Gattung: Tetropium Kirby

CerambycidaeSpondylinae
Von Gerhard Brunne & Arved Lompe
Schmaler gebaut als Asemum, der an den Seiten stark gerundete Halsschild ist nicht so breit wie die Flügeldecken. Augen fein facettiert, bis zum Hinterrand ausgerandet, in 2 fast völlig getrennte Hälften geteilt [Abb. 1]. Der Scheitel ist viel breiter als die Augen. Alle Schenkel auffallend verdickt, besonders bei den ♂. Halsschild auf der Scheibe mit verkürzten Längseindrücken. Die Färbung ist bei allen Arten sehr variabel: Grundfarbe schwarz; Flügeldecken schwarz oder braun, Beine schwarz oder rot bis rotbraun. Fühler ziemlich kräftig; fein behaart; bei den ♂ ragen sie über die halbe Flügeldeckenlänge hinaus, bei den ♀ erreichen sie die halbe Flügeldeckenlänge nicht. Die Larven und Käfer leben in frisch gefällten Nadelhölzern und unter deren Rinden, aber auch in geschwächten stehenden Bäumen. Larve im Bast und Splintholz, die Gänge breit, unregelmäßig. Zur Verpuppung wird ein hakenförmiger Gang ins Holzinnere gefressen. Generationsfolge gewöhnlich einjährig. Die Tetropium-Arten sind gefürchtete Sekundärschädlinge nach Windbrüchen und Borkenkäferbefall. Besonders gefährdet sind Bestände auf ungeeigneten Standorten.
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Abb. 1
Im Hohen Norden (Schweden, Finnland, Nordrußland) kommt eine weitere mir unbekannte Art vor. ...aquilonium Plavilstshikov, 1940
#1
fuscum (F., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild ganz matt, auf der Oberseite und an den Seiten dicht runzelig punktiert [Abb. 2]. Flügeldecken an der Basis in einem +/- breiten Streifen kurz und gelbbraun behaart und hierdurch am sichersten von der häufigen Art castaneum zu unterscheiden [Abb. 3]. 8-17 mm. B: An Nadelholz, besonders an Fichte. V-VII. Larven in Fichten und Tannen. D: Überall, aber wesentlich seltener als castaneum.
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 2-Halsschild auf der Scheibe glänzend; dort feiner und weitläufiger punktiert als an den Seiten. Flügeldeckenbasis nicht auffällig behaart.
#2
castaneum (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild auf der Oberseite sehr weitläufig punktiert, die Zwischenräume sind meist größer als die Punkte [Abb. 4]; an den Seiten fein u. dicht gekörnelt. Kopf zwischen den Fühlern deutlich längsgefurcht. 9-18 mm. Habitus [Abb. 5]. B: An Nadelhölzern, die häufigste Art der Gattung. V-VII. Larven in anbrüchigen Nadelbäumen, bevorzugt Fichte und Kiefer. D: Nördlich und gemäßigte Paläarktis.
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Abb. 4
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Abb. 5
gabrieli Weise, 1905Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild auf der Oberseite fein, aber ± dicht punktiert, die Zwischenräume sind meist kleiner als die Punkte, vor allem auf der hinteren Hälfte [Abb. 6]; an den Seiten ausserordentlich fein und gedrängt, raspelartig punktuliert. Nur auf der vorderen Hälfte des Halsschild einige glatte und fast unpunktierte Stellen. Kopf zwischen den Fühler ohne Furche oder die Furche ist nur schwach angedeutet. 8-17 mm. Habitus [Abb. 7]. V-VII. B: Larve nur in Lärche. D: Früher nur im Gebirge, heute wohl überall wo die Lärche angebaut wird.
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Abb. 6
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Abb. 7
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 25.11.2023 - 00:22:20
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