Gattung Nebria - Untergattung Eunebria europäische Arten

CarabidaeNebriinaeNebriiniNebria
Von Arved Lompe (n. G. Ledoux & P. Roux)
Ledoux, G. & Roux, P. (2005): Nebria (Coleoptera, Nebriidae) - Faune Mondial. Museum, Lyon >>>"F:\taxa\coleo\scans\Ledoux&Roux2005 Eunebria.pdf" p.485
Die Tabelle enthält nur die westpaläarktischen Arten. Übersetzung der Originaltabelle mit allen Arten siehe >>>Eunebria_OT
#1
→ 2Zweifarbige oder mehr oder weniger rötlich-braune Arten; zumindest die Beine und Extremitäten heller als die Flügeldecken [Abb. 1], manchmal nur der Kopf leicht rötlich.
nebria_picicornis_hab.jpg
Abb. 1
→ 4-Vollständig schwarze oder dunkelbraune Arten, einschließlich des Kopfes, der nur an der Stirn heller ist; Beine (mit Ausnahme der Tarsen) und Extremitäten vollständig schwarz, nur an den Gelenken und der Spitze leicht aufgehellt.
#2
picicornis (F., 1801)Fundmeldungen🗺Coleoweb picicornis esfandiari Morvan, 1974🗺Coleoweb picicornis luteipes Chaudoir, 1850🗺Coleoweb picicornis radjabii Morvan, 1973🗺ColeowebFlügeldecken vollständig braun oder schwarz, auch an der Spitze höchstens leicht rötlich [Abb. 1]; Halsschild glänzend schwarz, Kopf fast vollständig rötlich; Fühler, Beine und Mundwerkzeuge rötlich-gelb. Submentum mit je zwei Borsten beidseits der Mitte; Aedoeagus [Abb. 2]. Im Allgemeinen größer: 13-17 mm. D: Europa und Asien bis zum Kaukasus und Iran. (519) Drei Unterarten: a) Kopf groß und breit mit dickem Hals und nicht sehr hervorstehenden Augen, Halsschild weniger quer, länger geschwungen, mit spitzen Hinterwinkeln, Flügeldecken weniger breit, mit stärker abfallenden Schultern, weniger tief gestreift, Aedoeagus dicker, mit kurzer Spitze. D: Iran, im Elbursgebirge. b) Halsschild vorn sehr regelmäßig gerundet, mit kurzer basaler Ausrandung, die Basis fast so breit wie der Vorderrand, Flügeldecken kürzer und paralleler, mit ausgeprägteren Schultern, Vorderrand der Oberlippe in einem weit geöffneten V eingekerbt. D: Kaukasus. c) Flügeldecken nicht sehr glänzend, die Mikroskulptur stärker, die Zwischenraume nicht sehr konvex, Vorderrand der Oberlippe in einem ziemlich offenen V eingekerbt, Aedoeagus kürzer, dicker, mit wenig entwickelter Spitze. D: Iran, im Zagrosgebirge.
nebria_picicornis_hab.jpg
Abb. 1
nebria_picicornis.gif
Abb. 2
→ 3-Flügeldecken mit einem mehr oder weniger ausgedehnten hellen Rand, zumindest die Spitze deutlich aufgehellt, manchmal jedoch vollständig dunkelbraun.
#3
boiteli Alluaud, 1932🗺ColeowebFlügeldecken rötlich-gelb, jeweils mit einem abgerundeten schwarzen Fleck hinter der Mittellinie [Abb. 3] oder mit einem mehr oder weniger quer verlaufenden Band (baudoni-Form); Hintertarsen dick; Aedoeagus [Abb. 4]. 11-13 mm. D: Marokko (Mittlerer und Hoher Atlas). (507)
nebria_boiteli_hab.gif
Abb. 3
nebria_boiteli.gif
Abb. 4
psammodes P. Rossi, 1792🗺Coleoweb-Flügeldecken dunkelbraun mit einem schmalen rötlich-gelben Rand von der Schulter bis zur Spitze [Abb. 5] oder fast vollständig gelbbraun (Form schreibersi); Vorderrand des Halsschilds deutlich breiter als Basis, die Vorderecken als leicht eckige Lappen vorstehend, die Seiten fast geradlinig oder hinter der Mitte leicht konkav; Aedoeagus [Abb. 6]. 13-14 mm. D: Frankreich und Italien (bis nach Sizilien). (509)
nebria_psammodes_hab.gif
Abb. 5
nebria_psammodes.gif
Abb. 6
#4
mniszechii Chaudoir, 1854🗺ColeowebSehr große Art, vollständig schwarz; Vorderrand der Oberlippe und des Clypeus V-förmig eingekerbt; erstes Fühlerglied kurz und dick; Mittelschienen der ♂ gebogen; Vordertarsen der ♂ unterseits nur an zwei Gliedern mit Toment bedeckt; Tarsen oberseits kahl; Habitus [Abb. 7]. Aedoeagus [Abb. 8]. 16-19 mm. D: Kaukasus. (542)
nebria_mniszechii_hab.gif
Abb. 7
nebria_mniszechii.gif
Abb. 8
→ 5-Diese Merkmale nicht kombiniert. Vordertarsen der ♂ unterseits mit Toment auf den ersten drei Gliedern.
#5
→ 6Lippentaster im Allgemeinen kürzer und dicker [Abb. 9], ihr vorletztes Glied trägt drei Borsten [Abb. 10].
nebria_jockischii_m_ck24791_ts.jpg
Abb. 9
nebria_jockischii_m_ck24791_ts-1.jpg
Abb. 10
jarrigei Ledoux & Roux, 1991🗺Coleoweb-Lippentaster lang und dünn, ihr vorletztes Glied trägt nur zwei Borsten; Mandibeln lang; Oberfläche sehr glänzend; Habitus [Abb. 11]. Aedoeagus [Abb. 12]. 11-12 mm. D: Anatolien (Pontisches Gebirge). (510)
nebria_jarrigei_hab.gif
Abb. 11
nebria_jarrigei.gif
Abb. 12
#6
jockischii J. Sturm, 1815Fundmeldungen🗺Coleoweb jockischii bolivari Jeanne, 1966🗺Coleoweb jockischii hoepfneri Dejean, 1826🗺Coleoweb jockischii orensis Breit, 1914🗺ColeowebSternit 7 des ♂ mit je einer Borste jederseits der Mitte; Submentum mit zwei oder drei Borsten jederseits der unbehaarten Mittelfläche; Sternite 4-6 mit je zwei bis vier Borsten jederseits der Mitte; größer; Habitus [Abb. 13]. Aedoeagus [Abb. 14]. 11,5-17 mm. D: Europa: von der Iberischen Halbinsel bis zum Balkan. (515) Drei Unterarten: a) Halsschild mit nach hinten schwach geschwungenen Seiten, die an der Basis in ihrem verjüngten Teil parallel oder kaum divergierend verlaufen, mit rechten Hinterwinkeln und schmalen Seitenfurchen. D: Sierra Nevada. b) klein, Halsschild querer als bei der Nominatform und Flügeldecken kürzer mit stärker punktierten Streifen. D: Beschrieben aus dem Bannatgebirge in Ungarn, aber auch in den Alpen und Pyrenäen vorkommend. c) Halsschild und Flügeldecken stark punktiert; Sternite 4-5-6 mit je zwei Borsten jederseits der Mitte. D: Kantabrisches Gebirge und Galizien.
nebria_jockischii_ck24791_hab.jpg
Abb. 13
nebria_jockischii.gif
Abb. 14
nigerrima Chaudoir, 1846🗺Coleoweb nigerrima testadilatata Morvan, 1974🗺Coleoweb-Sternit 7 beim ♂ mit je zwei Borsten an jeder Seite; Submentum mit einer Reihe von acht bis zwölf Borsten, einschließlich der medianen Borsten, die oft sehr fein und unauffällig sind; Sternite 4-6 mit je zwei oder drei Borsten an jeder Seite der mittleren Borste; durchschnittlich kleiner. Gesamtform breiter [Abb. 15]; Halsschild vorn breit; Seitenränder vorn regelmäßig und stark gebogen; Flügeldecken kürzer, weniger ausladend, Basalrand schwächer und regelmäßiger gebogen, Schultern breit; Beine und Fühler etwas kürzer; Palpen im Allgemeinen dunkler; Aedoeagus [Abb. 16]. 12-13 mm. D: Anatolien, Kaukasus und Iran. (513) Eine Unterart: Kopf sehr breit, Hals dicker, Augen nicht sehr hervortretend und Schläfen undeutlich, Scutellarporen fehlend. D: Aserbaidschan, Berg Kiamak.
nebria_nigerrima_hab.gif
Abb. 15
nebria_nigerrima.gif
Abb. 16
Enthaltene Taxaboiteli jarrigei jockischii mniszechii nigerrima picicornis psammodes
Erstellt am: 29.03.2026 · Letzte Aktualisierung: 31.03.2026 - 11:47:34
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)