Gattung Vesperus Latr., 1829

ColeopteraPhytophagaPhytophagaVesperidae
Von Arved Lompe (n. U. Bense)
Die Arten leben ausschließlich im Mittelmeergebeit. Die Larven entwickeln sich, soweit bekannt, im Boden an den Wurzeln unterschiedlicher Pflanzen. Die Imagines sind dämmerungs- und nachtaktiv und werden daher meistens am Licht gefangen.
Nicht aufgeführt sind
Griechenland: Kreta ...creticus
Spanien ...jertensis
Spanien ...joanivivesi
Spanien ...nigellus
#1
→ 2Hinterflügel voll ausgebildet und funktionstüchtig; Flügeldecken so lang wie der Hinterleib [Abb. 1], nur im letzten Viertel klaffend: ♂
vesperus_xatarti_hab.jpg
Abb. 1
→ 12-Hinterflügel fehlend oder nur als Flügelstummel ausgebildet; Flügeldecken deutlich kürzer als der Hinterleib, an der Naht divergierend: ♀
#2
bolivari Paulino, 1893Flügeldecken von den Schultern nach hinten sehr deutlich verschmälert. Kopf und Halsschild schwarz oder schwarzbraun, mit langer, abstehender Behaarung; Flügeldecken braun; Beine schwarz mit rötlichen Schienen und Tarsen; Fühler rotbraun, lang. Imagines im VIII. Um 20 mm. Portugal (Ribatejo, Algarve)
→ 3-Seiten der Flügeldecken annähernd parallel verlaufend.
#3
→ 4Halsschild deutlich quer, das Verhältnis Länge zu Breite ist kleiner als 0,9 : 1.
→ 7-Halsschild annähernd so lang wie breit oder länger als breit, das Verhältnis Länge zu Breite ist mindestens 0,95 : 1.
#4
→ 5Körperlänge über 20 mm.
→ 6-Körperlänge höchstens 18 mm.
#5
aragonicus Baraud, 1964Erstes Fühlerglied stark verdickt; letztes Hinterleibssegment am Ende leicht ausgerandet, Parameren lang und gestreckt, etwa 3 mal so lang wie an der Basis breit. Kopf, Halsschild, Beine und Fühler rotbraun; Flügeldecken hellgelb; Fühler mittelang oder lang. 20-30 mm. Imagines von V.-VIII. Eine Art aus den spanischen Pyrenäen und südlich angrenzenden Gebieten.
strepens Fabricius, 1792)-Erstes Fühlerglied weniger verdíckt; letztes Hinterleibssegment am Ende abgerundet; Parameren kurz und gebogen, etwa doppelt so lang wie an der Basis breit; Kopf, Halsschild, Beine und Fühler rotbraun; Flügeldecken hellgelb [Abb. 2]; Fühler mittellang oder lang. Entwicklung im Boden an den Wurzeln unterschiedlicher Pflanzen (von Vitis gemeldet). Generationsdauer mehrjährig, Verpuppung im Boden. Imagines von V.-XI.. 20--30 mm. Südost-Frankreich und Nordwestitalien.
vesperus_strepens_hab.jpg
Abb. 2
#6
brevicollis Graells, 1858Flügeldecken länger, Verhältnis von Schultembreite zu Länge wie 1:3. Kopf, Halsschild, Schildchen, Fühler und Beine rötlichgelb, Flügeldecken rotgelb oder braun bis schwarzbraun; Fühler mittellang. Imagines von V.-VIII. 12--18 mm. Zentralspanien.
sanzi Reitter, 1895-Flügeldecken kürzer, Verhältnis von Schultembreite zu Länge wie 1:2,5. Kopf, Halsschild, Schildchen, Fühler und Beine rötlichgelb, Flügeldecken blaß bräunlichgelb; Fühler mittellang. Imagines von VII-VIII. 12-18 mm.
#7
→ 8Stirn zwischen den Fühlerwurzeln breit und schwach ausgerandet, ohne Mittelfurche.
→ 10-Stirn zwischen den Fühlerwurzeln schmal und eingeschnitten, mít einer deutlichen Mittelfurche.
#8
serranoi Zuzarte, 1985Augen klein, wenig hervortretend und weit voneinander entfernt, der Abstand zwischen den Augeninnenrändern so groß wie oder größer als der Abstand zwischen den Fühlereinlenkungen. Fühler die Flügeldecken nicht überragend. Kopf, Halsschild, Schildchen, Beine und Fühler braun; Flügeldecken hell gelblich mit dunklem Nahtsaum; Unterseite braun; Fühler mittellang. Imagines von VIII.-lX. 10-12 mm.
conicicollis Fairmaire et Coquerel, 1866 macropterus Sama, 1999-Augen groß, deutlich hervortretend und stärker genähert, der Abstand zwischen den Augeninnenrändern deutlich geringer als der Abstand zwischen den Fühlereinlenkungen. Fühler die Flügeldecken überragend. Kopf und Halsschild heller gelbbraun bis kastanienbraun; Halsschild meist breiter als lang, ausnahmsweise etwas länger als breit. Flügeldecken kaum oder deutlich heller als der Halsschild; Fühler robuster; Hinterleibsende abgestumpft bis schwach ausgerandet. Schildchen und Beine gelbbraun bis dunkelbraun; Fühler gelbbraun, lang. 12-16 mm. Sehr veränderliche Art. Eine im Süden der Iberischen Halbinsel und in Marokko weit verbreitete Art. In Italien noch die mir nicht bekannte ssp.
#10
xatarti Dufour, 1839Flügeldecken stark gestreckt und zum Ende hin seitlich leicht erweitert, Verhältnis von Schulterbreite zu Länge mindestens 1 : 2,9 [Abb. 1]. Kopf wie [Abb. 3]. Kopf, Halsschild, Schildchen, Seine und Fühler dunkelbraun; Flügeldecken hell gelbbraun gefärbt; Fühler mittellang oder lang. 20-30 mm. Entwicklung im Boden an den Wurzeln unterschiedlicher Pflanzen (oft von Vitis gemeldet, auch an Celtis). Generationsdauer mehrjährig. Imagines ganzjährig. Ostspanien, Balearen und Südwestfrankreich.
vesperus_xatarti_hab.jpg
Abb. 1
vesperus_xatarti_k.gif
Abb. 3
→ 11-Flügeldecken weniger stark gestreckt und zum Ende hin schmäler werdend, Verhältnis von Schulterbreite zu Länge kleiner als 1: 2,8. Kopf wie [Abb. 4]. Kopf, Halsschild, Schildchen, Beine und Fühler rotbraun; Flügeldecken heller braun; Fühler lang. 12-20 mm. Imagines von VII-X..
vesperus_luridus_k.gif
Abb. 4
#11
luridus (Rossi, 1794)Art des östlichen Mittelmeergebietes, westlich bis zur Provence. Südost-Frankreich, Korsika, Italien, Sizilien, Sardinien und Dalmatien.
fuentei Pic, 1905-Art der Iberischen Halbinsel.
#12
→ 13Stim zwischen den Fühlereinlenkungen sehr breit, ohne mediane Furche.
→ 14-Stirn zwischen den Fühlereinienkungen schmäler, median mit einer tiefen Furche.
#13
Flügeldecken sehr kurz, höchstens so lang wie zwischen den Schultern breit. Süd-Portugal. ♀ von serranoi; siehe LZ >>>8
-Flügeldecken länger, mehr als 1,5 mal so lang wie zwischen den Schutern breit. Portugal, Spanien und Italien. ♀ von conicicollis; siehe unter LZ >>>9
#14
Seiten des Halsschilds fast gerade, nur nach vorn konvergierend. Portugal. ♀ von bolivari; siehe unter LZ >>>2
→ 15-Seiten des Halsschilds gerundet, nach vorn und hinten konvergierend.
#15
→ 16Flügeldecken mindestens 4 mal so lang wie der Halsschild.
→ 18-Flügeldecken höchstens 3,5 mal so lang wie der Halsschild.
#16
Körperlänge 16-20 mm. Spanien und Portugal. ♀ von brevicollis; siehe unter LZ >>>6
→ 17-Körperlänge über 25 mm.
#17
Hinterleibsende gleichmäßig gerundet. Südost-Frankreich und Nordost-Italien. ♀ von strepens; siehe unter LZ >>>5
-Hinterleibsende schwach ausgerandet. Spanischen Pyrenäe und südlich angrenzende Gebiete. ♀ von aragonicus; siehe unter LZ >>>5
#18
Flügeldecken zum Ende hin breit abgerundet. Spanien und Portugal. ♀ von sanzi; siehe unter LZ >>>6
→ 19-Flügeldecken zum Ende hin verschmãlert.
#19
→ 20Flügeldecken schlank, jede mehr als 3 mal so lang wie an ihrer breitesten Stelle breit.
-Flügeldecken breit, jede weniger als 2,5 mal so lang wie an ihrer breitesten Stelle breit. Spanien, Balearen ♀ von fuentei; siehe unter LZ >>>11
#20
Letztes Hinterleibssegment ventral am Rand lang und dicht behaart; ausgestreckter Ovipositor kurz, etwa ein Drittel der Länge des Hinterleibs erreichend. Ost-Spanien und Südwest-Frankreich. ♀ von xatarti; siehe unter LZ >>>10
-Letztes Hinterleibssegment mit kurzer und anliegender Behaarung; ausgestreckter Ovipositor lang, etwa drei Viertel der Länge des Hinterleibs erreichend. Südost-Frankreich, Italien und Dalmatíen. ♀ von luridus; siehe unter >>>11
Enthaltene Taxaaragonicus bolivari brevicollis conicicollis fuentei luridus macropterus sanzi serranoi strepens xatarti
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)