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Sternite in der Mitte des Hinterrands ohne fadenförmige oder anders geformte Anhänge, lediglich das 4. Sternit ist in der Mitte dreieckig lappenförmig vorgezogen, das 5. Sternit ist ausgeschnitten [Abb. 1]. Schwarz, auf den Flügeldecken in der Regel mit gelbroter Schultermakel, selten auch mit solcher Spitzenmakel [Abb. 2], auch der Halsschild kann ganz oder teilweise rot sein, mitunter die ganze Oberseite schwarz. 2,5-3 mm. D: Westmediterran-atlantische Art, in Mitteleuropa im Westen und Nordwesten sehr häufig (=geoffroyi Müll.) (=humeralis (F., 1775))

-Hell gelbrote Art, nur die äußeren Fühlerglieder und das Abdomen schwärzlich oder letzteres ebenfalls rot. 2. bis 4. Sternit mit gelben, fadenförmigen Anhängen [Abb. 4]. 2,5-3,6 mm. D: Südeuropa, in Mitteleuropa im Südwesten und Südosten (Steiermark); inzwischen nach Norden bis Holstein vorgedrungen. (=subtestacea Steph.)
2. Sternit in der Mitte des Hinterrand in eine vorspringende, schmale rechteckige Platte erweitert, ohne fadenförmigen Anhang daselbst, das 3. Sternit besitzt in der Mitte einen einzelnen fadenförmigen Anhang, der an der Spitze mit langen Härchen besetzt ist [Abb. 5]. 2,3 mm. D: Nur der Typus bekannt, von Schwerin a. d. Warthe.
-2. und 3. Sternit mit je 2 fadenförmigen Anhängen, die sich an der Basis berühren und nur wenig gespreizt sind, die des 3. Sternites ragen nur wenig auf das 4. Sternit über [Abb. 3]. Vordertarsen stark verbreitert. Endglied der Fühler doppelt so lang wie das vorhergehende Glied, gestreckt, parallelseitig. 2,5-3,3 mm. D: Pyrenäen, Kärnten, Bayerische Alpen, sehr selten.
Kleinere und schlankere Art: 2 mm. 2. Sternit mit 1 fadenförmigen Anhang, der nicht in 2 Gabeläste ausläuft, 3. Sternit mit ähnlichem Anhang [Abb. 6]. Vordertarsen mäßig erweitert. Endglied der Fühler nicht ganz so lang wie die beiden vorhergehenden zusammen, ziemlich parallel. D: Bisher nur der Typus bekannt: Ungarn, Acs.
-Größere, robustere Art: 2,5 mm. 2. Sternit mit einem fadenförmigen Anhang, der hinten in 2 Gabeläste ausläuft, die nicht oder wenig gespreizt sind, da sie dem Anhang gelenkig ansitzen. 3. Sternit mit 1 kurzen, fadenförmigen Anhang, der am Ende etwas ausgeschnitten erscheint [Abb. 7]. Vordertarsen stark erweitert. Endglied der Fühler eiförmig, so lang wie die beiden vorhergehenden Glieder zusammen. D: Nordeuropa, in Mitteleuropa im Böhmerwald, Oberbayern, aber auch in Holland und Dänemark, sehr selten. (=forticornis Schils.)
Vorderschenkel verdickt, gebogen, die Innenseiten ausgebuchtet. Schwarz. Anhänge des 3. Sternits stehen an der Basis voneinander entfernt, sie sind dünn und stark gebogen [Abb. 8]. Fühler schwarz mit 3 gelben, basalen Gliedern. 2,5-3 mm. D: Südeuropa, nach Mitteleuropa nur in den äußersten Süden einstrahlend. (=curvicrus Schils.)
Die Anhänge des 3. Sternits sind gelbrot bis braunrot, schmal und gerade [Abb. 11]. Schwarz, Vorder- und Mittelbeine hell gelbrot. Flügeldecken mit dichter, hellgrauer Behaarung, deutlich querstrigos. Fühler lang und kräftig, schwarz, 4 basale Glieder gelbrot. Vordertarsen kräftig erweitert, 1. Glied kürzer und schmäler als das 2. Glied. 2,5 mm. D: Nur im Südosten von Mitteleuropa, nicht selten.
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Die Anhänge des 3. Sternits sind kräftig, an der Spitze kurz, hakenförmig eingebogen [Abb. 9] [Abb. 12]. Vordertarsen stark verbreitert. Eine in der Normalfärbung schwarze Art mit ± gelbrotem Vorderkopf [Abb. 13] [Abb. 14]. In der Färbung sehr variabel, aber nicht im Westen und Norden des Verbreitungsgebietes, nach Osten, besonders Südosten wird die Art heller bis ober- und unterseits einfarbig gelbrot, nur der Hinterkopf bleibt ± geschwärzt. Aedoeagus [Abb. 15]. 2,5-4mm. D: In Mitteleuropa die häufigste Art der Gattung.




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Oberseite einfarbig blaß gelbrot, meist auf den Flügeldecken mit mehr schattenartigen Makeln (eine gemeinsame, dreieckige an der Basis, je eine in der Mitte und ein gemeinsamer Fleck an der Naht vor der Spitze) [Abb. 17]. Unterseite schwarz, selten das Abdomen gelb- oder rostrot. ♂: Vordertarsen stark erweitert [Abb. 18], 1. Glied kürzer und schmäler als das 2. Glied, Fühler gelb, mit geschwärzten Endgliedern, letztes Glied rundlich eiförmig, kaum länger als das vorhergehende Glied, letztes Kiefertasterglied relativ klein, schmal beilförmig. Hinterleib [Abb. 19] [Abb. 16]. 2,5-3 mm. D: Westmediterran-atlantische Art, in Mitteleuropa im Westen und Nordwesten, östlich bis Mecklenburg.



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-Die Anhänge des 3. Sternits sind kräftig gebogen [Abb. 20] [Abb. 21]. Kopf schwarz, vorn ± rostrot. Halsschild rostrot, selten die Mitte verdunkelt. Flügeldecken schwarz oder braunschwarz, einfarbig grau behaart [Abb. 22]. Endglied der Kiefertaster weniger groß als bei den beiden folgenden Arten. 2,5-3 mm. D: In Mitteleuropa sehr zerstreut verbreitet und sehr selten.


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Kopf ganz gelbrot, desgleichen der Halsschild oder Färbung wie bei der folgenden Form. Flügeldecken und Unterseite normal schwarz, die rote Färbung greift oft auf diese Teile über, so daß ganz rostrote Stücke auftreten, in manchen Gegenden gehäuft (a. latipalpis Schils.), diese sind dann von der ähnlichen, ebenfalls häufigen, lurida zusätzlich durch das kurze 2. Vordertarsenglied beim ♂ zu unterscheiden [Abb. 23]. Hinterleib [Abb. 24] [Abb. 25]. 2,5-3 mm. D: Im ganzen Gebiet nicht selten, stellenweise sehr häufig. (=latipalpis Schilsky, 1895) (=schilskyana Csiki) (=lateralis Gyll.)


-Kopf schwarz, vorn ± gelbrot, Halsschild schwärzlich, mit ± breiten rostroten oder gelbroten Seiten. Die von Ermisch angegebenen Unterschiede der Abdominalfortsätze [Abb. 26] sind marginal. (=schilskyiana sensu Ermisch in FHL) (=marginicollis Lindberg, 1925) Diese Form ist nach Levey (l.c.) zumindest in Großbritannien nicht von thoracica verschieden. Es soll aber auch molekulargenetische Unterschiede geben. Eine taxonomische Klärung ist noch nicht erfolgt.
Die Anhänge des 3. Sternits sind relativ kurz und dünn, sie erreichen die Spitze des Abdomens nicht oder kaum [Abb. 27]. Schwarz, nur die Mundteile, die Oberlippe, die basalen Fühlerglieder, die Taster, die Vorderbeine, mitunter auch die Mittelbeine gelb oder rostrot. Vordertarsen kaum erweitert. 2,2-3 mm. D: Südeuropa, in Mitteleuropa nur im Süden an Wärmestellen. (=forcipata Muls.)
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Flügeldeckenbehaarung zweifarbig, gelbgrau, längs der Naht, sich verbreiternd, dunkelbraun behaart. Kopf schwarz, manchmal mit glber Oberlippe. Halsschild gelbrot, desgleichen die basalen Fühlerglieder, die Taster und Beine. Flügeldecken und Unterseite schwarz. Vordertarsen nicht erweitert. Die beiden Anhänge des 3. Sternits glänzend, kurz, stark gebogen [Abb. 10]. 3-3,3 mm. D: Westmediterran-atlantische Art. In Mitteleuropa im Westen und Nordwesten, von dort nach Süden bis Leipzig einstrahlend.
Halsschild gelbrot bis schwarzbraun, Kopf gelbrot oder an der Basis geschwärzt, Flügeldecken entweder gelbrot oder nach hinten geschwärzt oder ganz schwarz. Die beiden Anhänge des 3. Sternits sind sehr lang, abstehend und an der Basis gebogen, dann gerade konvergierend, das 5. Sternit fast überragend [Abb. 28]. 3-4 mm. D: Boreo-alpine Art. In Mitteleuropa in den Beskiden, Karpaten, nicht in den Alpen.
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Fühler ziemlich dünn, fadenförmig, Glied 4-10 von gleicher Breite. Schwarz, meist alle Beine gelbrot, nur die Hinter- und manchmal auch die Mittelschenkel und -schienen und die Tarsen dunkler. Taster, die basalen Fühlerglieder und der Vorderkopf gelbrot. Vordertarsen schwach erweitert, 1. Glied fast so lang wie das 2.-4. Glied zusammen. Die beiden Anhänge des 3. Sternits sind fast gerade und erreichen die Spitze des Abdomens, sie konvergieren etwas nach hinten, anliegend [Abb. 29], 2.-5. mit breiter Aushöhlung in der Mitte [Abb. 30]. 3-3,5 mm. D: Aus England beschrieben, aus Frankreich, Belgien und Dänemark bekannt, im Rheinland erst 2 Funde.

-Fühler lang und kräftig, gegen die Spitze allmählich etwas erweitert. Normal schwarz, etwas veränderlich gefärbt. Flügeldecken schwarz oder braun, Halsschild schwarz oder in den Hinterecken heller oder ganz braun. Die Anhänge des 3. Sternits sind lang, breit, an der Basis anliegend, gekrümmt, dann gerade, nach hinten konvergierend, die Spitze des Abdomens erreichend oder überragend [Abb. 31]. 2,5-4 mm. D: In den Alpen vom Engadin bis Albanien, in Deutschland im Wettersteingebirge, Karpaten.