Gattung Trechus: elegans-Gruppe

CarabidaeTrechinaeTrechiniTrechinaTrechus
Von Arved Lompe (n. R. Jeannel)Literaturverzeichnis ⇒
Gebirgstiere des östlichen Alpenzuges.
#1
cavernicola Friv., 1881🗺ColeowebHalsschild breit, quer, zur Basis nicht verengt, Seitenrand vor den verrundeten Hinterecken ganz leicht ausgerandet, Basalgruben schwach ausgeprägt. Flügeldecken gestreckt, and er Basis sehr abgeschrägt. Vorderschienen ohne oder mit sehr flacher Furche. Rötlich braun. Aedoeagus [Abb. 1]. 3,5-4 mm. Kroatien.
tre149.gif
Abb. 1
→ 2-Halsschild zur Basis deutlich verengt, die Seiten lang und deutlich ausgerandet, die Basalgruben tiefer [Abb. 2]. Flügeldecken oval, ihre Basalkante +/- rechtwinklig zum Hals gerichtet. Vorderschienen mit deutlicher Längsfurche.
trechus_gracilitarsis_vk.jpg
Abb. 2
#2
gracilitarsis Daniel & Daniel, 1898Fundmeldungen🗺ColeowebHinterecken des Halsschilds stumpf, verrundet, die Basis an den Seiten abgschrägt. Flügeldecken oval, mit geschwundenen Schultern [Abb. 3]. Aedoeagus schlank, aber wenig gestreckt [Abb. 4]. 3,2-3,5 mm. Östliche Südalpen.
trechus_gracilitarsis_hab.jpg
Abb. 3
trechus_gracilitarsis.jpg
Abb. 4
→ 3-Halsschildhinterecken scharf, recht- oder spitzwinklig, nach außen vorstehend; die Basis gerade.
#3
regularis Putzeys, 1870Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken lang, elliptisch, hinter der Mitte nicht erweitert. Halsschild zur basis verengt, die Hinterecken groß, rechtwinklig. Rotbraun. Aedoeagus sehr schlank und stark verlängert [Abb. 5]. 3,5-4 mm. Österreich: Koralpe, Stubalpe.
trechus_regularis.jpg
Abb. 5
→ 4-Flügeldecken kürzer und relativ breiter.
#4
→ 5Flügeldecken kreis- oder eiförmig, die Seiten breit verrundet, zur Spitze verengt, nicht abgestutzt. Halsschild an der Basis sehr schmal, die Seiten nach hinten deutlich ausgerandet, die Hinterecken groß und weit nach außen vorstehend.
elegans Putzeys, 1847Fundmeldungen🗺Coleoweb → 4a-Flügeldecken an der Spitze kurz verrundet, die Seiten wenig gerundet erweitert. Halsschild an den Seiten wenig gerundet, vor der Basis lang ausgerandet. Flügeldecken kurz, hinter der Mitte erweitert. Färbung heller oder dunkler braun. 3,5-4 mm. Karawanken, Julische Alpen. Anmerkung: Jeannel (l.c.) hat für diese Art verschiedene Rassen aufgestellt und dabei den schon von Ganglbauer selbst synonymisierten schusteri und den (berechtigterweise) als Varietät beschreibenen carniolicuszu Subspecies erhoben; die verschiedenen Formen mögen in machen Populationen vermehrt auftreten, kommen aber nach meiner Erfahrung überall im Verbreitungsgebiet der Art vor und sind nur Extremformen der, auch im ♂ Genital, sehr variablen Art. Hier eine Tabelle nach Jeannel (l.c.) und Schönmann (l.c.) die die verschiedenen Formen unterscheidet.
#4a
elegans Putzeys, 1847Fundmeldungen🗺ColeowebPenis mit sehr kurzer Spitze, ventral etwas erweitert, die rechte Seitenwand am Ostium sehr hoch gewölbt [Abb. 6] [Abb. 7]. Hell gelbbraun. Etwas gestreckter, die Flügeldecken mehr parallel mit stärker gerundeten Schultern. Halsschildseiten vor der Basis kaum ausgerandet, die Hinterecken rechtwinklig, zur Seite wenig vorragend. Streifen der Flügeldecken stark punktiert. Karawanken. Stammform. elegans var.
trechus_elegans2.gif
Abb. 6
trechus_elegans.jpg
Abb. 7
→ 4b-Penis mit längerer Spitze, ventral nicht oder kaum erweitert, die rechte Seitenwand am Ostium nur flach gewölbt. Dunkler gefärbt. Breitere Formen mit breiter gerundeten Flügeldecken an denen die Schultern weniger vorstehen. Halsschildseiten nach hinten stark ausgerandet, die Hinterecken größer, nach außen deutlich vorstehend.
#4b
Habitus [Abb. 8]. Penis mit sehr langer und flacher Spitze, rechte Seitenwand am Ostium nur ganz flach gewölbt [Abb. 9] [Abb. 10]; die Variabilität an einem Fundplatz zegt [Abb. 11]. Hell rötlichbraun. Hochobir, Grintouc.(hoelzeli Schweiger, 1950) elegans var. ...obirensis Schönm., 1937
trechus_obirensis_hab.jpg
Abb. 8
trechus_obirensis.gif
Abb. 9
trechus_obirensis.jpg
Abb. 10
trechus_obirensis_vgl.jpg
Abb. 11
→ 4c-Spitze des Penis deutlich kürzer, die rechte Seitenwand etwas höher gewölbt. Dunkler rotbraun mit hellerem Kopf und Halsschild, selten einfarbig hell rotbraun.
#4c
schusteri Ganglb., 1891Fundmeldungen🗺ColeowebSpitze des Penis kürzer, am Ende etwas verdickt und die Seitenwand am Ostium höher gewölbt. Kleiner. 3,5-3,8 mm. Flügeldecken weniger breit mit gerundeten Schultern und deutlich punktierten Streifen. Aedoeagus [Abb. 12]. Petzen. elegans var.
trechus_schusteri.jpg
Abb. 12
carniolicus Ganglb., 1897Fundmeldungen🗺Coleoweb-Penisspitze etwas länger, am Ende nicht verdickt, die Seitenwand am Ostium flacher gewölbt. Größer: 4 mm. Flügeldecken breiter gebaut mit ausgeprägten Schultern und fast glatten Streifen. Karnische Alpen [Abb. 13]. elegans var.
trechus_carniolicus1.jpg
Abb. 13
#5
pinkeri Ganglbauer, 1892Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken stark gewölbt, eiförmig, 1,5 x so lang wie breit. Augen deutlich kürzer als die Schläfen. Rotbrau mit hellerem Kopf und Halsschild. Aedoeagus kurz und gedrungen [Abb. 14] [Abb. 15] [Abb. 16]. 3,5 mm. Ostalpen: Grünauer Alpen, Sengsengebirge, Schoberstein, Haller Mauern; nördlich bis Berchtesgaden (Untersberg), subalpin bis hochalpin.
tre1531.gif
Abb. 14
trechus_pinkeri.jpg
Abb. 15
trechus_pinkeri_oben.jpg
Abb. 16
rotundipennis (Duft., 1812)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken weniger gewölbt, breit und kurzoval, 1,3 x so lang wie breit [Abb. 17]. Dunkel- bis pechbraun, Flügeldecken an der Naht rötlich, Kopf und Halsschild dunkler. Aedoeagus auffallend lang und schmal [Abb. 18] [Abb. 19]. Ostalpen.
trechus_rotundipennis_fld.gif
Abb. 17
trechus_rotundipennis.jpg
Abb. 18
trechus_rotundipennis1.jpg
Abb. 19
Enthaltene Taxacarniolicus cavernicola elegans gracilitarsis pinkeri regularis rotundipennis schusteri
Literaturverzeichnis
Ganglbauer, L. (1897): Neue und wenig bekannte Carabiden. - Verhandl. d. Zoolog.-Botan. Gesellschaft in Wien, 46:457-467 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Ganglbauer1897 Neue Carabiden.pdf"
Jeannel, R. (1927): Monographie des Trechinae - Tome II - L'Abeille Journal d'Entomolgie, 33: 1-592 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Jeannel-Monographie-II.tif" p. 422
Schönmann, R. (1937): Die Artsystematik und geographische Verbreitung der hochalpinen Trechini der Ostalpen - Zoologische Jahrbücher, Abt. für Systematik, 70: 177-226 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Schönmann1937 Trechini Ostalpen.pdf"
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 04.05.2020 - 19:40:44
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)