Gattung Monochamus Guér.

ColeopteraPolyphagaPhytophagaCerambycidaeLamiinaeLamiini
Von Gerhard Brunne und Arved Lompe (n. K.W. Harde, U. Bense)
Wallin, H. & al. (2013): A review of the European species of Monochamus Dejean, 1821 (Coleoptera, Cerambycidae) - with a description of the genitalia characters - Norwegian Journal of Entomology, 60:11-38 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Wallin_et_al2013 Monochamus.pdf"
Fühler sehr lang, beim ♀ länger als der Körper, beim ♂ bis zu mehr als doppelt so lang wie der Körper. Bei allen Arten sind die Fühler im ♂ Geschlecht einfarbig schwarz oder braun, im ♀ Geschlecht die einzelnen Glieder vom 3. ab an der Basis durch weißliche oder gelbliche Behaarung hell geringelt. 6 Arten in Europa, die alle in Nadelholz leben.
#1
→ 2Flügeldecken im vorderen Drittel mit einem deutlichen Quereindruck; Schildchen dicht und gleichmäßig gelblichweiß tomentiert.
→ 3-Flügeldecken im vorderen Drittel ohne deutlichen Quereindruck; das helle Toment des Schildchens durch einen kahlen, medianen Streifen ganz [Abb. 1] oder nur bis zur Hälfte [Abb. 2] geteilt.
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Abb. 1
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Abb. 2
#2
urussovi (Fischer, 1806)🗺ColeowebFlügeldecken im hinteren Viertel auffallend dicht, hell gelblichweiß behaart [Abb. 3], zur Spitze hin sehr fein und gedrängt punktiert. Körper überwiegend schwarz; Kopf und Halsschild mit spärlicher, weißer oder gelblicher Grundbehaarung; Halsschild und Flügeldecken beim ♀ mit einigen weißgrauen Haarflecken, beim ♂ überwiegend schwarz und höchstens mit undeutlichen Haarflecken; Fühler lang oder sehr lang, beim ♂ einfarbig schwarz, beim ♀ ab dem 3. Glied an der Basis hell weißlich oder gelblich geringelt. 20-35 mm. B: Entwicklung in Europa nur in Fichte. Larven unter der Rinde und im Holz von frisch abgestorbenen oder kranken Bäumen, besonders im Bereich der Stammbasis. Generationsdauer 1 oder 2 Jahre. Imagines von VI.-IX., an den Brutpflanzen, wo sie an Zweigen und Nadeln fressen. V: Nordeuropa, Rußland bis Asien. (rosenmuelleri (Cederjelm, 1798))
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Abb. 3
sartor (F., 1787)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Die helle Behaarung im letzten Viertel der Flügeldecken schräg angehoben, verstreut, nicht auffallend dicht [Abb. 4], zur Spitze hin fein, aber deuthch rugos punktiert, ohne zimtbraunes, anliegendendes Grundtoment. Das Schildchen dicht und gleichmäßig, gelblichweiß tomentiert; ohne kahle Mittellinie. Schwarz; Flügeldecken beim ♂ höchstens mit undeutlichen, beim ♀ meist mit vielen weißlichen Haarflecken. Flügeldecken beim ♂ nach hinten deutlich schmaler werdend, beim ♀ kaum. 21-35 mm. B: VII-VIII, an berindeten Fichtenstämmen. Larve in Fichten, vor allem in gefällten Stämmen, anfangs unter der Rinde, später im Holz. Dadurch technisch schädlich. V: Europa; bei uns vor allem in Gebirgsgegenden, gelegentlich mit Holz verschleppt.
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Abb. 4
#3
→ 4Flügeldecken in der ganzen Länge stark punktiert (schon bei 10-facher Lupenvergrößerung gut erkennbar); an der Basis körnig.
→ 3a-Flügeldecken nur an der Basis deutlich, aber kaum körnig punktiert, nach hinten nur sehr fein und zerstreut punktiert.
#3a
saltuarius (Gebler, 1830)🗺ColeowebFlügeldecken im hinteren Drittel glänzend, ohne Mikroskulptur. Flügeldecken und Halsschild mit zahlreichen gelblichen Tomentflecken, dazwischen samtschwarze Grundbehaarung (mit bloßem Auge deutlich); die Flecken bilden in der Mitte der Flügeldecken oft ein helles Querband [Abb. 5]. Vorderbrust mit queren Riefen. Kopf von vorne betrachtet schmal, gestreckt. ♂: Innensack des Aedoeagus [Abb. 6] ohne Sklerite. 11-19 mm. B: VI-VIII. Larve in Fichte und Kiefer. V: Seltene Art, im östlichen Alpengebiet, Tschechoslowakei, Karpaten ostwärts bis nach Japan.
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Abb. 5
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Abb. 6
impluviatus Motschulsky, 1859🗺Coleoweb-Flügeldecken im hinteren Drittel durch deutliche Mikroskuptur matt; mit zahlreichen gelblich-weißen Flecken [Abb. 7]. Vorderbrust mit kurzen Querriefen, die ein unregelmäßiges viereckiges Muster bilden. Kopf von vorne betrachtet breit, quadratisch. ♂: Aedoeagus [Abb. 8] im Innensack mit T-förmigem Sklerit [Abb. 9].
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
#4
sutor (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebDas Toment des Schildchens ist in der ganzen Mittellinie durch einen glatten, unbehaarten Streifen getrennt [Abb. 1]. Schwarz; Flügeldecken mit ± weißgelben Tomentflecken, die aber auch fehlen können (besonders beim ♂); dazwischen ein fleckig verteiltes, zimtbraunes, flach anliegendes Grundtoment. Halsschild beim ♂ fast ungefleckt, beim ♀ mit 2 hellen Tomentflecken vor der Mitte Fühler und Beine schwarz (erstere beim ♀ weiß geringelt). Flügeldecken bis zur Spitze dicht gedrängt punktiert. 15-24 mm [Abb. 10]. B: VII-IX, an berindetem Nadelholz. Larve in Nadelbäumen, vor allem in Fichte, aber auch in Tanne. Schädling wie sartor. V: Häufigste Art der Gattung, bei uns in manchen Gebieten (vor allem im Tiefland) fehlend oder nur importiert.
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Abb. 1
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Abb. 10
galloprovincialis (Ol., 1795)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Das Toment des Schildchens ist nur an der Basis durch einen - manchmal sehr kleinen - unbehaarten Fleck in der Mittellinie getrennt [Abb. 2]. Tomentierung der Flügeldecken ähnlich wie bei sutor, meist ockergelb, aber auch weißgrau bis gelblich [Abb. 11] [Abb. 12]. Halsschild beim ♂ und ♀ mit zahlreichen kleinen, weißgelben Tomentflecken. Fühler und Beine rotbraun (Stammform), bei der var. pistor Germ. aber schwarz (Fühler beim ♀ weiß geringelt). Flügeldecken zur Spitze hin viel weitläufiger punktiert. Punkte hin und wieder in Längsreihen stehend. 12-25 mm. B: VI-IX, Käfer benagen auch die Rinde junger Zweige und Triebe. Larve vorwiegend in Kiefern. Schäden wie bei sutor. V: In Mitteleuropa überwiegend die var. pistor, in Westeuropa und Südwesteuropa die Nominatform. Letztere bei uns nur sehr selten im westdeutschen Raum, z. B. bei Frankfurt a. Main. Meist seltener als sutor. Die in der Fauna Europaea aufgeführte ssp. pistor ist bestenfalls eine Varietät (siehe oben).
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Abb. 2
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Abb. 11
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Abb. 12
Enthaltene Taxagalloprovincialis impluviatus saltuarius sartor sutor urussovi
Erstellt am: 31.03.2013 · Letzte Aktualisierung: 13.05.2022 - 01:16:21
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