Gattung: Scarodytes Goz. 1914

ColeopteraDydiscidaeHydroporinae
Von Arved Lompe (n. G. Wewelka, H. Schäflein)
Wewalka, G. (1977): Die Arten der Gattung Scarodytes aus Griechenland und eine neue Art dieser Gattung aus Israel (Dytiscidae, Col.) -Koleopterologische Rundschau, 53:137-144 >>>"C:\_F\taxa\coleo\scans\Wewelka1977 Scarodytes.pdf"
Halsschild ohne Lateralstrichel, stark gerandet, was bei keiner der benachbarten Gattungen der Fall ist. Unterseite auf glänzendem und glattem (bei den ♀ leicht chagriniertem) Grunde sehr stark, grob und dicht punktiert. Hinterhüften wie bei Oreodytes. Die Arten sind sich außerordentlich ähnlich und einzelne ♀ nicht mit Sicherheit bestimmbar. 7 Arten, die in Europa und Abessinien vorkommen, nur 1 auch in Mitteleuropa.
#1
Seitenkontur des Halsschilds ziemlich gerade, an der Basis etwas schmäler als die Flügeldecken. Unterseite schwarz. ♂: Innere Klaue der Vordertarsen in der Mitte mit einem Zahn. Frankreich: Korsika. ...nigriventris (Zimmermann, 1919)
→ 2-Seitenkontur des Halsschilds +/- gleichmäßig gebogen, an der basis etwas breiter als die Flügeldecken. ♂: Innere Klaue der Vordertarsen in der Mitte ohne Zahn, glatt.
#2
halensis (F., 1787)Fundmeldungen🗺ColeowebLehmgelb mit 6 schwarzen Längsbinden beidseits, die etwas schachbrettartig in rechteckige Flecken zusammenfließen [Abb. 1]. Färbung und Zeichnung sind sehr variabel, doch gleichen sich Tiere vom gleichen Fundort weitgehend (Rassenbildung). Halsschild mit schmal geschwärztem Vorder- und Hinterrand, vor letzterem mit 2 dreieckigen Diskalflecken (Spitzen nach außen zeigend), die manchmal in der Mitte zusammenfließen. Oberseite leicht behaart. Unterseite der ♂ schwarz bis auf das Analsternit, bei den ♀ weitgehend rotbraun. Die Vorderklauen [Abb. 2] sind beim Männchen gleichmäßig gekrümmt und kürzer als das letzte Tarsenglied. Penis [Abb. 3] [Abb. 4]. 4-4,5 mm. Häufig bis gemein, in seichten fließenden und hauptsächlich stehenden Gewässern auf Kies- oder Lehmgrund. Die am weitesten verbreitete und häufigste Art. Von Nord- bis Südeuropa, Nordafrika, Kleinasien und Zentralasien bis China.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 3-Mehrere in Südeuropa vorkommende Arten; infolge der Variabilität äußerlich von halensis kaum zu unterscheiden und daher bisher nicht in einer dichotomen Tabelle darstellbar. Beim ♂ Vorderklauen und Genital anders.
#3
malickyi Wewalka, 1977🗺Coleoweb♂: Vorderklauen länger und ungleichmäßig gekrümmt, die innere gerade [Abb. 5], länger als das letzte Tarsenglied. Der Penis ist im Spitzendrittel breiter, die Spitze selbst ist stärker verrundet als bei halensis [Abb. 6]. Beim ♀ das Abdomens wie beim Männchen schwarz. 3,9-4,4 mm. Griechische Inseln, Naxos, Andros, Kreta; Türkei.
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Abb. 5
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Abb. 6
pederzanii Angelini, 1973🗺Coleoweb-Halsschild reltiv breiter als bei halensis. Die Punktierung von Halsschild und Flügeldecken gröber; die Oberseite erscheint dadurch matter. Die Behaarung der Oberseite ist meist dichter. Die Punktierung auf der Unterseite ist viel kräftiger und fließt zum Teil in Form von narbigen Punkten zusammen. Bei den ♂ sind die Vorderklauen länger als das letzte Tarsenglied [Abb. 7]. Die Unterschiede im männlichen Genital sind gering [Abb. 8]. Griechenland, Thessalien, Attika, Ins. Euböa, Ins. Andros; Italien, Kalabrien.
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Abb. 7
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Abb. 8
savinensis (Zimmermann, 1933)🗺Coleoweb-♂: Penis mit abgestutzter, spachtelförmiger Spitze [Abb. 9]; die Vorder- und Mitteltarsen stark erweitert; die Vorderklauen sehr kräftig und lang, die innere gerade [Abb. 10]. Beim ♀ ist die Unterseite wie beim ♂ bis auf den letzten Sternit schwarz. Der Seitenrand des Halsschildes breiter gerandet als bei halensis, aber äußerlich nicht mit Sicherheit von halensis zu unterscheiden. Griechenland: Ätolien, Insel Korfu; Jugoslawien, Montenegrro.
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Abb. 9
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Abb. 10
ruffoi Franciscolo, 1961🗺Coleoweb-♂: Genital anders als bei savinensis, mir unbekannt. Italien
margaliti Wewelka, 1977🗺Coleoweb-♂: Penis bei gleicher Größe der Exemplare bedeutend (etwa 1/4) länger als bei halensis [Abb. 11]; die Vorderklauen sind ähnlich in der Länge wie bei halensis, jedoch etwas kräftiger [Abb. 12]. Halsschildbasis so breit wie die Flügeldecken an den Schultern. Halsschildhinterecken rechtwinkelig, Seitenrand des Halsschildes nach vorn gleichmäßig verengt. Flügeldecken nach hinten gleichmäßig gemeinsam zugespitzt. Punktierung auf dem Halsschild und auf den Flügeldecken ziemlich fein. Schwarze Zeichnung der Oberseite ausgedehnt, die zwei Diskalflecken auf dem Halsschild meist mit der Basis verbunden. Punktierung der Unterseite nicht sehr kräftig. Alle diese Charakteristika erlauben jedoch keine sichere Trennung von halensis. Unterseite beim ♂ bis auf den letzten Sternit schwarz, beim ♀ Hinterleib rostbraun. 4-4,5 mm. Israel: Golan.
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Abb. 11
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Abb. 12
Enthaltene Taxahalensis malickyi margaliti pederzanii ruffoi savinensis
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 06.06.2021 - 11:58:15
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