Gattung: Rhagium Fühler

CerambycidaeLepturinaeStenocorini
G. Brunne, A. Lompe
Podany, C.: Monographie des Genus Rhagium Fühler - Acta Zool. Mex. VII, 1964, 1-55.
Durch gekielten Bauch und fein gerippte Flügeldecken, sowie durch den Bau der Vorder- und Mittelbrust ausgezeichnet. Die Fühler sind auffallend kurz, die Basis des Halsschilds wenig überragend; der Halsschild hat an den Seiten einen kräftigen, zahnartigen Dorn. Oberseite kahl oder mit dichter gelblicher oder weisser, fleckig gestellter Behaarung. Mandibeln kräftig (deutscher Name: Zangenböcke). Die Larven entwickeln sich unter der Rinde von Baumstümpfen oder geschlagenem bzw. anbrüchigem Holz. Aus Nagespänen wird dort auch die Puppenwiege angelegt, nur die Art bifasciatum geht ins Holz.
#1
bifasciatum F., 1775Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite +/- gleichmäßig und sehr fein behaart, die Rippen der Flügeldecken und der Halsschild längs der Mitte kahl und glänzend; nur das Schildchen mit dichtem weißlichem oder gelblichem Toment bedeckt. Fühler mit Ausnahme des 1. Gliedes und Beine (Ansatz der Schenkel, Schienen mit Ausnahme der Spitzen und die Tarsen) rötlichbraun. Fühler dünn und verhältnismäßig lang, beim ♂ bis etwa zur Mitte der Flügeldecken reichend, beim ♀ die Flügeldeckenbasis weit überragend. (Untergattung Rhagium s.str.) Flügeldecken schwarz; die Seiten rotbraun, mitunter weit auf die Oberseiten übergreifend. Auf den Flügeldecken meist je 2 schräg gestellte ± breite, gelbliche Querbinden [Abb. 1]; in seltenen Fällen können beide verschmelzen, dann sind die Flügeldecken gelb mit dunkler Basis und Flügeldeckenspitze (var. bicolor Ol.) [Abb. 2]; oder jeweils die vordere oder hintere Binde kann fehlen oder die ganze Oberseite kann einfarbig gelbbraun bis rotbraun sein. 12-22 mm. Nicht selten. V-VIII auf Blüten und an Holz. Larve im rotfaulen Holz von Fichtenstöcken und anderen Nadelbäume, seltener auch Laubbäumen.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Oberseite mit dichter, fleckig verteilter Behaarung [Abb. 3]. Fühler und Beine kräftig. Fühler kurz, in beiden Geschlechtern die Basis der Flügeldecken nicht weit überragend. (Untergattung Hargium Samouelle).
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Abb. 3
#2
inquisitor (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebSchläfen viel kürzer als die Augen, glatt und glänzend, mit nur vereinzelten Punkteindrücken. Flügeldecken mit rötlichem Schimmer. Zwischen der dichten, fleckigen, grauen Behaarung treten 2 schwarze ± vollständige Querbinden und zahlreiche unregelmäßige schwarze Punkte deutlich hervor [Abb. 4]. Flügeldecken mit 2 oder 3 kräftigen Längsrippen. 10-21 mm. Häufig. IV-VIll auf Blüten und Holz. Ab IX Käfer in Puppenwiegen. Larve unter der Rinde von Nadelhölzern.
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Abb. 4
→ 3-Schläfen so lang oder länger als die Augen, deutlich punktiert und behaart. Flügeldecken mit 2 gelben Querbinden, von gleicher Farbe ist die auf den Flügeldecken fleckig verteilte Behaarung.
#3
sycophanta (Schrk., 1781)Fundmeldungen🗺ColeowebJede Flügeldecken hinter der Basis, zwischen Schildchen und Schulter, höckerartig erhoben. Schläfen beim ♀ etwa parallel, beim ♂ nach hinten backenartig erweitert. Gewöhnlich 2 ± ockergelbe Querbinden auf den Flügeldecken [Abb. 5], sehr selten zu einer vereint (bei ♂). 17-30 mm. Käfer nicht selten an Eichenstümpfen. V-VII auf Blüten und Holz. Larven unter der Rinde von Eichen, seltener auch anderer Laubbäume.
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Abb. 5
mordax (Geer, 1775)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Jede Flügeldecken an der Basis gleichmäßig gerundet, ohne höckerartige Erhebung. Schläfen nach hinten verengt (♀) oder fast parallel (♂). Vor dem aufgebogenen Hinterrand des Halsschild noch eine dazu parallellaufende, meist deutliche, kielartige Erhebung. Zwischen den ± graugelben Flügeldeckenbinden außen am Seitenrand ein großer, schwarzer unbehaarter Fleck [Abb. 6] [Abb. 7]. 13-22 mm. Häufig. V-VIII auf Blüten und Holz, vor allem Stubben. Larve unter der Rinde von Laubhölzern, seltener auch von Nadelbäumen. Überwintert als Käfer in der Puppenwiege.
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Abb. 6
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Abb. 7
Enthaltene Taxabifasciatum inquisitor mordax sycophanta
Erstellt am: 18.05.2010 · Letzte Aktualisierung: 29.12.2024 - 18:48:17
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