Gattung: Hypocoprus Motsch.

ColeopteraTarsen-5-5-5Cucujidae_FHL
Von Arved Lompe (n. Vogt)
Habituell an Monotoma longicollis und Myrmecoxenus erinnernd. Sehr klein. Kopf mit kleinen Augen und etwa ebenso langen Schläfen. Fühler mit 3-gliedriger Keule. Halsschild ohne Ecken oder Längsrippen, Basis ungerandet. Die Spitze des Pygidiums von den Flügeldecken nicht bedeckt. Tarsen 5-gliedrig, das 1. Glied klein.
#1
lathridioides Motsch., 18391-1,2 mm. Gelbbraun bis fast schwarz [Abb. 1]. Fühler und Beine gelb bis rotbraun. 2. und 3. Fühlerglied gestreckt, 4., 6.-8. fast quer, das 5. Glied dicker und länger als die umgebenden. Die 3 letzten Glieder bilden eine lose gegliederte, deutlich abgesetzte Keule. Halsschild an der breitesten Stelle so breit wie in der Mitte lang, etwas schmäler als die seitlich sanft gerundeten Flügeldecken. Diese fast doppelt so lang wie zusammen breit, hinten einzeln abgerundet, äußerst fein chagriniert, äußerst fein, nach hinten erloschen punktiert, sehr kurz anliegend behaart. Sandgegenden von Nord- und Südeuropa, Küsten von Norddeutschland, Mark Brandenburg, bei Ameisen und unter trockenem Mist.
hypocoprus_lathridioides_hab.jpg
Abb. 1
quadricollis Reitter-Kopf deutlich schmäler als der Halsschild, dieser wesentlich schmäler als die Flügeldecken, nicht länger als breit, die Flügeldecken kürzer als bei lathridioides, nur doppelt so lang wie zusammen breit. (Bei der Vergleichsart sollen die Breitenunterschiede von Kopf, Halsschild und Flügeldecken geringer sein, letztere sollen 2 1/2-mal so lang wie breit sein.) Eigene Messungen von Vogt haben diese Unterschiede nicht bestätigen können. Stücke, die unter trockenem Mist gefunden wurden, und solche, die bei Ameisen lebten, zeigten mit relativ geringer Schwankungsbreite dieselben Größenverhältnisse. Der Halsschild ist an der breitesten Stelle so breit wie in der Mitte lang, die Flügeldecken sind (Schildchen mitgemessen) nur 1,6-1,8-mal so lang wie zusammen breit (ein weiteres Beispiel dafür, was man von geschätzten und nicht gemessenen Angaben halten kann). Daß die von Reitter 1874 unter trockenem Kuhmist bei Paskau in Mähren gefundenen und so benannten Stücke einer besonderen Art angehören, erscheint fraglich.
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 11.06.2019 - 19:52:09
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