Gattung Chrysobothris Eschsch.

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Buprestidae
Von Arved Lompe (n. K.W. Harde)
Reitter, E. (1895): Synoptische Uelbersiclit der Chrysobothris-Arten mit Gruben auf den Flügeldecken, aus der palaearctischen Fauna. - Wiener Entomologische Zeitung, 14(4):127-130 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter1895 Chrysobothris.pdf"
Kolibác, J. (1989): Redescription and re-evaluation of Chrysobothris leonhardi Obenberger, 1916 (Col. Buprestidae). - Dtsch. ent. Z., N. F. 36 (1-3): 161-164 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Kolibac1989 Chrysobothris leonhardi.pdf"
Die stark entwickelten Vorderschenkel gezähnt. Fühler leicht geknickt, 1. und 3. Glied lang. Die Flügeldecken tragen 4-6 Goldgrübchen. Halsschild stark quer, knapp doppelt so breit wie lang. Letztes Hinterleibsegment beim ♂ ausgeschnitten, beim ♀ gerade abgestutzt. Larven unter Baumrinde und im Holz. Die Gattung ist in Europa mit 9 Arten vertreten.
In der Tabelle nicht berücksichtigt sind:
Griechenland, Türkei ...chalcophana (Klug, 1829)
Zypern ...cypria Magnani, 1993
Iberische Halbinsel, Italien, Türkei ...dorsata (Fabricius, 1787)
Kanarische Inseln ...grancanariae Niehuis & Gottwald, 1999
#1
chrysostigma (L., 1758)Flügeldecken mit stark vorspringenden Längsrippen in der ganzen Länge der Flügeldecken [Abb. 1]. Die Zwischenräume sind runzelig, unregelmäßig skulptiert. Flügeldeckenrand, Unterseite und Beine ± golden oder purpurn glänzend. Seitliche Zähne des Prosternalfortsatzes viel kürzer als der mittlere. 11-16 mm. Kopf und Halsschild kupferig, Flügeldecken schwärzlich, bronzen schimmernd. Flügeldeckengrübchen rotgolden bis grünlich. Unterseite in der Mitte grün, sonst rotkupferig bis bläulich. Larven in Nadelholz, Entwicklung 2-jährig. Käfer VI-IX, in der Sonne sehr flüchtig. Verbreitung boreo-montan, im Nadelwaldgebiet der gesamten Paläarktis; nicht in der norddeutschen Ebene. Im Alpen- und Voralpengebiet stellenweise und selten.
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Abb. 1
→ 2-Flügeldecken mit weniger vorspringenden Längsrippen, am wenigsten treten sie in der vorderen Flügeldeckenhälfte und an der Seiten hervor, Zwischenräume regelmäßig dicht und fein punktiert, aber nicht runzelig. Im allgemeinen weniger auffällig metallisch gefärbt. Seitliche Zähne des Prosternalfortsatzes wenigstens ebenso lang wie der mittlere.
#2
→ 2aGrößer, 10,5-15 mm. Grübchen auf den Flügeldecken rund und klein: die beiden letzten schmaler als 2 Rippenzwischenräume.
→ 3-Kleiner, 7-12 mm. Grübchen auf den Flügeldecken groß und regelmäßig geformt, die beiden letzten breiter als zwei Rippenzwischenräume.
#2a
affinis (F., 1794)Flügeldeckenenden weniger stark spitz verschmälert, weniger stark gezähnt. Halsschildvorderecken stärker erweitert. Die beiden äußeren Ecken des letzten Hinterleibsternits in beiden Geschlechtern nicht dornenförmig spitz ausgezogen. Oberseite erzbraun oder grünlich, bläulich. Flügeldeckengrübchen goldglänzend, kupfern, grünlich [Abb. 2]. Unterseite kupferrot, Sternite mit grünlichem Apikal-Rand. ♀: Analsternit abgestutzt zweibuchtig [Abb. 3]. ♂: Penis seitlich mit 12 Zähnchen [Abb. 4]. 10,5-15 mm. Larve polyphag in Laubhölzern. Entwicklung 2-jährig. Käfer V-VII, in der Sonne sehr flüchtig. Nordafrika, Süd- und Mitteleuropa bis Nordeuropa, Kleinasien, Iran, Sibirien, nicht im Norden. In Mitteleuropa bis auf den Nordwesten überall, meist nicht selten, stellenweise häufig.
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
leonhardi Obenberger, 1916-Der vorigen Art sehr ähnlich aber etwas gedrungener [Abb. 5]. Unterseite mehr bläulich-grün mit feuerroten Seiten. ♀: Analsternit halbrund ausgerandet [Abb. 3]. ♂: Penis seitlich mit 9 Zähnchen [Abb. 6]. Aus Bulgarien und Ungarn bekannt, wahrscheinlich nach Südosten weiter verbreitet.
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Abb. 5
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Abb. 3
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Abb. 6
#3
solieri Lap. & Gory, 1839Die Seiten des Analsternits bei beiden Geschlechtern mit Längsrunzeln. Breite, bronzefarbene Art; Analsternit beim ♂ gerundet dreieckig eingeschnitten, beim ♀ gerade abgestutzt. Abdominalsternite der Männchen mit zwei, der Weibchen mit drei kräftigen Apikaldornen, die äußeren Dorne bei beiden Geschlechtern nach außen weisend. Unterseite einfarbig, leuchtend kupfrig. Larven in Kiefer. Bei uns Entwicklung 2-jährig. VI-VIII. 7-12 mm. In Mitteleuropa in Ostdeutschland, in Bayern und westlich davon, Tirol. Da die Arten früher nicht getrennt wurden sind alte Fundortangaben aus Deutschland wohl überwiegend auf igniventris zu beziehen.
igniventris Rtt., 1895-Die Seiten des Analsternits bei Männchen und Weibchen regelmäßig punktiert, ohne Längsrunzeln [Abb. 7]. Schlanke, dunkle Art. Abdominalsternite bei beiden Geschlechtern wie bei solieri, die äußeren Spitzen des Analsternits laufen jedoch ± parallel zueinander. Unterseite meist zweifarbig, goldgrün mit bronzefarbenen Dreiecken. Larven in Kiefer. Aedoeagus [Abb. 8]. 6,5-11,5 mm. Entwicklung 2-jährig. VI-VIII. Tschechoslowakei, östliches Österreich. Anmerkung: Ich habe bei keinem ♀ Tier bisher 3 kräftige Apikaldornen an den Abdominalsterniten sehen können, sondern bei beiden Geschlechtern nur einen Zahn an der Seite. Lediglich das Analsternit hat beim ♀ in der Mitte manchmal ein stumpfes Zähnchen. Am Vorderrand des 2.- und 3.-letzten Sternites ist an den Seiten eine behaarte, furchige Vertiefung, die nach vorne durch eine Kante begrenzt ist, die nach hinten einen dreieckigen Vorsprung bildet, der bei flüchtiger Betrachtung als Zähnchen gedeutet werden könnte [Abb. 9].
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
Enthaltene Taxaaffinis chrysostigma igniventris leonhardi solieri
Erstellt am: 13.06.2010 · Letzte Aktualisierung: 09.03.2015 - 16:04:46
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