Gattung Ptiliolum

ColeopteraPtiliidae
Von Arved Lompe (n. C. Besuchet)
Halsschildbasis ± verengt, die Hinterwinkel abgerundet oder gewinkelt. Flügeldecken 2,4-2,7 x so lang wie der Halsschild, der Humeralwinkel abgerundet, die Naht einfach. Hinterrand des Pygidiums gezähnelt, der mittlere Zahn meist größer. ♂: Vorderschienen am Ende in ein Büschel von Borsten verlängert. Die Ptiliolum-Arten leben in faulenden Pflanzenabfällen, Mist und Exkrementen verschiedener Tiere. Die Bestimmung von Ptiliolum spencei, fuscum, marginatum und hopffgarteni ist oft schwierig; es ist für eine genaue Bestimmung unerläßlich, die Geschlechtsmerkmale der ♂ und die Spermathecae der ♀ zu studieren.
#1
sahlbergi Flach, 1888🗺ColeowebBehaarung von Halsschild und Flügeldecken zusammengesetzt aus mittellangen und winzigen, sehr zahlreichen, anliegenden Haaren, die der Oberseite einen gräulichen Schimmer geben. Körnung des Halsschildes ähnlich derjenigen der Flügeldecken, aus sehr kleinen Körnchen gebildet. Halsschildhinterwinkel abgerundet. ♂: Hinterschenkelring am Innenrand mit 5 großen Borsten [Abb. 1]. ♀: Spermatheca [Abb. 2]. 0,65-0,75 mm. Boreoalpine Art: Skandinavien, Nordengland, gebirgige Regionen in Mitteleuropa und Seealpen
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Behaarung von Halsschild und Flügeldecken nur aus mittellangen Haaren. Körnung des Halsschildes von derjenigen der Flügeldecken verschieden
#2
→ 3Körnung der Flügeldecken stärker als jene des Halsschildes. Gelblichbraune Arten. .
→ 4-Körnung des Halsschildes stärker als jene der Flügeldecken. Schwärzlichbraune Arten.
#3
stockmanni Bes.🗺ColeowebHalsschild in gerader Linie bis zu den abgerundeten Hinterwinkeln verengt. Körnung des Halsschildes erloschen, durch eine deutliche Retikulation der Oberseite ersetzt. Augen kleiner. Allgemeine Form ziemlich abgeflacht. ♂: Ohne besondere Geschlechtsmerkmale. ♀: Spermatheca [Abb. 3]. 0,8 5-0,9 mm. Finnland: Umgebung von Helsingfors
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Abb. 3
caledonicum (Sharp)🗺Coleoweb-Halsschild nahe den stumpfwinkligen Hinterwinkeln eingeschnürt. Körnung des Halsschildes hinten ziemlich gut markiert, wenn auch schwach; Retikulation der Halsschildoberseite feiner, weniger deutlich. Augen gut entwickelt. Allgemeine Form ziemlich gewölbt. ♂: 5. Sternit nahe am Hinterrand mit 2 genäherten Bündeln kräftiger Borsten, die schräg nach hinten aufgerichtet sind; 6. Sternit mit einer kleinen bogigen Ausbuchtung am Hinterrand. ♀: Spermatheca [Abb. 4]. 0,8-0,88 mm. Boreo-alpine Art: Schottland, Skandinavien, Slowakei und Alpen; in Deutschland im Naturwaldreservat "Schrofen" bei Garmisch-Partenkirchen nachgewiesen; 1995 in Anzahl in der Rinde abgestorbener Fichten im Nationalpark Bayerischer Wald. Selten. (=croaticum (Matth.))
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Abb. 4
#4
→ 5Halsschild vor den auffallend eckigen Hinterwinkeln deutlich eingeschnürt.
→ 6-Halsschild regelmäßig und deutlich bis zu den vollständig abgerundeten Hinterwinkeln verengt.
#5
schwarzi (Flach, 1887)Fundmeldungen🗺ColeowebKopfoberseite vollständig frei von Körnchen, matt, äußerst kleinmaschig, gut markiert, nicht zusammenfließend retikuliert. Körnung des Halsschildes wenig kräftig. ♂: Scheibe des Metasternums mit großem und deutlichem Eindruck. Hinterschenkelbasis am Innenrand mit einem Borstenbüschel [Abb. 5]. ♀: Spermatheca [Abb. 6]. 0,8 mm. Europa. (=asperum (Britten))
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Abb. 5
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Abb. 6
wuesthoffi Rossk., 1934Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kopfoberseite mit ziemlich großen Körnchen, zwischen diesen etwas glänzend und undeutlich retikuliert. Körnung des Halsschildes besonders kräftig. ♂: Ohne besondere Geschlechtsmerkmale. ♀: Spermatheca [Abb. 7]. 0,65-0,7 mm. Rheinland, Norddeutschland, Südschweden, Südnorwegen und Südfinnland
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Abb. 7
#6
→ 7Kleinere Arten, zwischen 0,65 und 0,75 mm. Halsschildbreite zwischen 0,26 und 0,29 mm
→ 8-Größere, robustere Arten, zwischen 0,75 und 0,95 mm. Halsschildbreite zwischen 0,31 und 0,38 mm
#7
spencei (Allib., 1844)Fundmeldungen🗺ColeowebKörnung des Halsschildes weniger dicht, aber ausgeprägter, deutlich stärker als diejenige der Flügeldecken. Haare der Oberseite etwas länger. ♂: Hinterschenkelring am Innenrand mit einer sehr langen Borste [Abb. 8]; 6. Sternit in der Mitte mit einem deutlichen Grübchen. ♀: Spermatheca [Abb. 9]. 0,65-0,75 mm. Europa, häufig. (=angustatum (Er.)) (=oblongum (Gillm.)) (=foersteri (Matth.))
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Abb. 8
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Abb. 9
fuscum (Er., 1845)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Körnung des Halsschildes ziemlich dicht, aber feiner, nur wenig stärker als diejenige der Flügeldecken. Haare der Oberseite kürzer. ♂: Ende des Hinterschenkelringes gekrümmt und vorspringend, mit einer Reihe ziemlich langer Borsten [Abb. 10]; Unterseite des Hinterleibs mit einem ziemlich tiefen, nach hinten breiter werdenden Eindruck auf dem 4.-6. Sternit. ♀: Spermatheca [Abb. 11] [Abb. 12]. 0,65-0,75 mm. Europa und Nordafrika, häufig. (=flachi (Keitt.))
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#8
marginatum (Aubé, 1850)🗺ColeowebHalsschildseitenrand kaum deutlich. Fühler gelblich. ♂: Hinterschenkelbasis am Innenrand mit einer Reihe kräftiger Borsten [Abb. 13]; Unterseite des Hinterleibs mit einem deutlichen, nach hinten breiter werdenden Eindruck auf dem 5.-6. Sternit; Hinterrand des 5. Sternits nach hinten in 2 leicht gerundete, einander genäherte Vorsprünge verlängert; Hinterrandmitte des 6. Sternits tief bogenförmig ausgeschnitten, am Grund des Ausschnittes mit 2 sehr kleinen gerundeten Vorsprüngen und 2 ziemlich langen, schlanken Platten. ♀: Spermatheca [Abb. 14]. 0,75-0,85 mm. Südengland, Dänemark, Südschweden, Frankreich, Südeuropa und die Ufer des Kaspischen Meeres; in Deutschland in Oberfranken sowie bei Brühl/Rhld. (Autokescher). (=lederi (Flach))
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Abb. 13
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Abb. 14
hopffgarteni Flach🗺Coleoweb-Halsschildseitenrand sehr schmal, aber gut erkennbar. Fühler hellbraun. ♂: Hinterschenkelring am Innenrand mit 6 kleinen Zähnchen; Hinterschienen am Innenrand hinter der Mitte mit einer Gruppe kräftiger Domen [Abb. 15]; Hinterrand des 5. Sternits nach hinten in einen ziemlich großen, gerundeten Vorsprung verlängert; 6. Sternit zeigt einen leichten Eindruck. ♀: Spermatheca [Abb. 16]. 0,85-0,95 mm. Liguria, Emilia, Kroatien und Dobrudscha
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Abb. 15
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Abb. 16
Enthaltene Taxacaledonicum fuscum hopffgarteni marginatum sahlbergi schwarzi spencei stockmanni wuesthoffi
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 18.09.2020 - 14:05:49
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