Gattung Pachyrhinus Schoenherr, 1823

ColeopteraRhynchophoraCurculionidaeBrachyderinae
Von Arved Lompe (n. S. Smrecynski, J. Rheinheimer)
Habituell den Polydrusus-Arten ähnlich, Rüssel sehr kurz, konisch, die halbkreisförmig abgegrenzte Spitzenfläche mit Mikroskulptur. In Mitteleuropa 2 Arten, von denen eine erst kürzlich (2001) eingeschleppt wurde. In Europa 10 Arten der Gattung.
Nicht bearbeitet:
Frankreich, Spanien ...cedri (Chevrolat, 1866)
Spanien ...dentipes (Seidlitz, 1867)
Spanien ...eusomoides (Desbrochers, 1904)
Spanien, Portugal ...glabratus (Chevrolat, 1866)
Spanien ...ibericus (Stierlin, 1884)
Spanien ...javeti (Desbrochers, 1871)
Spanien ...lopezi (Hoffmann, 1956)
Frankreich, Portugal, Spanien, Kanarische Inseln. ...squamosus (Kiesenwetter, 1851)
#1
mustela (Hbst., 1797)Der ganze Körper mit langen, spitzigen Schuppen bedeckt, welche an den Seiten des Körpers und auf dem 1. und 2. Zwischenraum breiter und silberglänzend, auf den übrigen Teilen golden oder kupferig marmoriert sind. Flügeldecken außerdem mit wenig dichten, stark geneigten Börstchen, auf dem 1.-3. Zwischenraum hinter dem Schildchen mit ziemlich tiefer Querdepression. Schenkel ungezähnt, Fühler und Beine rotgelb, Fühlerkeule dunkel. 6-8 mm. Vom Rhein bis Siebenbürgen. An Pinus.
lethierryi (Desbrochers, 1875)-Dicht metallisch grün beschuppt [Abb. 1], die Schuppen eiförmig. Vom Habitus des häufigen Polydrusus pterygomalis, der Kopf ist aber hinter den Augen nicht erweitert. Die Flügeldecken tragen auf den Zwischenräumen schräg abstehende schwarze Borsten. Aedoeagus [Abb. 2]. 4,0-5,5 mm. Im Ursprungsgebiet an Juniperus oxycedrus L., J. phoenicea L. sowie Cupressus sempervirens L. (Cupressaceae), bei uns auch an Thuja-Arten. Die Larve ernährt sich wahrscheinlich im Boden von Wurzeln und könnte aus dem Süden mit Pflanzballen eingeführt worden sein. Ob eine dauerhafte Ansiedlung besteht, müssen weitere Beobachtungen zeigen. Als guter Flieger kann sich die Art rasch ausbreiten und wäre vor allem in warmen Stadtlagen an Wachholdern, Zypressen oder Thuja zu erwarten. In Pforzheim 2001 erstmals in Deutschland gefunden, weitere Funde in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (Loccum/Krs. Nienburg); auch aus den Niederlanden und Großbritannien gemeldet; urprünglich in Frankreich und Sardinien.
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Abb. 1
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Abb. 2
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