Gattung Molops Bonelli, 1810 - mitteleuropäische Arten

CarabidaePterostichini
Von Arved Lompe (n. H. Freude)
Von Pterostichus durch oben behaarte Tarsen sowie ziemlich kurze, vom 3. Glied ab behaarte Fühler verschieden. 3. Flügeldeckenintervall ohne Porenpunkte, der 9. Flügeldeckenstreifen hinten verbreitert. Oberseite glänzend schwarz oder schwarzbraun, die Körperanhänge ± bräunlich. Eine europäische Gattung, östlich bis zu den Karpaten verbreitet. Aus Mitteleuropa. bisher 5 Arten bekannt, die hier behandelt werden. Eine Tabelle aller Arten siehe >>>Molops
#1
striolatus (F.)🗺ColeowebHalsschildbasis breiter als der Vorderrand, Seitenrand zur Basis ± breiter wulstig, der innere Basaleindruck meist kleiner und schwächer als der äußere. Aedoeagus [Abb. 1]. Größte Art in Mitteleuropa, 15-21 mm. Montan in Südosteuropa, in Mitteleuropa nur in Kärnten (Karawanken).
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Abb. 1
→ 2-Halsschild zur Basis stärker verengt, diese nicht breiter, meist schmaler als der Vorderrand, Seitenrand nach hinten meist nicht verbreitert, der innere Basaleindruck nicht schwächer als der äußere.
#2
→ 3Halsschildseitenrand bis zur kurz seitlich vorspringenden Hinterecke konvex [Abb. 2]. Größer, 12-18 mm.
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Abb. 2
→ 4-Halsschildseitenrand vor der Hinterecke mit deutlich konkavem Schwung [Abb. 3]. Kleiner, 9-14 mm
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Abb. 3
#3
elatus (F., 1801)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken kürzer oval. Halsschildbasis so breit wie der Vorderrand, Seitenrand schwächer gebogen. Penisspitze gerade. 12-18 mm. Montan in Mitteleuropa, südlich bis Bosnien. Fehlt in der norddeutschen Tiefebene und den Niederlanden. Waldbewohner tiefer Gebirgslagen.
alpestris (Dej.)🗺Coleoweb-Flügeldecken länger oval. Halsschildbasis deutlich schmaler als der Vorderrand, Seitenrand stärker gebogen. Penisspitze leicht gekrümmt. 14-17 mm. Montane Art in Südosteuropa. Keine sicheren Funde in Mitteleuropa
#4
ovipennis Chaud.Fundmeldungen🗺ColeowebDer Kopfschildseitenrand über den Fühlerwurzeln stärker, etwas ungleichmäßig konvex gebogen [Abb. 4]. 8. und 9. Zwischenraum schmal, zusammen nicht breiter als der 7. [Abb. 5]. Flügeldeckenseitenrand flacher konvex. Halsschild stärker quer. Penisspitze einfach flach gebogen [Abb. 6]. 11-13 mm. D: Montan in den Südostalpen. In Mitteleuropa nur in Kärnten und Steiermark
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 5-Der Kopfschildseitenrand über den Fühlerwurzeln flacher konvex gebogen [Abb. 7]. 8. und 9. Zwischenraum im Bereich der Flügeldeckenmitte nicht auffallend schmal, zusammen etwa so breit wie der 7. [Abb. 8]. Flügeldeckenseitenrand stärker konvex. Halsschild schwächer quer. Penisspitze etwas gedreht.
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Abb. 7
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Abb. 8
#5
piceus (Panz., 1793)Fundmeldungen🗺ColeowebAm leichtesten im ♀ Geschlecht erkennbar: Bei Ansicht von oben hinten sind die Flügeldecken deutlich abgestutzt beziehungsweise ausgerandet und zahnförmig ausgezogen [Abb. 9]. ♂ Kopf groß, so breit wie die Flügeldeckenbasis. Oberkiefer kräftiger, Außenrand in gleichmäßigem Bogen zur Spitze gekrümmt. Flügeldeckenseitenrandkehle ziemlich schmal. Penis: [Abb. 10] [Abb. 11]. 9-14 mm. D: Von Frankreich bis Kleinasien. Nicht so ausgesprochen montan wie die übrigen Arten. Fehlt im Gebiet der Ostalpen. Im Norden selten, im Nordosten fraglich.
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
austriacus Ganglbauer, 1889Fundmeldungen🗺Coleoweb-Sehr ähnlich dem vorigen, vielleicht nur geographische Rasse. Flügeldecken der ♀ hinten gleichmäßig gerundet. ♂ mit etwas kleinerem Kopf, nicht so breit wie die Flügeldeckenbasis. Oberkiefer weniger kräftig, sein Außenrand vor der Spitze fast etwas abgewinkelt. Flügeldeckenseitenrandkehle breiter. Penis mit etwas ausgeprägterem seitlichen Zähnchen. 9-14 mm. B: In Gebirgswäldern der Alpen. D: Überall im Gebiet der Ostalpen, südlich bis Albanien, Mazedonien. In Mitteleuropa in Österreich außer Vorarlberg und Nordwesttirol.
Enthaltene Taxaalpestris austriacus elatus ovipennis piceus striolatus
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 27.04.2023 - 12:06:10
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