Gattung: Hydraena Kugelann

ColeopteraHydraeninae
Von Arved Lompe (nach G.A. Lohse, F. Hebauer und M. Jäch)
Trizzino, M. et al. (2013): A molecular phylogeny of the cosmopolitan hyperdiverse genus Hydraena Kugelann (Coleoptera, Hydraenidae) - Systematic Entomology 38:192-208 - DOI: 10.1111/j.1365-3113.2012.00654.x >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Trizzino_et_al2013 Hydraena phylogeny corrections.pdf"
Langgestreckt oder länglich oval, flach oder quer gewölbt. Oberlippe tief ausgeschnitten, Augen stark vorspringend. Halsschild meistens nach vorn und hinten verschmälert, Halsschildscheibe jederseits von einem Längseindruck begrenzt, der (besonders hinten) grübchenartig vertieft sein kann. Flügeldecken in Reihen, seltener verworren punktiert. Bauch und Brust dicht und fein behaart, mit 2, selten 4 glänzenden Flecken auf der Hinterbrust (Metasternalschwielen), die nur ausnahmsweise fehlen oder undeutlich sind. Fühler kurz, 9-gliedrig mit 5-gliedriger Keule. Tarsen 5-gliedrig, Klauenglied länger als die vorhergehenden Glieder zusammen. Man findet die Hydraenen in fliessenden, seltener in stehenden Gewässern. In Europa 179 Arten aus der Untergattung Hydraena s.str. sowie 3 Arten aus der Untergattung Holcohydraena und 7 Arten der Untergattung Phothydraena.
Bertram Peters vom Wasserwirtschftsamt Landhut hat dankenswerterweise zahlreiche Abbildungen zur Verfügung gestellt.
#1
→ 2Flügeldecken zwischen Nahtlinie und Schulterbeule mit 7-10 ± regelmässigen Punktreihen [Abb. 1]; Zwischenräume schmal, manchmal kielförmig.
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Abb. 1
→ 15-Flügeldecken zwischen Naht und Schulterbeule mit höchstens 6 Punktreihen [Abb. 2] oder ± verworren punktiert. Zwischenräume breiter, nie kielartig.
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Abb. 2
#2
→ 3Halsschild von der Mitte nach hinten sehr deutlich, nach vorn nur schwach verengt und fast parallelseitig [Abb. 3] [Abb. 4]. Halsschild bis auf einen dunklen Mittelfleck hell, oder ausgedehnter dunkel und mit breitem, hellem Vorder- und Hinterrandsaum. Flügeldecken hellbraun-gelbbraun, Kiefertaster, Fühler und Beine gelb.
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 5-Halsschild auch nach vorn, meistens ebenso stark wie nach hinten verengt, gewöhnlich einfarbig schwarz. Flügeldecken schwarzbraun, selten heller, Taster, Fühler und Beine gelb.
#3
palustris Er., 1837Fundmeldungen🗺ColeowebHinterbrust mit 2 glänzenden Metasternalschwielen. Äußerer Flügeldeckenzwischenraum nur mit der normalen Punktreihe [Abb. 5]. Halsschildvorderrand tief ausgerandet [Abb. 6]. Aedoeagus [Abb. 7]. 1,6-1,7 mm. D: West-, Mittel- und Nordeuropa; in stehenden Gewässern.
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 4-Hinterbrust mit 4 glänzenden Metasternalschwielen, von denen die äußeren sehr schmal sein können. Oberseite grob und dicht punktiert
#4
→ 4aÄußerer Flügeldeckenzwischenraum mit vergrößerten glasartig durchscheinenden Punkten, die besonders in der Nahtecke sehr deutlich sind [Abb. 8].
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Abb. 8
→ 4b-Die Punkte des äußeren Zwischenraumes nicht oder nur wenig größer (<1,5 x) als die umgebenden (bei einer Art von den Kanarischen Inseln können große Fensterpunkte an der Flügeldeckenspitze auftreten; folge dieser Leitzahl).
#4a
testacea Curt., 1830Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken gröber punktiert, heller [Abb. 9] oder dunkler [Abb. 10] braun. Punkte am Seitenrand, besonders im Nahtwinkel dreifach gröber als vorn. Halsschild etwas quer, Vorderrand ausgebuchtet. ♀: 10. Tergit am Hinterrand mit nur einer Kerbe [Abb. 11]. ♂: Aedoeagus [Abb. 12] [Abb. 13]. Alle submarginalen Borsten von gleicher Stärke. 1,8-2 mm. B: Gern im Lemna-Belag stehender Gewässer. D: West- und Südeuropa, westliches Mitteleuropa, östlich der Elbe nur sporadisch.
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
atrata Gozis🗺Coleoweb-Schlanker, Punkte am Flügeldeckenseitenrand auffallend groß wie bei testacea. ♂ Genital anders. Aedoeagus [Abb. 14]. ♀: 10. Tergit am Hinterrand mit drei kleinen Kerben. Submarginale Borsten in der Mitte deutlich dicker als am Seitenrand. D: Frankreich, Nordafrika.
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Abb. 14
#4b
paganettii Ganglb.🗺ColeowebFlügeldeckenpunktreihen hinten am Seitenrand kaum 1,5 x größer als vorn. Halsschild nicht breiter als lang, im Gegensatz zu dem des sehr ähnlichen palustris vorn gerade abgestutzt. Aedoeagus [Abb. 15]. 1,7-1,8 mm. D: Südosteuropa und südöstliches Mitteleuropa; westlich bis zur Slowakei, Mähren und dem Neusiedlersee.
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Abb. 15
serricollis Wollaston, 1864Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldeckenpunktur überall sehr grob, aber die Punkte hinten am Seitenrand meist nicht größer als vorne und in der Umgebung, es können aber Tiere mit großen Fensterpunkten auftreten! Halsschildseitenrand und Flügeldecken an den Schultern auffallend sägeartig gezähnt [Abb. 16]. Aedoeagus [Abb. 17]. 1,74-2,15 mm. D: Art von den Kanarischen Inseln: Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, La Gomera.
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Abb. 16
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Abb. 17
#5
rugosa Muls.🗺ColeowebKopf neben jedem Auge und in der Mitte eingedrückt; Hinterbrust ohne erkennbare glänzende Schwielen. Seitenrand der Flügeldecken bis zum Nahtwinkel breit und flach abgesetzt. Oberseite sehr grob und dicht punktiert, Punktur des Halsschild verrunzelt. Dunkelbraun. 1,7-1,8 mm. D: Westeuropa; bei uns schon fraglich (Baden?).
→ 6-Kopf ohne Stirneindrücke. Metasternalschwielen nur ausnahmsweise durch Behaarung undeutlich, Flügeldeckenseitenrand viel schmäler abgesetzt, die Seitenrandkehle verschwindet vor der Nahtecke. Oberseite weniger grob punktiert, die Punktzwischenräume eben oder schwach gewölbt
#6
→ 13Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten, nur 1,5 x so lang wie zusammen breit, am Ende breit verrundet. Kleinere Arten unter 2 mm
→ 7-Flügeldecken gestreckter, in oder kaum hinter der Mitte am breitesten, hinten etwas spitzbogig zusammenlaufend, an den Seiten nur schwach gerundet. Bis auf intermedia nur Arten über 2 mm
#7
→ 12Flügeldecken gröber punktiert, die Punkte rund, in den mittleren Streifen nicht gleichmäßig dicht und nicht scharf gereiht
→ 8-Innere und mittlere Flügeldeckenpunktreihen regelmäßig, mit dicht gestellten, etwas in die Länge gezogenen Punkten besetzt. Die untereinander sehr ähnlichen Arten lassen sich zum Teil nur im ♂ Geschlecht unterscheiden. Die ♂ erkennt man an den stärkeren Extremitäten, sowie an dem glänzenden Kahlfleck auf dem 5. und 6. Abdominalsegment. Meistens sind an der Innenkante der Mittelschienen kleine Zähnchen erkennbar, und das Kiefertasterendglied weist sexuelle Besonderheiten auf. 2-2,5 mm
#8
→ 9Hinterbrust des ♂ erscheint einheitlich behaart, die Metasternalschwielen sind unter dem Toment verborgen und höchstens schwach erkennbar; ♀ mit normalen glänzenden Metasternalschwielen. ♂: Endglied der Kiefertaster ± symmetrisch und in der Mitte am breitesten
→ 10-Hinterbrust auch beim ♂ mit normalen glänzenden Metasternalschwielen.
#9
reyi Kuwert, 1888🗺ColeowebBeine schlank. ♂: Kiefertasterendglied gerade und fast symmetrisch. Clypeus des ♀ mit kleinem, schräg von hinten deutlich erkennbarem Höckerchen. Aedoeagus [Abb. 18]. D: Nord- und Mitteleuropa, meist montan; bei uns im Rheinland (?), Westfalen und Holstein. Angaben aus Osterreich sind wohl in den meisten Fällen auf die folgende Art zu beziehen. (=sternalis Rey s. FHL)
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Abb. 18
egoni Jäch, 1986🗺Coleoweb-Aedoeagus [Abb. 19]. D: Hauptverbreitung in Serbien und Rumänien. In Mitteleuropa bisher nur ältere Funde aus Sachsen und aus der Slowakei.
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Abb. 19
melas D.T., 1877Fundmeldungen🗺Coleoweb-Habitus [Abb. 20]. Beine dicker. ♂: Kiefertasterendglied leicht gebogen und etwas asymmetrisch. Clypeus des ♀ einfach. Aedoeagus [Abb. 21] [Abb. 21] [Abb. 22]. Oft in Gesellschaft der riparia. D: Tschechoslowakei, Österreich, Nordschweiz, Rheinland, Oldenburg; weit verbreitet und durchaus nicht selten. (=bohemica Hrbacek)
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 21
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Abb. 22
#10
→ 10aKiefertasterendglied beim ♂ näher zur Mitte am breitesten, sein Innenrand durch das dort gelegene Tuberkel kaum merklich gewinkelt. Von britteni ♀ durch den betont winklig verlaufenden Halsschildseitenrand und kräftigere Punktur der Halsschildmitte, von morio ♀ durch die hinten fein gebogen abgestutzten Flügeldecken zu unterscheiden [Abb. 23].
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Abb. 23
→ 11-Kiefertasterendglied beim ♂ deutlich vor der Mitte am breitesten, das Glied deutlich asymmetrisch (aus wechselndem Blickwinkel betrachten!)
#10a
riparia Kug., 1794Fundmeldungen🗺Coleoweb♂: Hinterschienen deutlich wadenartig verdickt [Abb. 24]. Aedoeagus [Abb. 25] [Abb. 26] [Abb. 27], Flagellum etwa doppelt so lang wie bei der Vergleichsart, dadurch die Schlinge deutlich größer. 2,2-2,4 mm. D: Nord- und Mitteleuropa, in Gebirgs- und Hügelländern nicht selten, seltener in der Ebene.
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 27
assimilis Rey, 1885Fundmeldungen🗺Coleoweb-♂: Hinterschienen kaum verdickt. Aedoeagus [Abb. 28] [Abb. 29], Apex des Penis etwas zurückspringend, die Auskehlung der großen Paramere tiefer. ♂ äußerlich gut durch die weniger verdickten Waden der Hinterschienen von riparia zu unterscheiden [Abb. 1]. D: Westeuropa, westliches Mitteleuropa, Norditalien, Schweiz, Türkei.
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Abb. 28
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Abb. 29
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Abb. 1
#11
britteni Joy, 1807Fundmeldungen🗺ColeowebAußenrand des Kiefertasterendglieds deutlich konvex [Abb. 30]. Der riparia sehr ähnlich, die Halsschildseiten jedoch flacher verrundet, die Hinterwinkel stumpfer [Abb. 31]. Aedoeagus [Abb. 32] [Abb. 33] [Abb. 34]. 1,9-2,3 mm. D: Nord- und Mitteleuropa, weit verbreitet; gern in laubgefüllten schattigen Tümpeln und im Sphagnum.
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
morio Kiesw.🗺Coleoweb-Außenrand des Kiefertasterendglieds nur flach gebogen. Größer und breiter als riparia, Halsschildmitte wesentlich feiner als dort, auch etwas feiner als bei britteni punktiert. Flügeldecken des ♀ hinten abgeflacht verrundet. Aedoeagus [Abb. 35] [Abb. 36]. 2,2-2,5 mm. D: Südosteuropa und südöstliches Mitteleuropa; östliches Österreich, Tirol, möglicherweise in der Slowakei, fraglich in Schlesien und Bayern.
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Abb. 35
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Abb. 36
#12
rufipes Curt., 1830🗺ColeowebGrößer: 2-2,3 mm. Schwarzbraun, Flügeldecken manchmal heller rotbraun. ♂: Hinterschienen in der Endhälfte am Innenrand stumpfwinklig erweitert. Aedoeagus [Abb. 37]. D: West-, Süd- und westliches Mitteleuropa, östlich bis zum Rheinland, Westfalen, Württemberg und Thüringen.
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Abb. 37
intermedia Rosh.🗺Coleoweb-Kleiner: 1,7-2 mm. Halsschildscheibe glänzend, weitläufig kräftig punktiert. Aedoeagus [Abb. 38]. D: Montan in Südosteuropa und im südöstlichen Mitteleuropa; westlich bis Kärnten und Südtirol.
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Abb. 38
#13
angulosa Muls., 1844🗺ColeowebFlügeldeckenseitenrand im vorderen Viertel ganz schmal, dann unter Andeutung eines schwachen stumpfen Winkel schnell breit verflacht. Halsschildmitte glänzend, nur sehr fein punktiert. Punktur der Flügeldeckeneihen etwas unregelmäßig. Schwarz, unausgefärbt rotbraun, Kiefertaster, Fühler und Beine hell. Vorderkörper glänzender als bei den 3 folgenden Arten. 1,7-1,9 mm. Aedoeagus [Abb. 39]. D: Westeuropa, westliches Mitteleuropa (Belgien, Rheinland, Württemberg), auch in Norditalien.
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Abb. 39
→ 14-Flügeldeckenseitenrand gleichmäßig gebogen, die Seitenrandabsetzung von der Schulter bis zur Mitte verbreitert. Halsschildscheibe zum Teil, besonders in der Mittellinie, kräftig und dicht punktiert. (Mit glänzender, aber weitläufig punktierter Halsschildscheibe vgl. intermedia). Schwarz, Kiefertaster, Fühler und Beine hell.
#14
nigrita Germ., 1824Fundmeldungen🗺ColeowebKörper gewölbter [Abb. 40], Clypeus an den Seiten fein punktiert, in der Mitte und Halsschildmitte nicht chagriniert, etwas glänzend. 1,7-2,1 mm. Aedoeagus [Abb. 41] [Abb. 42] [Abb. 43]. D: West- und Mitteleuropa, südliches Nordeuropa, Norditalien; nach Osten bis zu den Karpaten. Weit verbreitet, nicht selten
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Abb. 40
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
subimpressa Rey, 1884🗺Coleoweb-Flacher und etwas breiter. Clypeus vollständig chagriniert und matt. Halsschildmitte zwischen der Punktur mit erkennbarer Chagrinierung. Aedoeagus [Abb. 44]. 1,7- 2,1 mm. D: Von Westeuropa bis zur Tschechoslowakei festgestellt; Hunsrück, Südhannover, vermutlich auch andernorts, aber für nigrita gehalten.
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Abb. 44
subjuncta d'Orch.🗺Coleoweb-♂: Hinterschienen gerade; nur am Genital zu unterscheiden; Aedoeagus [Abb. 45]. D: Jugoslawien, Griechenland und Tschechoslowakei, Österreich (Wien, nur alte Funde).
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Abb. 45
#15
pygmaea Waterh., 1833Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken flach und breit [Abb. 46], grob und verworren punktiert, seitlich breit abgesetzt; der deutlich quere Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken. Gelbbraun bis dunkel rötlichbraun, Kopf und Halsschildmitte dunkler. 1,7-1,9 mm. D: Bei uns weit verbreitet, in Gebirgsbächen selten, im Flachland sehr selten oder fehlend.
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Abb. 46
→ 16-Flügeldecken gestreckt, zumindest in der Innenhälfte deutlich gereiht punktiert. Halsschild nur wenig quer und wenig schmäler als die Flügeldecken.
#16
→ 171,9-2,8 mm. Mittel- oder Hinterschienen der ♂ mit Auszeichnungen. Halsschild stets ganz schwarz
→ 29-1,6-1,8 mm. Alle Schienen der ♂ einfach. Zumindest der Halsschild mit breit hellgefärbtem Vorder- und Hinterrand oder gelb- bis rötlichbraun, oft mit dunklem Mittelfleck.
#17
lapidicola Kiesw., 1849Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz, Flügeldecken meistens rotbraun [Abb. 47]. Durchschnittlich größer und robuster als die folgenden Arten. ♂: Kiefertaster dick und ziemlich kurz, das 2. (vorletzte) Glied ebenso dick und wenig kürzer als das 3. ♀: Kiefertaster schlanker, jedoch nicht so schlank wie bei den folgenden Arten; Endglied um die Hälfte länger als das vorletzte Glied. Aedoeagus [Abb. 48]. 2,3-2,6 mm. D: Schweiz, französischer Jura, Schwarzwald; in den Alpen östlich bis Kärnten weit verbreitet.
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Abb. 47
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Abb. 48
→ 18-Kiefertaster schlank, ihr Endglied in beiden Geschlechtern wesentlich länger (auch beim ♂ fast doppelt so lang) als das vorletzte Glied
#18
truncata Rey, 1885Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldeckenseitenrand besonders schmal abgesetzt, weit vor der Spitze erloschen. Flügeldecken fast parallelseitig, querüber stark gewölbt, beim größeren ♂ sehr gestreckt und hinten quer abgestutzt [Abb. 49], beim ♀ gemeinsam abgerundet. Kopf und Halsschild schwarz, Flügeldecken heller braun. Aedoeagus [Abb. 50] [Abb. 51] [Abb. 52]. 2-2,6 mm. B: Montan. Auch in größeren Fließgewässern. D: in Mitteleuropa; von den Pyrenäen bis zu den Karpaten; Bayern, Österreich, Mähren, Slowakei.
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Abb. 49
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Abb. 50
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Abb. 51
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Abb. 52
→ 19-Flügeldeckenseitenrandkehle zumindest in der Mitte etwas breiter abgesetzt. Flügeldecken der ♂ nie quer abgestutzt, die der ♀ nur bei dentipes gemeinsam verrundet.
#19
→ 20Halsschild breit und seitlich stark gewinkelt vortretend, nach hinten länger und stärker verengt. Flügeldeckenseitenrandkehle in der Mitte schon breit verflacht, nach hinten noch breiter abgesetzt. Körper bedeutend flacher als gracilis.
→ 21-Halsschild schmäler, nach vorn und hinten etwa gleichmäßig verengt, in der Mitte stumpfer gewinkelt. Flügeldeckenseitenrandkehle in der Flügeldeckenmitte nicht besonders breit
#20
hungarica Rey, 1884🗺ColeowebSchwarz, Beine heller braun. ♂: Mittelschienen am Beginn des letzten Drittels am breitesten, ihr Innenrand nur im letzten Drittel gekörnt, davor mit langen Haaren besetzt. Hinterschienen leicht geknickt. Aedoeagus [Abb. 53]. ♀: Flügeldeckenspitze wie bei excisa [Abb. 54] gerundet ausgeschnitten. 2,2-2,5 mm. D: Aus den Karpaten nach Mitteleuropa einstrahlend; Slowakei sehr selten.
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Abb. 53
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Abb. 54
polita Kiesenwetter, 1849🗺Coleoweb-Schwarz, glänzend, Flügeldecken manchmal dunkelbraun. Kiefertaster, Fühler und Beine braun- bis gelbrot. ♂: Hinterschienen zur Spitze einwärts gekrümmt; Mittelschienen an der Basis und vor der Spitze deutlich erweitert, dazwischen tief ausgerandet [Abb. 55]. ♀: Flügeldecken am Nahtwinkel gemeinsam abgestutzt. 2-2,7 mm. B: Soll dunkle Schluchten und schattige Waldbäche bevorzugen. D: Westalpen, westliche Ostalpen, östlich bis Bayern und Tirol, Baden, Württemberg, vermutlich weiter verbreitet.
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Abb. 55
muelleri Pretner, 1931🗺Coleoweb-Habitus sehr breit und flach, mit breit abgesetzter Flügeldeckenseitenrandkehle. Flügeldecken der aber nicht wie bei polita gemeinsam verrundet, sondern in getrennte Spitzen auslaufend mit großem V-förmigen Einschnitt dazwischen. Beim ♂ Mittelschienen und Hinterschienen ohne auffällige Erweiterungen. Größe: 2,0-2,3 mm. Aedoeagus [Abb. 56] [Abb. 57]. D: Slowenien, Italien (Friaul), Kärnten (Eisenkappel); vielleicht noch im Norden Kroatiens (Verbreitung nach Jäch, persönliche Mitteilung). (Untergattung Haenydra)
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Abb. 56
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Abb. 57
#21
dentipes Germar, 1842Fundmeldungen🗺ColeowebKopf und Halsschild dunkel-, Flügeldecken heller braun; Kiefertaster, Fühler und Beine rotbraun. Flügeldeckenseitenrandkehle ziemlich schmal, schon vor der Spitze verlöschend. ♂ : Mittelschienen am Innenrand zahnförmig erweitert, Hinterschienen am Innenrand wadenförmig verdickt, kurz vor dem Ende mit einem kräftigen dornförmigen Vorsprung [Abb. 58] [Abb. 2]. Aedoeagus [Abb. 59] [Abb. 60]. ♀: Flügeldecken nach hinten stark verengt, an der Spitze gemeinsam abgerundet, ohne einspringenden Nahtwinkel. Von dem sehr ähnlichen truncata durch geringere Größe leicht zu trennen. 1,9-2,1 mm. B: Montane Art. D: In Mitteleuropa in allen Mittelgebirgen in Gebirgsbächen; von Ostfrankreich bis zu den Karpaten, in den Alpen von Vorarlberg bis Kärnten.
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Abb. 58
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Abb. 2
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Abb. 59
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Abb. 60
→ 22-Gewöhnlich ± einfarbiger schwarzbraun mit helleren Kiefertaster, Fühler und Beinen. ♂: Mittelschienen nur mit Körnchen oder Borsten. ♀: Flügeldecken einzeln abgerundet oder verlängert, bei Ansicht schräg von hinten mit ± einspringendem Nahtwinkel. Der Übersichtlichkeit halber werden die hierher gehörenden 4 Arten nach Geschlechtern getrennt. Die ♂ dürften ohne Genitaluntersuchung oder Vergleichsstücke kaum eindeutig bestimmbar sein. Auch bei den ♀ sind Einzelstücke nicht immer eindeutig zu identifizieren
#22
→ 23Mittelschienen in der Hinterhälfte des Innenrand mit feinen Körnchen und/oder Dornen besetzt; Hinterschienen in der Hinterhälfte des Innenrand mit langen Schwimmhaaren [Abb. 61] (nur ♂)
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Abb. 61
→ 26-Mittel- und Hinterschienen innen ohne Auszeichnungen (nur ♀)
#23
→ 24Käfer zierlicher, Flügeldecken gestreckter, mit schwach gerundeten Seiten und schmaler Flügeldeckenseitenrandkehle
→ 25-Käfer robuster, Flügeldecken seitlich mehr gerundet, Seitenrandkehle breiter.
#24
gracilis Germ., 1824Fundmeldungen🗺ColeowebMittelschienen innen gerade, die Körnchen schlecht erkennbar [Abb. 61] [Abb. 62]. Gesamtfärbung weniger dunkel [Abb. 63]. (♀ vgl. Leitzahl >>>28). 2-2,3 mm. Aedoeagus [Abb. 64] [Abb. 65] [Abb. 66]. D: In ganz Mitteleuropa die häufigste Haenydra-Art, nur in der Ebene selten oder fehlend.
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Abb. 61
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Abb. 62
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Abb. 63
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Abb. 64
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Abb. 65
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Abb. 66
belgica d'Orchymont, 1930Fundmeldungen🗺Coleoweb-Mittelschienen in der Hinterhälfte innen etwas konkav [Abb. 67], die Körnchen dort durch die aufsitzenden Dornen deutlicher. Allgemein dunkler [Abb. 68]. Aedoeagus [Abb. 69] [Abb. 70]. (♀ vgl. Leitzahl >>>27). 2-2,3 mm. D: Von Belgien bis Bulgarien nachgewiesen; in Mittel- und Osteuropa weit verbreitet. In hügeligen und Gebirgsgegenden in Bächen nicht selten.
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Abb. 67
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Abb. 68
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Abb. 69
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Abb. 70
#25
excisa Kiesw., 1849🗺ColeowebSeitenrandkehle gegen das Flügeldeckenende verschmälert und zur Spitze verschwindend. Flügeldeckenabsturz weiter zum Nahtende gerückt und steiler. Flügeldeckenspitzen zusammen fast halbkreisförmig abgerundet. (♀ vgl. Leitzahl >>>28). 2,2- 2,5 mm. Aedoeagus [Abb. 71][Abb. 72]. D: Im ganzen östlichen Mitteleuropa etwa bis zur Elbe, im östlichen Österreich und in der Tschechoslowakei. Da auch aus Hessen angegeben, möglicherweise weiter verbreitet.
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Abb. 71
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Abb. 72
→ 25a-Seitenrandkehle gegen das Flügeldeckenende verbreitert, zur Spitze wieder verlöschend. Der Flügeldeckenabsturz beginnt schon am Anfang des letzten Flügeldeckendrittels und verläuft flach. Flügeldecken nach hinten deutlich etwas verlängert und einzeln abgerundet. Käfer mit Ausnahme der äußersten Flügeldeckenspitze pechschwarz. ♂ (♀ vgl. Leizahl >>>27).
#25a
saga d'Orchymont, 1930🗺Coleoweb♂: Flügeldeckenspitzen einzeln verrundet; Aedoeagus [Abb. 73] [Abb. 74]. D: Pyrenäen bis Rumänien auf Urgestein.
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Abb. 73
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Abb. 74
alpicola Pretner🗺Coleoweb-♂: Flügeldeckenspitzen gemeinsam verrundet; Aedoeagus [Abb. 75] [Abb. 76]. Äußerlich nur nach den ♀ unterscheidbar. D: Mitteleuropa, in den Alpen und im Bayerischen Wald auf Kalk verbreitet und nicht selten. Anmerkung: Apex des Medianlobus in Lateralansicht signifikant verschieden, Form des Distallobus - besonders bei saga - recht variabel und daher für die Determination ungeeignet! ssp.
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Abb. 75
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Abb. 76
emarginata Rey, 1885🗺Coleoweb-Eine weitere ähnliche Art in Westeuropa: Aedoeagus [Abb. 77]. 2,1-2,4 mm. D: Pyrenäen in Nordspanien und Frankreich.
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Abb. 77
#26
→ 27Jede Flügeldecke ist für sich gesondert abgerundet [Abb. 78] [Abb. 79] [Abb. 80].
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Abb. 78
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Abb. 79
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Abb. 80
→ 28-Die gemeinsame Abrundung des Flügeldeckenendes ist durch einen deutlichen dreieckigen oder bogenartigen Ausschnitt des Nahtwinkel unterbrochen [Abb. 81] [Abb. 82] [Abb. 54]. Dieses von Lohse angeführte Merkmal ist schwer zu beurteilen, denn auch bei gracilis ist der Nahtwinkel ausgeschnitten; die Innenecke der Flügeldeckenspitze ist wohl bei belgica stärker verrundet als bei gracilis. ♀ sind wohl ohne Vergleichstiere nur zusammen mit ♂ sicher bestimmbar.
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Abb. 81
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Abb. 82
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Abb. 54
#27
belgica d'Orchymont, 1930Fundmeldungen🗺ColeowebKleiner und zierlicher (2-2,2 mm). Flügeldecken breiter oval [Abb. 68], jedes Flügeldeckenende kurz abgerundet, das Ende schimmert gelbbraun durch, das Nahtende springt als deutlicher kleiner Dorn vor [Abb. 78]. (♂ LZ >>>24)
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Abb. 68
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Abb. 78
→ 27a-Größer und robuster (2,2-2,4 mm). Flügeldecken länglicher, ihre Spitze in größerem Umfang rotbraun. Flügeldeckenende anders. ♀ (♂ LZ >>>25)
#27a
saga d'Orchymont, 1930🗺ColeowebJede Flügeldecke nach hinten verlängert, in eine dreieckige stumpfe Spitze ausgezogen, dazwischen mit dreieckigem Ausschnitt.
alpicola Pretner🗺Coleoweb-Jede Flügeldecke für sich am Nahtende flach verrundet, oder beide Flügeldecken gemeinsam verrundet oder verrundet abgestutzt, wobei jedoch das Nahtende schwach zurücktritt [Abb. 80]. ssp.
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Abb. 80
emarginata Rey, 1885🗺Coleoweb-Eine weitere Art in Westeuropa: D: Pyrenäen.
#28
gracilis Germ., 1824Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken von oben gesehen am Ende gemeinsam fast halbkreisförmig abgerundet erscheinend; bei Ansicht schräg von hinten erweist sich aber der Nahtwinkel als tief ausgeschnitten [Abb. 81] [Abb. 82]; der Ausschnitt selbst kann dreieckig, halbrund oder asymmetrisch und etwas zerfranst sein mit +/- vorstehenden Nahtzähnchen; er ist selten so regelmäßig wie auf dem Photo!. 2-2,2 mm. (♂ LZ >>>24)
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Abb. 81
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Abb. 82
excisa Kiesw., 1849🗺Coleoweb-Flügeldecken nach hinten deutlich verlängert. Der Ausschnitt am Nahtwinkel halbkreisförmig gerundet, schon von oben deutlich erkennbar [Abb. 54]. 2,3-2,5 mm (♂ LZ >>>25)
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Abb. 54
#29
minutissima Steph., 1829🗺ColeowebFlügeldecken vorn grob, nach hinten allmählich feiner, in der Nahtecke fein und spärlich punktiert. Punktzwischenräume flach. Metasternalschwielen schmal, kielartig. Dunkel rotbraun, Kopf und meist auch der Halsschild dunkler, Kiefertaster, Fühler und Beine heller rotbraun. ♂: Kiefertasterendglied am Innenrand eckig erweitert. 1,5-1,6 mm. D: West- und Mitteleuropa ohne die Ebene, nördliches Südeuropa; nach Osten sporadisch bis zur Balkanhalbinsel
→ 30-Flügeldecken auch in der Nahtecke kaum feiner als vorn punktiert, die Punkte stehen höchstens etwas lockerer und verworren. Metasternalschwielen breit und flach. ♂: Kiefertaster einfach, lang spindelförmig
#30
schuleri Ganglb.🗺ColeowebHalsschild am Vorderrand viel breiter als an der Basis, Seitenrand hinter der Mitte tief gebogen ausgerandet. Flügeldeckenpunktreihen überall gleichmäßig und etwa gleich stark. Einfarbig rotbraun, Kiefertaster, Fühler und Beine rotgelb. 1,7-1,8 mm. D: Nur aus dem östlichen Mitteleuropa bekannt, Neusiedler See, Kärnten, Tschechoslowakei, dort besonders in den Beskiden, Ungarn.
pulchella Germ., 1824Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild am Vorderrand kaum breiter als an der Basis, von der Mitte nach hinten gerade verengt, nur unmittelbar vor der Hinterecke leicht ausgeschweift. Flügeldecken weniger regelmäßig punktiert. Gelb- bis rotbraun, Kopf und eine Quermakel in der Halsschildmitte dunkler [Abb. 83]. Kiefertaster, Fühler und Beine rotgelb. Aedoeagus [Abb. 84] [Abb. 85]. 1,6 mm. (gehört in die Untergattung Hydraena s.str.) D: Von Großbritannien bis Bulgarien. In ganz Mitteleuropa, aber selten und in neuerer Zeit wenig gefunden.
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Abb. 83
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Abb. 84
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Abb. 85
Enthaltene Taxaalpicola angulosa assimilis atrata belgica britteni dentipes egoni emarginata excisa gracilis hungarica intermedia lapidicola melas minutissima morio muelleri nigrita paganettii palustris polita pulchella pygmaea reyi riparia rufipes rugosa saga schuleri serricollis subimpressa subjuncta testacea truncata
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 24.05.2025 - 01:44:25
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