Gattung Oligella Motsch.

ColeopteraPtiliidae
Von Arved Lompe (n. C. Besuchet)
Halsschild mit einem sehr deutlichen Basaleindruck oder einer ziemlich breiten und tiefen Mittelfurche. Prosternum ziemlich groß. Metasternum auf jeder Seite, von den Vorderwinkeln ausgehend, mit einem kleinen Kiel, der seitlich schräg zu den Hinterhüften verläuft, aber kaum die Mitte des Metasternums überschreitet. ♂: Ohne äußere Geschlechtsmerkmale. ♀: Genitalarmatur unbewaffnet.
#1
→ 2Mittelfurche des Halsschildes kurz, nicht über das vordere Viertel desselben reichend. 10. Fühlerglied flaschenhalsartig ausgezogen; Glied 4-8 oval, ohne Einschnürung vor der Basis [Abb. 1]. Pygidium in 1 kleines Spitzchen endend.
oligella_intermedia_fgld.gif
Abb. 1
→ 3-Mittelfurche des Halsschildes fast auf der ganzen Länge desselben deutlich. 10. Fühlerglied ohne apikale Verengung; Glied 4-8 mit einer sehr deutlichen Einschnürung vor der Basis [Abb. 2]. Pygidium in 2 kleine Spitzchen endend.
Bild fehlt:
oligella_nanaf_gld.gif
Abb. 2
#2
foveolata (Allib., 1844)Halsschild mit einem gut markierten Basaleindruck, in welchem sich eine ± verlängerte Mittelfurche befindet. Halsschildseitenrand undeutlich. Fühlerglieder 4-8 kürzer. Allgemeine Form mehr schlank. Färbung ± hellbraun. 0,55-0,58 mm. Europa. Nicht selten in faulendem Stroh, besonders in Mist. (excavata (Er.))
intermedia Bes., 1971-Halsschild nur mit einer Mittelfurche, diese tief, ziemlich breit, meist bis zum vorderen Halsschilddrittel deutlich. Seitenrand desselben zwischen Mitte und Hinterwinkeln sehr deutlich. Fühlerglieder 4-8 länger. Allgemeine Form mehr robust. Färbung dunkelbraun. 0,59-0,64 mm. Kantone Waadt und Genf, wurde neuerdings in Großbritannien sowie im nordöstlichen Niedersachsen gefunden und dürfte daher in Mitteleuropa weiter verbreitet sein. Im Humus am Fuße alter Bäume.
#3
nana (Strand)Haare der Oberseite mittellang, nach hinten geneigt aber nicht anliegend. Halsschildfurche etwas länger und auf der ganzen Länge regelmäßiger markiert. Intercoxalplatte des Metasternums kleiner und weniger deutlich verengt [Abb. 3]. Färbung schwärzlich braun. 0,5 mm. Schweden, Norwegen: Umgebung von Oslo, 2 ♀ in Hühnerkot.
oligella_nana_icp.gif
Abb. 3
insignis (Matth., 1861)-Haare der Oberseite ziemlich kurz, anliegend. Halsschildfurche etwas kürzer, im hinteren Drittel des Halsschildes durch ein tiefes Grübchen gebildet, das sich nach vorn und hinten in eine allmählich abnehmende Furche verlängert. Intercoxalplatte des Metasternums größer und deutlicher verengt [Abb. 4]. Färbung ± hellbraun. 0,48-0,51 mm. England: Umgebung von London, 1♀; Norddeutschland: Lübeck.
oligella_insignis_icp.gif
Abb. 4
Enthaltene Taxafoveolata insignis intermedia nana
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)