Gattung Nebria - Arten der Westpaläarktis

CarabidaeNebriinaeNebriini
Von Arved Lompe (n. G. Ledoux & Ph. Roux)
Ledoux, G. & Roux, P. (2005): Nebria (Coleoptera, Nebriidae) - Faune Mondial. Museum, Lyon >>>"F:\taxa\coleo\scans\Ledoux&Roux2005 Nebria-UG.pdf"
Kavanaugh. D.H. et al. (2021): Phylogeny of the supertribe Nebriitae (Coleoptera, Carabidae) based on analyses of DNA sequence data - ZooKeys 1044:41-152 >>>https://zookeys.pensoft.net/article/62245/element/5/31/ oder >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Kavanaugh_et_al2021 Phylogeny_of_the_supertribe_Nebriitae.pdf"
Tabelle der Untergattungen für die Arten aus Nordafrika, von den Kanarischen Inseln, aus Europa und Kleinasien (bis zum Ural; einschließlich des Kaukasus und des Iran).
Die Angaben für die Beborstung, egal für welchen Körperteil, können bei einzelnen Exemplaren nicht sicher beurteilt werden, da sie mit wechselnder Häufigkeit (bei manchen Arten bis zu 50% der Tiere) nicht mit der typischen Form übereinstimmen. Eine sichere Bestimmung ist dann ohne Kenntnis des Fundortes oft nicht möglich. Nebrien ohne exakte Fundortangabe sind daher wertlos.
Die in Klammern gesetzten Seitenangaben verweisen auf die Monographie von Ledoux & Roux (l.c.).
#1
Eurynebria Ganglbauer, 1891🗺ColeowebVorletztes Glied der Lippentaster mit zahlreichen langen Borsten; Labrum mit sechzehn Borsten; Flügeldecken ohne Porenpunkte im dritten Zwischenraum und der Seitenrand nicht kielförmig in den Basalrand übergehend; vollständig gelblich-braun, auf den Flügeldecken mit unregelmäßigen schwarzen Flecken, die oft verdichtet sind [Abb. 1]. Oberseite der Hintertarsen kahl. Der Aedeagus an der Basis ohne Sagittalplatte (wie [Abb. 2]). Eine einzige große und breite Art, die ausschließlich an der Küste am Strand lebt. Untergattung (p. 655)
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 3-Vorletztes Glied der Lippentaster mit höchstens fünf oder sechs Borsten, meist jedoch nur zwei bis vier; Labrum fast immer mit sechs Borsten, nur bei wenigen Arten sind es acht.
#3
Nebria_s_str Latreille, 1802🗺Coleoweb Nebria_MEDas vorletzte Glied der Lippentaster trägt mindestens vier Borsten (bei einigen Arten aus Albanien, Griechenland, Mazedonien und Rumänien besteht eine gewisse Variabilität; manche Individuen besitzen nur drei Borsten); die Oberseite der Tarsen ist behaart oder zumindest mit feinen Borsten besetzt. Der Aedeagus an der Basis ohne Sagittalplatte [Abb. 2]. (p. 347) Für die mitteleuropäischen Arten siehe
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Abb. 2
→ 4-Das vorletzte Glied der Lippentaster trägt nur drei Borsten; die Oberseite der Tarsen ist kahl oder mit Borsten besetzt (wenn die Herkunft aus Albanien, Griechenland, Mazedonien oder Rumänien ist und die Oberseite der Tarsen behaart ist, muss die vorherige Alternative in Betracht gezogen werden); der Aedeagus an der Basis mit [Abb. 3] oder ohne Sagittalplatte.
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Abb. 3
#4
Nebriola K. Daniel, 1903🗺ColeowebDie Glieder 2-4 der Mitteltarsen sind an der Spitze so breit (oder nahezu so breit) wie lang [Abb. 4]; Vorderrand des Labrums mit sechs Borsten; Flügeldecken mit Porenpunkten im dritten Zwischenraum, aber in der Regel ohne Scutellarporen; Schultern gekielt; Submentum mit einer durchgehenden Reihe von mindestens zwölf Borsten; Größe im Allgemeinen unter 10 mm; Arten aus den Alpen oder Pyrenäen. Untergattung (p, 163)
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Abb. 4
→ 5-Die Glieder 2-4 der Mitteltarsen fast immer deutlich länger als breit. Eines oder mehrere der oben angegebenen Merkmale nicht zutreffend.
#5
Oreonebria K. Daniel, 1903🗺ColeowebDer Aedeagus besitzt an der Basis eine Sagittalplatte [Abb. 3], die Röhre ist im basalen Bereich stark und regelmäßig gekrümmt und weist bis fast zur Spitze eine relativ konstante Dicke auf. Der Kopf besitzt keinen deutlich abgegrenzten hellen Fleck. Die Vordertarsen der ♂ sind leicht erweitert, das vierte Glied der Hintertarsen ist an der Spitze gerade abgestutzt. Die häutigen Flügel sind verkümmert. Die Arten leben oft an der Schneegrenze, sind einheitlich gefärbt, von schwarz bis rotbraun, niemals zweifarbig, und kommen in den Alpen und angrenzenden Regionen (Jura, Schwarzwald und Toskanisch-Emilianischer Apennin) vor. Untergattung
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Abb. 3
→ 8-Der Aedeagus besitzt an der Basis keine Sagittalplatte [Abb. 2], die Röhre ist leicht gebogen und verjüngt sich im Allgemeinen von der Basis zur Spitze hin allmählich. Die übrigen Merkmale fehlen oder sind anders.
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Abb. 2
#8
→ 9Oberseite der Tarsen mit deutlich sichtbaren Haaren; Die Flügeldecken tragen im dritten Zwischenraum stets Porenpunkte; die Seitenränder sind über den Basalrand hinaus zu einem Kiel verlängert.
→ 11-Oberseite der Tarsen kahl oder mit wenigen, oft schwer erkennbaren, sehr feinen Borsten besetzt; Flügeldecken mit oder ohne Porenpunkte im dritten Zwischenraum.
#9
Spelaeonebria🗺ColeowebAugen klein und leicht gewölbt; Halsschild lang und schmal, tonnenförmig, die mittlere oder die hintere Borste des Seitenrands fehlt; Fühler und Beine auffallend lang; eine lange und schmale Art [Abb. 5], fast immer über 15 mm lang; Algerien, in den Eishöhlen des Djurdjura-Gebirges und den darunterliegenden Wäldern (exul, eine etwas ähnliche Art, lebt ebenfalls in dieser Region; sie gehört zur Untergattung Alpaeonebria). Untergattung (p. 343)
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Abb. 5
→ 10-Augen normal entwickelt und meist stark gewölbt; Halsschild herzförmig, vor der Basis deutlich ausgeschweift, mit mindestens einer Borste nahe oder vor der Mitte sowie in den Hinterwinkeln des Seitenrandes; Beine von normaler Länge; Größe im Allgemeinen unter 15 mm.
#10
Alpaeonebria🗺ColeowebFlügeldecken mit oft gebogenen Seitenrändern, Schultern eher undeutlich, aber häufig mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Zahn, Poren des dritten Zwischenraums manchmal grubig; häutige Flügel verkümmert oder zu kurzen Stummeln reduziert; Seitenfurchen des Halsschilds manchmal sehr breit; erstes Fühlerglied oft mit zwei apikalen Borsten auf der Oberseite; Arten im Allgemeinen schwarz oder mehr oder weniger dunkelbraun. Untergattung (p. 301)
Tyrrhenia🗺Coleoweb-Flügeldecken oft parallel oder ausladend, seltener oval, niemals breit und eingesenkt, Schultern oft ausgeprägter, aber niemals gezähnt, Poren des dritten Zwischenraums niemals grubig; Seitenfurchen des Halsschilds eher schmal; erstes Fühlerglied mit einer einzelnen apikalen Borste auf der Oberseite; Arten sehr oft gelb, rötlich oder zweifarbig. Untergattung (p. 581)
#11
Paranebria Jeannel, 1937🗺ColeowebViertes Fühlerglied mit feiner apikaler Behaarung, zusätzlich zum Kranz langer Borsten; äußere Zwischenräume der Flügeldecken fein und dicht punktiert; Halsschild und Flügeldecken vollständig dunkelbraun mit gelblichen Seitenrändern. Untergattung (p. 477)
→ 12-Viertes Fühlerglied ohne feine apikale Behaarung, zusätzlich zum Kranz langer Borsten; äußere Zwischenräume der Flügeldecken nicht punktiert.
#12
Boreonebria Jeannel, 1937🗺ColeowebDritter Zwischenraum der Flügeldecken mit Porenpunkten; Kopf ohne deutlichen hellen Fleck am Scheitel; alle Arten glänzend schwarz, außer einer, die auf Sardinien endemisch und rotbraun ist. Untergattung (p. 81)
Eunebria Jeannel, 1937🗺Coleoweb-Dritter Zwischenraum der Flügeldecken fast immer ohne Porenpunkte, seltener mit ein oder zwei sehr kleinen Punkten; Kopf vollständig hell oder mit einem hellen Fleck am Scheitel; die Arten zweifarbig oder glänzend schwarz. Untergattung (p. 485)
Enthaltene TaxaAlpaeonebriaBoreonebriaEunebriaEurynebriaNebria_MENebria_s_strNebriolaOreonebriaParanebriaSpelaeonebriaTyrrhenia
Erstellt am: 11.03.2026 · Letzte Aktualisierung: 31.03.2026 - 01:38:45
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