Untergattung Metophonus Bedel 1895

CarabidaeHarpalinaeHarpaliniOphonus
Von Arved Lompe (n. H. Freude)
Sciaky, R. (1991): Bestimmungstabellen der westpaläarktischen Ophonus-Arten - Acta Coleopterologica, 7(1): 1-45 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Sciaky1991 Ophonus.tif"
Kopf gleichmäßig punktiert. Schläfen abstehend behaart, Pubeszenz der Flügeldecken ± aufgerichtet, wie kurzgeschoren, Tarsen oberseits behaart. Oberseite manchmal metallisch, dann aber Arten unter 9,5 mm oder die Halsschildhinterwinkel scharf. Flügeldeckenskulptur rundmaschig. 1. Hintertarsenglied kaum länger als das 2. (andernfalls beachte die Gattung >>>Parophonus). In Bearbeitung [Abb. 1]
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Abb. 1
#1
→ 2Oberseite metallisch blau oder grün. Halsschildhinterwinkel ziemlich scharf, etwa rechtwinklig, seine Basis ungerandet. 9-11,5 mm
→ 3-Oberseite braun oder schwarz, seltener metallisch, dann aber kleiner (unter 9 mm), Halsschildhinterwinkel stumpf und seine Basis meist gerandet
#2
laticollis Mannerheim, 1825Halsschildseitenrand zu Beginn des basalen Fünftels mit einem Borstenpunkt. Beine kürzer, kräftig, 1. Hintertarsenglied deutlich länger als das 2.. Flügeldeckenfurchen etwas stärker. ♂: 2. Vordertarsenglied breiter als das 3.. Penis mit deutlich aufgesetztem Endscheibchen. 9-11 mm. Europa ohne den hohen Nord, Westasien bis Sibirien. In Mitteleuropa meist selten, in Norddeutschland sehr selten, nur in Wärmegebieten häufiger. Von der Ebene bis subalpin. Gelegentlich in Fruchtständen von Daucus carota oder anderen Umbelliferen. (=nitidulus Stephens, 1829) (=punctatulus Dft. 1812 nec. Fbr., 1792)
gammeli Schauberger 1933-Halsschildseitenrand zu Beginn des basalen Fünftels ohne Borstenpunkt. Beine länger und schlanker, 1. Hintertarsenglied kaum länger als das 2.. Flügeldeckenfurchen etwas feiner. ♂: 2. Vordertarsenglied nicht breiter als das 3.. Penis am Ende nur kurz schräg aufgebogen. Dem laticollis sehr ähnlich, jedoch ist der Halsschild breiter, zur Basis weniger stark verengt. 9-11,5 mm. Südosteuropa, Polen, Ungarn, südöstliches Mitteleuropa, hier nur in der Umgebung von Wien und der Tschechoslowakei festgestellt, sehr verstreut und sehr selten
#3
→ 4Halsschildhinterwinkel abgerundet oder stumpf, der Seitenrand davor höchstens schwach konkav, Halsschildbasis stets deutlich gerandet. Oberseite meist metallisch
→ 6-Halsschildseiten vor den Hinterwinkel deutlicher konkav geschwungen, die Hinterecken ± scharf. Stets ohne Metallschimmer. Halsschildbasis gerandet oder ungerandet.
#4
cribricollis Dejean 1829FundmeldungenFlügeldeckenfurchen im Grunde unpunktiert, glattrandig, nur selten mit Andeutungen einzelner Punktausrandungen. Oberseite schwarz mit ± blauem Metallschimmer, Schenkel schwärzlich, Schienen und Tarsen meist heller, 1. Fühlerglied deutlich heller als die anderen Glieder. Flügeldecken ziemlich matt, sehr dicht punktiert. Penisspitze einfach eingebogen, ohne Endscheibchen. 7,5-9 mm. Südeuropa, westlich bis Südfrankreich, im Osten bis Westasien. In Mitteleuropa im Burgenland und Niederösterreich sowie Mähren. Xerophil
→ 5-Beine ± einfarbig hell, 1. Fühlerglied nicht auffallend heller als die folgenden Glieder. Flügeldeckenfurchen im Grunde regelmäßig, wenn auch oft sehr fein punktiert, ihre Kante nicht ganz glattrandig, sondern von Punkten angegriffen.
#5
azureus (F., 1775)Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite ± metallisch, grün oder blau, sehr selten schwarz. Beine rotgelb bis rotbraun. Schulterzähnchen undeutlich, Schultern höchstens stumpf gewinkelt. Halsschild stärker quer. Flügeldecken stark chagriniert. Penis mit schräg gestelltem Endscheibchen. Durchschnittlich etwas größer, 7-9 mm. Europa bis Westen Asien, in Nordeuropa und im nordwestlichen Mitteleuropa selten oder fehlend. Auf xerothermen Kalk- und Sandböden. In Böhmen und Niederösterreich die f. bohemicus Roubal 1917 mit dichter punktiertem Kopf und Halsschild, im Süden die vorwiegend blaue ssp. gallicus Pater 1939 ; (=similis sensu Schauberger 1927 nec Dejean) (similis Dejean 1829 ist eine selbständige Art, die nicht in Mitteleuropa vorkommt.)
subquadratus Dej., 1829Fundmeldungen-Oberseite schwarz ohne Metallglanz. Schultern deutlich gewinkelt. Halsschild weniger quer. Flügeldecken etwas glänzender, weniger stark chagriniert und kräftiger punktiert. Penis ohne Endscheibchen. 6,5-8,5 mm. Südeuropa, in Mitteleuropa nur aus Baden (Kaiserstuhl) und Hessen (Wärmestellen) bekannt.
#6
→ 7Halsschildbasis vollständig oder nur teilweise gerandet, die Randlinie oft sehr fein und undeutlich. In allen Zweifelsfällen folge man dieser Leitzahl.
→ 12-Halsschildbasis ohne die Spur einer Randlinie.
#7
cordatus (Duft., 1812)FundmeldungenHalsschild dicht punktiert, zur Basis besonders stark konkav verengt, die rechtwinkligen Hinterwinkel liegen innerhalb des Ursprungs der 5. Flügeldeckenfurche. Die Punkte in den Flügeldeckenfurchen etwa so groß wie die der Intervalle. Fühler und Beine hellrot bis dunkelbraun. Penisspitze kurz eingebogen, ohne Apikalscheibchen. 7,5-10 mm. Europa ohne das nördliche Großbritannien und Norddeutschland; östlich bis Sibirien. In Mitteleuropa selten, nur in Wärmegebieten zeitweise häufiger.
→ 8-Halsschild zur Basis weniger stark verengt, seine Hinterwinkel liegen außerhalb des Ursprungs der 5. Flügeldeckenfurche. Schwarze Arten mit ± hellen, rotbraunen Beinen.
#8
→ 14Die inneren Flügeldeckenintervalle nur unvollständig punktiert, 2- bis unregelmäßig 3-reihig. Vergleiche rufibarbis, wo gelegentlich Zweifel am Vorkommen einer Halsschildbasalrandung bestehen können. 7,5-9 mm
→ 9-Alle Flügeldeckenzwischenräume gleichmäßig dicht unregelmäßig 3- bis 4reihig punktiert, selten 2- bis 3reihig (parallelus, LZ >>>11), dann aber kleiner, unter 7,5 mm
#9
→ 10Größere Arten von 7-10 mm. Halsschildbasalrand meist vollständig
→ 11-Kleinere Arten von 5,5-7,5 mm. Halsschildbasalrand gewöhnlich unvollständig.
#10
puncticollis (Payk., 1798)FundmeldungenHalsschild stark verbreitert, nach vorn stark gerundet verengt, nach hinten länger eingebuchtet, seine Basalrandung immer deutlich und vollständig, Basaleindrücke tiefer, Punktur grob, auf der Scheibe spärlich. Der Kopf erscheint durch die ziemlich stark vortretenden Augen breiter. Episternen der Hinterbrust kürzer, höchstens 1 1/2 x so lang wie vorn breit. Penis ähnlich dem des puncticeps. 7-10 mm. Von 5.-, Mittel- und südliches Nordeuropa bis Sibirien. In Mitteleuropa besonders in Wärme- und Kalkgebieten, meist nicht häufig, im Norden selten.
puncticeps (Steph., 1828)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild ziemlich schmal und seitlich nur schwach s-förmig geschwungen. Halsschildmitte gegenüber puncticollis dichter und gleichmäßiger punktiert. Episternen der Hinterbr, grob punktiert, doppelt so lang wie vorn breit. 7-9 mm. Von Nordspanien bis ins westliche Asien verbreitet, in Mitteleuropa ziemlich selten. Wurde auch in Fruchtständen von Daucus carota gefunden.
#11
melleti Heer, 1837FundmeldungenOberseitenpunktierung dichter, Flügeldeckenzwischenräume 3- bis 4reihig punktiert. Halsschild zur Basis weniger verengt, die Seiten mit 2(-3) Randborsten, zur Basis stärker ausgeschweift, seine Hinterwinkel recht- bis schwach spitzwinklig. Penis mit schräg nach außen gerichtetem Endscheibchen. 5,5-7,5 mm. Von Frankreich, England und Südschweden über Europa südl. bis Norditalien, im Osten bis zur Krim verbreitet, bei uns selten. Bevorzugt Kalk- und Wärmegebiete.
parallelus Dejean 1829-Oberseite spärlicher punktiert, Flügeldeckenzwischenräume 2- oder unregelmäßig 3-reihig. Halsschild zur Basis stärker verengt, die Seiten mit 1(-2) Randborsten, vor den stumpfwinkligen, ± verrundeten Hinterecken schwächer ausgerandet. Penis mit senkrechtem Endscheibchen. 5-7 mm. Süd- und Westeuropa, nördl. bis Südengland, südwestl. Mitteleuropa. In Südwestdeutschland selten (südl. Rheinland, Baden, Hessen, Bayern). Eine Meldung aus Schlesien erscheint zweifelhaft. (=zigzag Costa 1882)
parallelus Dejean 1829-von vorigen durch stärker gestreckten und parallelen Körper unterschieden. 5-6 mm. Bosnien, Dalmatien, Österreich (Wien). (=apfelbecki Schaub.) (=medieuropaeus Schweiger, 1983)
#12
rupicola Sturm, 1818FundmeldungenKörper langgestreckt, Flügeldecken parallel, 1,6-1,7 X so lang wie zusammen breit. Schultern vollkommen verrundet. Halsschild schmäler, namentlich zur Basis stärker verengt, die Hinterecken scharf oder stumpf rechtwinklig. Vorderkörper meist heller rötlich, Fühler und Beine gelbrot. Penisspitze wulstig verdickt. 7-9 mm. Mittelmeergebiet, Süd-, Mittel- und südl. Nordeuropa. Kleinasien, Kaukasus. In Mitteleuropa verstreut und selten. Bevorzugt warme Gebiete, auch Kulturland
→ 13-Körper weniger gestreckt, Flügeldecken 1,5-1,6 X so lang wie zusammen breit, Schultern leicht gewinkelt. Halsschild viel breiter als lang, die Hinterwinkel scharf rechtwinklig. Vorderkörper nur selten heller rotbraun, Fühler und Beine hell rotbraun oder auch dunkler.
#13
parallelus Dejean 1829Gewölbter, Halsschildseiten zur Basis weniger ausgeschweift, Flügeldecken mehr parallelseitig. Im Durchschnitt kleiner, 6-7,5 mm. Intervalle unregelmäßig 3- bis 4-reihig, ziemlich kräftig punktiert. Vorder- und Mitteltarsen der ♂ nur schwach verbreitert. Episternen der Hinterbrust fast doppelt so lang wie breit. 6,5- 8 mm. Westeuropa bis zu den Niederlanden. In Mitteleuropa noch nicht nachgewiesen.
→ 14-Etwas schwächer gewölbt, Flügeldeckenseiten deutlich leicht konvex. Halsschild zur Basis stärker ausgeschweift. Im Durchschnitt größer, 7-10 mm. Vorder- und Mitteltarsen der ♂ stark verbreitert. Episternen der Hinterbrust nur etwa 1,5 x so lang wie vorn breit.
#14
rufibarbis (F., 1792)FundmeldungenHalsschild stärker quer, seine Punktierung schwächer und spärlicher. Die 3-4 inneren Flügeldeckenintervalle ungleichmäßig und weniger dicht punktiert, mit größeren punktfreien Zwischenräumen. Penisspitze nicht seitlich abgebogen [Abb. 2] [Abb. 3]. 7-9 mm. In lichten Laubwäldern und auf Kulturland, auch in Sand- und Kiesgruben. Paläarktische Art. In Mitteleuropa der häufigste Metophonus.
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Abb. 2
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Abb. 3
schaubergerianus Puel, 1937Fundmeldungen-Halsschild weniger stark quer, seine Punktierung kräftiger und dichter. Die Punktierung aller Flügeldeckenintervalle gleichmäßig und ziemlich dicht, lediglich auf dem Nahtzwischenraum zuweilen ± unregelmäßig. Penis ähnlich dem von rufibarbis, von der Seite gesehen zur Basis breiter, etwas länger und seine Spitze seitlich leicht abgebogen [Abb. 4]. Von dieser Art kommen Exemplare mit angedunkelten Beine vor (a. nigripes Gerhardt 1904). 7,5-10 mm. Mitteleuropa, Norditalien, Balkanhalbinsel, sporadisch in Nordeuropa. Bei uns im Süden häufiger als im Norden.
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Abb. 4
Enthaltene Taxaazureus cordatus cribricollis gammeli laticollis melleti parallelus puncticeps puncticollis rufibarbis rupicola schaubergerianus subquadratus
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 21.01.2021 - 14:27:59
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