glänzend oder matt, äußerst fein punktiert, dicht goldgelb oder weißlich behaart.
#4
nudus Esch., 1897Einfarbig gelbrot, nur die Fühler von der Mitte an und die Spitze der Mandibeln etwas geschwärzt, Halsschild mit ganz verrundeten Seiten, die größte Breite etwas vor der Mitte. Flügeldecken unbehaart, kräftig gerunzelt, glänzend. 9,5 mm. Transkaspien.
→ 5-Unterseite mit Ausnahme der Vorderbrust und der letzten Abdominalsegmente, ferner das Scutellum schwarz.
#5
lama Esch., 1904Kleine schmale parallelseitige rotbraune Art, Fühler vom 1. Glied an dunkel, Halsschild 1,5-1,75 x breiter als lang, in der Mitte winklig abgerundet erweitert, glatt, glänzend, verstreut punktiert. Flügeldecken etwas glänzend, vereinzelt fein behaart. 5,5-6 mm. Ost-Turkestan.
→ 6-Größere Arten.
#6
persicus Sem., 1893Stirn und Scheitel stark gewölbt, Augen klein und schmal, Halsschild in der Mitte stark verbreitert, die vorspringenden Ecken wenig verrundet, Flügeldecken kaum behaart, stark glänzend, ihre Seitenränder vor der Spitze stark ausgeschnitten, 9,5 mm, Iran.
reitteri Sem., 1893-Stirn und Scheitel kaum gewölbt, Augen größer und breiter, Halsschild in der Mitte mäßig verbreitert mit ganz verrundeten Seiten. Flügeldecken deutlich behaart, ihre Seitenränder vor der Spitze wenig ausgeschnitten. 11,3 mm. Transkauskasien.
#7
→ 8Unterseite teilweise (gewöhnlich Brust und die ersten Abdominalsegmente) schwarz oder schwarzbraun. Arten über 7 mm.
→ 10-Unterseite wie die Oberseite einfarbig gelb oder gelbrot, falls die Hinterbrust und die ersten Bauchsternite etwas angedunkelt sind, dann deutlich unter 7 mm.
#8
aurantiacus Sem., 1893Halsschild kaum breiter als lang, die größte Breite ungefähr in der Mitte, Scutellum wie die Flügeldecken rotgelb, die Seiten der Mittelbrust, die ganze Hinterbrust und die ersten 3 Abdominalsegmente pechfarben. 11 mm. Iran.
→ 9-Halsschild viel breiter als lang, die größte Breite vor der Mitte(ungefähr im 1. Drittel) liegend, Scutellum ganz oder wenigstens die Spitze dunkel.
#9
semenowi Rtt., 1895Halsschild beiderseits vor der Mitte (dem Seitenrand genähert) mit einem tiefen scharf begrenzten Grübchen, Vorder-, Mittel- und Hinterbrust zum Teil schwarz. Abdomen gelbrot mit Ausnahme des 1. Segmentes, das in der Mitte etwas dunkler erscheint. Oberseite hell gelb-braun. 8 mm. Ost-Turkestan.
melanogaster Fisch., 1823-Halsschild glatt, ohne tiefe, scharfbegrenzte Grübchen, die ganze Brust, die ersten zwei und die vordere Hälfte des 3. Abdominalsegmentes schwarz, Oberseite rot, Kopf und Halsschild etwas heller. 10-12 mm. Südrußland, Kaukasus, Turkestan.
#10
→ 11Die größte Breite des Halsschildes in der Mitte desselben liegend, rotgelbe Arten.
→ 14-Die größte Breite des Halsschildes vor der Mitte liegend, rot- oder blaßgelbe Arten.
#11
pygmaeus Sem., 1903Sehr kleine schmale Art, Körperlänge nur 4,2 mm, Kopf glatt glänzend, Augenbereich stärker punktiert ohne Depressionen, Halsschild glatt, kaum behaart und punktiert, ohne Mittellinie, mit drei Gruben (transversal vorn und beiderseits der Mitte), Flügeldecken fast doppelt so lang, wie über den Schultern breit, fein und eng punktiert, dicht anliegend hell behaart mit drei schwach entwickelten Rippen, der Seitenrand zur Spitze kaum ausgeschweift. Transkaspien.
→ 12-Arten über 6 mm Körperlänge.
#12
hauseri Rtt., 1894Schmale gestreckte Art, etwa 3,2 mal länger als breit, rötlichgelb, glänzend, Flügeldecken etwas gesättigter rotgelb und dichter, sehr fein anliegend gelb behaart, meist weniger glänzend, Scheibe mit 2 verkürzten Rippen. 7-10 mm. Tanskaspien, Turkestan.
→ 13-Kürzere, plumpere Arten, doppelt solang wie breit, wenn länger, dann mit stark kielförmigen Flügeldeckenrippen.
#13
carinifer Sem., 1896Dem vorigen ähnlich aber höchstens 2,6 mal länger als breit, starke kielförmige Entwicklung der Flügeldeckenrippe. 8,5-9,5 mm. Transkakspien.
oxianus Sem., 1894-Sehr kurz und gedrungen, nur doppelt so lang wie breit. 10,5 mm. Turkestan.
#14
sinuatipennis Fairm., 1892Die seitlichen Gruben des in der Quere stark konvexen Halsschilds mit je einem tiefen grubenförmigen Eindruck jederseits der Mitte, mit ziemlich großen Punkten sehr zerstreut (um die Gruben herum etwas dichter) besetzt. Stirn ziemlich grob punktiert, mit tiefen dicht punktierten Eindrücken oberhalb der Fühlerbasis. Flügel hell, kaum gebräunt, Fühler ziemlich plump. Ober- und Unterseite einfarbig hellgelb, nur die Fühler gegen die Spitze zu und die Mandibeln dunke. 7,5-9,5 mm. Turkestan (testaceus Sem.).
→ 15-Die Seiten des flachen bis stärker konvexen Halsschilds nur mit flachen, zum Teil kaum wahrnehmbaren Vertiefungen, die Punktierung hier auch geringer bis fast erloschen, hier drei Arten, die sowohl von Escherich als auch von Semenov (l.c.) vom vorigen abgegrenzt, jedoch nicht untereinander verglichen wurden.
#15
rosenii Esch., 1897Halsschild glatt, stark glänzend kaum punktiert, Stirn sehr zerstreut und viel feiner punktiert, in der Mitte glatt, Flügel deutlich gebräunt, Fühler schlanker. Ober- und Unterseite gelbrot, nur die Fühler gegen die Spitze zu und die Mandibeln dunkler. 7,5-8,5 mm. Transkaspien.
sogdianus Sem., 1900-Beim ♂ Kopf etwas breiter als bei sinuatipennis, Antennen viel dunkler, die Stirn beiderseits mit einer flachen Vertiefung und der Halsschild stärker quer. Flügeldecken an der Spitze weniger verengt, auf der Oberseite stark konvex, fein behaart, die erste Dorsalrippe von der Naht weit entfernt und zu ihr parallel verlaufend. Mandibeln rotbraun mit dunkler Spitze, Fühlerglieder vom 4. Glied an bräunlich. 9mm. Turkestan.
eous Sem., 1900-Das ♂ unterscheidet sich von sinuatipennis durch eine geringere Wölbung der Oberseite, der Halsschild ist in der Vorderhälfte weniger erweitert, die Dorsalnerven der Flügeldecken schwächer ausgeprägt, nicht kielförmig. Färbung vollständig blaßgelb, Mandibeln mehr oder weniger dunkel, die Fühler vom 4. Glied an, die Schienenfortsätze und die Hinterhüften manchmal angebräunt. Dichte, braungelb behaart. 8,5-12 mm. Ostturkestan.
Enthaltene Taxaaurantiacus carinifer eous hauseri lama melanogaster nudus oxianus persicus pygmaeus reitteri rosenii rufoscutellatus semenowi sinuatipennis sogdianus viticollis
Literaturverzeichnis
Escherich, K.(1897): Bestimmungstabelle der Europäischen Coleopteren, Meloidae, 2. Teil Zonitidae, Verh.Brünn, 35 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter-Best-Tab-Heft36 Zonitini.pdf"
Escherich, K. (1904): Neue paläarktische Meloiden aus der Hauser'schen Sammlung, Münch.Ent.Zeit. 2, 35-36
Semenov, A. (1900): Commentarii de Meloidis, Hor.Soc.Ent.Rossicae, 34, 486-488
Semenov, A. (1903): Coleoptera nova faunae turanicae, Revue Russe d'Entomologie, 358
Erstellt am: 22.11.2019 · Letzte Aktualisierung: 06.12.2019 - 00:39:20
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