Gattung Coraebus Laporte

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Buprestidae
Von Arved Lompe (n. M. Niehuis, K.W. Harde)
Niehuis, M. (1991): Beitrag zur Kenntnis der Coroebus-Arten des Nahen Ostens (Coleoptera, Buprestidae). - Acta Coleopterologica 7(2):69-82
Augen groß, parallel, bis zum Halsschild reichend. Fühler vom 4. Glied an gezähnt. Flügeldecken ohne Punktstreifen. Ähnlich Agrilus, aber Schildchen ungekielt; Oberseite gewölbter; Gestalt gedrungener; Halsschildseitenrand einfach, nicht doppelt und nach vorn gegabelt.
#1
elatus (F., 1787)Zweites Fühlerglied kugelig [Abb. 1]. Flügeldeckenbehaarung einfarbig hell (ohne Bänder und Flecken). Erzfarbig oder blaugrünlich. Südeuropa, Kaukasus, Kleinasien, Syrien, Altai. In Mitteleuropa vor allem im Südost, zuweilen nicht selten, sonst nur bis zum südl. Rheinland, Harz, Magdeburg, sehr selten. Larven in den Wurzeln von Rosaceen, Käfer V-VITT, oft in den Blüten von Helianthemum chamaecistus. Kleiner, 4,5-7,2 mm. ♂: Hinterschienen [Abb. 2]. Aedoeagus [Abb. 3].
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 2-Zweites Fühlerglied gestreckt, etwa doppelt so lang wie breit [Abb. 4]. Flügeldecken mit hellen Querbinden, z.T. auch Kringeln und weißen Flecken. Größer, über 7,5 mm.
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Abb. 4
#2
→ 3Auch die basale Hälfte der Flügeldecken mit heller Tomentzeichnung. Der Halsschild parallel zur Basis, vor allem seitlich, deutlich vertieft.
→ 5-Die hellen Querbänder auf die apikale Elytrenhälfte beschränkt. Der Halsschild parallel zur Basis nicht deutlich vertieft.
#3
rubi (L., 1767)Grundfarbe schwärzlich, der Halsschild oft mit Erzglanz. Fühler kurz, nicht länger als die Kopfbreite, die vorletzten Glieder quer. Der Halsschild in der Mittellinie mit weißer Haarbinde. Das Skutellum auf der Scheibe quergerunzelt, matt. Die Flügeldecken bläulich, am Apex flach und unauffällig gezähnelt, die Mitte der Elytren mit einer kringelartigen geschlossenen Haarzeichnung. ♂: Hinterschienen [Abb. 5]. Der Aedeagus löffelförmig [Abb. 6]. 7,5-11 mm. Südeuropa, Südrußland, Kleinasien, Syrien, Kaukasus, Nordindien. Ins mitteleuropäische Gebiet von Südost bis Slowakei, Böhmen-Mähren, von Südwest bis zum Elsaß bzw. in die Schweiz vorstoßend. Aus Õsterreich meist nur alte Meldungen. Auch aus Deutschland nur alte Meldungen, hier wohl nicht mehr heimisch. Larve in Rosaceen-Wurzeln, vor allem Brombeeren und Himbeeren. Käfer im Sommer, nicht flüchtig, stellen sich tot.
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 4-Grundfarbe grünlich oder bläulich, die Unterseite und manchmal die Flügeldecken violettschwarz. Der Halsschild in der Mittellinie ohne weiße Haarbinde. Das Skutellum glänzend, glatt. Die Flügeldecken am Apex scharf gezähnelt, die Mitte der Scheibe ohne geschlossenen Kringel aus weißen Haaren. Der Aedeagus im Spitzendrittel parallel bzw. schwach divergierend, am Apex ausgerandet, innen mit einer Spitze.
#4
maculifer Ab.Die Seiten der Sternite 2-5 mit Flecken aus dichtstehenden weißen Haaren. Stirn zwischen den starken Stirnbeulen tief gefurcht. Punktierung der Halsschildscheibe - vor allem nahe dem Vorderrand - wenig dicht, mit breiten geglätteten Zwischenräumen. Fühler [Abb. 7]. ♂: Ausrandung der Hinterschienen mit Zähnchen [Abb. 8]. Seiten des Aedeagus zur Spitze leicht divergierend [Abb. 9]. Naher Osten Türkei, Syrien?).
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
undatus (F., 1787)-Behaarung der Sternite gleichmäßig, ohne weiße Flecken. Stirn zwischen den schwächeren Stirnbeulen seichter gefurcht. Punktierung des Halsschilds vorn sehr dicht, mit schmalen Zwischenräumen, dadurch matter erscheinend. Grün-bronzen. Flügeldecken mit 3 queren zackigen weißlichen Haarbinden, von der 1. Binde ab nach hinten schwarzviolett. Unterseite blau. ♂: Die Ausrandung vor dem Apex der Hinterschienen ohne Zahn [Abb. 10]. Seiten des Aedeagus im Spitzendrittel parallel [Abb. 11]. 10-14 mm. Nord-Afrika, Südeuropa, südöstlich bis Griechenland. Vor allem im West: Schweiz, Elsaß-Lothringen, Slowakei, Mähren, Böhmen. In Österreich nur im Osten, selten. In Deutschland nach Norden bis Rheinland, Südhannover, Pommern, Brandenburg. Meist nur stellenweise und selten. Larve unter dicker Rinde von alten Eichen und Buchen. Käfer VI-lX, in der Wipfelregion. Europa
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Abb. 10
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Abb. 11
#5
oertzeni Ganglbauer, 1886Fühlerglieder 4-10 etwa um die Hälfte länger als breit [Abb. 12]. Halsschild zur Basis gerundet verengt, seine Seiten in der hinteren Hälfte mit scharf begrenztem, glattem, bis in die Hinterecken kräftigem Kiel. Flügeldecken mit vier schmalen, teils unvollständigen weißen Binden, die dunklen Zwischenräume zwischen diesen viel breiter als die Binden selbst. Prosternum zwischen den Hüften parallel. ♂: Hinterschienen innen auf der ganzen Länge gleichmäßig, dicht und fein gezähnt [Abb. 13]. Der Aedeagus schlank löffelförmig [Abb. 14]. Dalmatien bis Kleinasien.
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
florentinus (Hbst., 1801)-Fühlerglieder 4-10 lang gestreckt, wenigstens doppelt so lang wie breit [Abb. 15]. Halsschild zur Basis verbreitert, seine Seiten ohne Kiel. Flügeldecken mit drei breiten gelblichen Binden. Der dunkle Zwischenraum zwischen den beiden vollständigen Binden nicht deutlich breiter als diese. Prosternum im Umriß dreieckig, Seiten auch zwischen den Hüften nicht parallel. Oberseite meist grüngolden, glänzend, zuweilen bläulich, violett, schwärzlich. Unterseite grünlich. ♂: Hinterschienen mit wenigen sehr kräftigen Zähnen [Abb. 16], die Mittelschienen mit einigen kleinen Zähnchen. Der Aedeagus extrem schlank mit ankerförmiger Spitze [Abb. 17]. 13-16 mm. Nordafrika, Südeuropa, vor allem im West; sichere Nachweise aus dem südlichen Mitteleuropa nur vom Burgenland. Im vorigen Jahrhundert auch im Elsaß. Larve in Eichenästen unter der Rinde. Käfer in der Wipfelregion
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
Enthaltene Taxaelatus florentinus maculifer oertzeni rubi undatus
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