Gattung Gabrius Curtis

ColeopteraStaphylinidaeStaphylininae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Smetana, A. (1957): Best.-Tabelle der europ. Arten der Gattung Gabrius. Ent. Blätter 53:56
Schillhammer, H. (2011): Subtribus Philonthina; S. 397-450. - In: Assing, V. & M. Schülke (Hrsg.): Freude-Harde-Lohse-Klausnitzer Die Käfer Mitteleuropas. Band 4. Staphylinidae 1. Zweite neubearbeitete Auflage. - Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, I-XII, 1 -560.>>>"F:\TAXA\coleo\Scans\_FHL-04II.pdf" p.408
Die Arten dieser Gattung stimmen im Aussehen mit den kleineren Vertretern der Gattung Philonthus weitgehend überein. Sie besitzen jedoch meist einen gestreckteren, mehr parallelseitigen Kopf und Halsschild. Das letzte Glied der Lippentaster ist wesentlich schmäler als das vorletzte. Halsschildreihen bei unseren Arten mit 5 oder 6 Punkten. Die Vordertarsen der ♂ nicht erweitert. Aedoeagus im Hinterleib nicht gedreht, die Paramere befindet sich auf der Bauchseite. Zumindest die kleineren Formen sind nur durch Genitaluntersuchung sicher zu erkennen. Die Tabelle ist veraltet und wird demnächst durch eine neue ersetzt [Abb. 1].
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Abb. 1
#1
→ 2Halsschildreihen mit 5 Punkten [Abb. 2].
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Abb. 2
→ 8-Halsschildreihen mit 6 Punkten (der Punkt hinter dem Halsschildvorderrand zählt mit). Die Anzahl der Punkte auf dem Halsschild ist nicht zuverlässig. In beiden Gruppen kommen Tiere mit der Punktzahl der anderen Gruppe vor.
#2
→ 36. Fühlerglied so lang oder etwas länger als breit, die vorletzten Glieder höchstens schwach quer
→ 6-6. Fühlerglied breiter als lang, Glied 7-9 sehr deutlich quer [Abb. 3]. Arten von 4,3-5,5 mm.
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Abb. 3
#3
→ 4Größere Arten von 5,5-8 mm. Schildchen in der Hinterhälfte dicht punktiert.
Gabronthus Totth.-Kleinere Arten von 3-4,5 mm. Schildchen nur mit wenigen verstreuten Pünktchen, vergleiche Gattung
#4
tirolensis (Luze, 1903)🗺ColeowebKopf kaum länger als breit, etwa so breit wie der Halsschild, gerundet viereckig. Halsschild flacher, in der Mitte der Seiten schwach konkav. Schwarz, Flügeldecken und Beine heller braun. ♂: Aedoeagus [Abb. 4]. 6-7,3 mm. D: In den Alpen weit verbreitet, auch in der Hohen Tatra. Diese Art wurde auch bei Hamburg im Niederelbegebiet gefunden.
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Abb. 4
→ 5-Kopf sehr deutlich länger als breit, schmäler als der Halsschild, länglich-oval oder parallelseitig. Schläfen mehr als doppelt so lang wie der von oben sichtbare Durchmesser der ziemlich kleinen Augen. Halsschild querüber kräftig gewölbt.
#5
osseticus (Kol., 1846)Fundmeldungen🗺ColeowebRotbraun bis braun. Flügeldecken ohne Erzglanz, kürzer als der nach vorn etwas verengte Halsschild [Abb. 5], Kopf länglich oval mit schwach gerundeten Seiten. Fühlerbasis und Beine gelb. ♂: Aedoeagus [Abb. 6]. 5,5-7 mm. B: An Ufern. D: Überall nicht selten. (=vernalis (Grav.))
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Abb. 5
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Abb. 6
femoralis (Hochh., 1851)🗺Coleoweb-Braun, Flügeldecken mit schwachem Erzglanz, etwa so lang wie der nach vorn kaum verengte Halsschild, Kopf lang, parallelseitig, Fühlerbasis meist dunkel, Beine gelb. ♂: Aedoeagus [Abb. 7]. 6-8 mm. D: Im südlichen Mitteleuropa sehr verstreut und sehr selten
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Abb. 7
#6
exspectatus Smet., 1952🗺ColeowebKopf kurz und breit, nicht oder kaum länger als breit. Pechschwarz, Hinterränder der Tergite heller, Flügeldecken schwarzbraun, Fühler vom 4. Glied an deutlich geschwärzt. ♂: Aedoeagus [Abb. 8]. 4,5-5,5 mm. D: Verbreitung noch ungeklärt, möglicherweise überall im mittleren und südlichen Mitteleuropa; in Mähren und in der Slowakei weit verbreitet
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Abb. 8
→ 7-Kopf deutlich länger als breit [Abb. 9], Färbung heller braun, Fühler einfarbig braungelb oder zur Spitze leicht gebräunt
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Abb. 9
#7
bescidicus Smet.🗺ColeowebKopf ziemlich klein und sehr schmal, sehr deutlich länger als breit, zwischen den Augen ohne Eindruck. 7.-10. Fühlerglied etwa doppelt so breit wie lang. ♂: Aedoeagus [Abb. 10]. Durchschnittlich kleiner: 4,3-5 mm. D: Bisher nur aus den Beskiden bekannt
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Abb. 10
splendidulus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kopf ziemlich groß und breiter als bei bescidicus, vorn zwischen den Augen fast stets mit einem länglichen Eindruck [Abb. 9]. 7.-10. Fühlerglied quer, aber nicht doppelt so breit wie lang [Abb. 2]. ♂: Aedoeagus [Abb. 11] [Abb. 12]. Durchschnittlich größer: 4,5-5,5 mm [Abb. 13]. B: Besonders unter der Rinde toter Bäume. D: Überall sehr häufig
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Abb. 9
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Abb. 2
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
#8
lividipes (Baudi, 1848)Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz, Flügeldecken gelbrot. Fühlerbasis und Beine gelblich, Fühler lang und schlank. 5,6-6,7 mm. B: An Flußufern weit verbreitet, aber viel seltener als der ähnliche PhiIonthus fulvipes. (=rubripennis Kiesw.)
→ 9-Flügeldecken braun oder schwarz.
#9
exiguus (Nordm., 1837)🗺ColeowebWenigstens die Flügeldecken mit Erz- oder Metallschein. Kopf länglich oval, Halsschild nach vorn verengt. 5,5-6 mm. ♂: Hinterschienen am Innenrand mit langen, hellen, sehr dicht gestellten Haaren besetzt. Aedoeagus [Abb. 14]. D: Weit verbreitet, aber sehr verstreut und überall selten.
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Abb. 14
→ 10-Ohne Metallschimmer. Halsschild höchstens bei einigen wesentlich kleineren Arten nach vorn sehr schwach verengt
#10
→ 11Von den 4 am Vorderrand des Kopfes zwischen den Augen befindlichen Punkten sind die 2 inneren deutlich nach vorn geschoben. Größere Arten von 6-7 mm mit langen Fühlern und Beinen.
→ 13-Die 4 am Vorderrand des Kopfes befindlichen Punkte liegen alle fast in einer Linie. Kleinere Arten von 3,7-5,5 mm mit viel kürzeren Fühlern und Beinen Die in diese Gruppe (nigritulus-Gruppe) gehörenden Arten lassen sich nach äußeren Merkmalen nicht immer mit Sicherheit gegeneinander abgrenzen. Ausschlaggebend für die Bestimmung ist nur der Bau des ♂ Genitalapparates.
#11
→ 4Flügeldecken kastanienbraun, wesentlich länger als der Halsschild, dieser mit schwach konkavem Seitenrand und daher in der Mitte schmäler als im letzten Drittel, vergleiche tirolensis LZ
→ 12-Flügeldecken schwarz, kaum länger als der Halsschild, dieser von der Mitte nach hinten nicht erweitert oder sogar etwas verengt. Kopf etwas kleiner. Hierher 2 nur nach den Genitalien unterscheidbare Arten
#12
astutus (Er., 1840)🗺Coleoweb♂: Aedoeagus [Abb. 15]. B: Montan und subalpin. D: Im mittleren und südlichen Mitteleuropa, im Norden bei Hamburg, wohl weiter verbreitet
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Abb. 15
astutoides (Strand, 1946)🗺Coleoweb-♂: Aedoeagus [Abb. 16]. B: Bei uns montan und subalpin. D: Boreoalpin, in den Alpen und in den Beskiden; diese Art wurde aber auch im Norddeutschen Tiefland bei Hamburg gefunden, vermutlich weiter verbreitet Die beiden Arten wurden bisher nicht eindeutig getrennt. Es sind in Norddeutschland aber beide Arten gefunden worden. Ohne Genitaluntersuchung ist eine eindeutige Bestimmung nicht möglich.
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Abb. 16
#13
→ 14Beine braun bis schwarzbraun oder mindestens die Hinterschenkel (von der Seite zu sehen) und Hinterschienen deutlich geschwärzt
→ 21-Beine einfarbig gelbbraun, höchstens die Schienen etwas angedunkelt.
#14
sphagnicola (Sjöb., 1950)🗺ColeowebFlügeldecken (Schulterlänge) kürzer als der Halsschild, Kopf etwas schmäler als der Halsschild und kaum länger als breit. Schläfen gut doppelt so lang wie der von oben sichtbare Augendurchmesser. Fühler bis auf die Basis des 2. Gliedes und Beine bis auf die gelbbraunen Tarsen geschwärzt. Vorletzte Fühlerglieder etwas breiter als lang. ♂: Aedoeagus [Abb. 17]. 4,9 mm. B: Aus dem Sphagnum eines Moores in Schweden beschrieben. D: Nord- und Mitteleuropa; in Mitteleuropa bisher nur bei Kassel und in der Mark Brandenburg gefunden.
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Abb. 17
→ 15-Flügeldecken (Schulterlänge) so lang oder meist wesentlich länger als die Mittellänge des Halsschilds.
#15
piliger Muls.Rey, 1876Fundmeldungen🗺ColeowebVorletzte Fühlerglieder stark quer. Auffallend kräftig gebaute Art. Kopf groß, gerundet quadratisch mit gut ausgeprägten Schläfenwinkeln, beim ♂ leicht quer und breiter als der Halsschild [Abb. 18], beim ♀ so breit wie dieser. Schläfen gut eineinhalb mal so lang wie die Augen. Halsschild zwar länger als breit, aber auffällig gedrungen gebaut; die grob punktierten Flügeldecken so lang oder etwas länger als der Halsschild, dabei aber relativ kürzer als bei den folgenden Arten. ♂: Hinterrand des 6. Sternites sehr schwach, unauffällig ausgeschnitten. ♂: Aedoeagus [Abb. 19] [Abb. 20]. B: Meist an Dünger, in verpilzten Faulstoffen, an Pilzen. D: Wohl überall, aber verstreut und selten, (=stipes Sharp)
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
→ 16-Vorletzte Fühlerglieder nicht oder wenig quer. Arten mit großem Kopf besitzen viel längere Flügeldecken und ± abgerundete Schläfen
#16
→ 17Flügeldecken erheblich länger als der Halsschild, Fühlerbasis und Taster schwarzbraun bis schwarz. Ziemlich große und robuste Arten von 4,5-5 mm
→ 18-Flügeldecken nur etwas länger als der Halsschild, durchschnittlich kleinere Arten von 3,7-4,8 mm
#17
keysianus Shp., 1910🗺ColeowebSchlanker, Kopf schmäler, etwas länger als breit mit gewölbten Augen. Fühler ziemlich dick, vorletzte Glieder leicht quer, Halsschild deutlich länger als breit und etwas breiter als der Kopf. ♂: Aedoeagus [Abb. 21]. B: Auf Salzboden. D: An der Nordseeküste selten
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Abb. 21
dieckmanni Smet., 1957🗺Coleoweb-Dem keysianus sehr ähnlich, robuster gebaut, Kopf breiter, Augen flacher, Halsschild nur wenig länger als breit. Flügeldecken länger und breiter, Hinterleib dichter punktiert. ♂: Aedoeagus [Abb. 22]. B: Auf Salzboden. D: Bisher nur an der Salzstelle Esperstedt-Frankenhausen (Kyffhäuser) in wenigen Stücken gefunden
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Abb. 22
#18
appendiculatus Sharp, 1910Fundmeldungen🗺Coleoweb subnigritulus Joy, 1913Fundmeldungen🗺ColeowebKleine Art von 3,7-4,2 mm. Die vorletzten Fühlerglieder schwach quer. Kopf wenig länger als breit, Schläfen fast doppelt so lang wie die Augen, Halsschild wenig breiter als der Kopf. Flügeldecken und Hinterleib einfarbig schwarz ♂: Aedoeagus [Abb. 23]. B: In Mooren, Sümpfen und an Ufern, aber auch an nassen Stellen im Gebirge. D: Im ganzen nicht häufig, nach nigritulus und pennatus aber wohl doch die verbreitetste Art der Gattung. (=subnigritulus FHL, Smetana 1956, Reitter 1909?) Der hier von Lohse angegebene Name subnigritulus ist einer südeuropäischen Art zuzuweisen, die nicht in Deutschland vorkommt.
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Abb. 23
→ 19-Die vorletzten Fühlerglieder so lang wie breit
#19
bishopi Shp., 1910🗺ColeowebTaster und Fühlerbasis schwarz, alle Schienen geschwärzt. Kopf länger als breit, deutlich schmäler als der Halsschild, Schläfen reichlich eineinhalb mal so lang wie der Augendurchmesser. ♂: Aedoeagus [Abb. 24]. 4,2-4,8 mm. D: Sehr verstreut und sehr selten; im Nordwesten (Oldenburg), aber auch in den Alpen; sicher weiter verbreitet.
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Abb. 24
austriacus Scheerp., 1947🗺Coleoweb-Taster und wenigstens das 1. Fühlerglied braun oder gelbbraun, an den Beinen nur die Hinterschenkel (oft nur die Basis) und die Hinterschienen geschwärzt. ♂: Aedoeagus [Abb. 25]. 4-4,6 mm. B: In feuchtem Wiesengelände, an den Ufern größerer Flüsse und Gewässer. D: Bei uns wohl überall, aber selten. (=velox Shp., 1910)
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Abb. 25
#21
→ 22Nahtlänge der Flügeldecken deutlich kürzer oder so lang wie die Halsschildmittellänge. Kopf breiter oder so breit wie der Halsschild.
→ 23-Flügeldecken deutlich länger als der Halsschild, selten so lang wie dieser, dann aber der Kopf wesentlich länger als breit, schmäler als der Halsschild.
#22
trossulus (Nordm., 1837)Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz, Fühlerbasis und Beine ± hellbraun, Hinterschienen meist deutlich angedunkelt (aber nicht so schwarz wie bei den vorhergehenden Arten). Gestalt robuster, Kopf größer und breiter, abgerundet quadratisch, beim ♂ breiter, beim ♀ so breit wie der Halsschild, vorletzte Fühlerglieder höchstens schwach quer, Schulterlänge der Flügeldecken und Mittellänge des Halsschildes etwa gleich. ♂: Aedoeagus [Abb. 26]. 4,5-5,2 mm. B: An Ufern und in Sümpfen im Genist oft zahlreich. D: Im Norden häufiger als im Süden, im ganzen ziemlich selten
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Abb. 26
subnigrituloides Scheerp.🗺Coleoweb-Dunkelbraun mit etwas dunklerem Kopf, Fühler höchstens zur Spitze schwach verdunkelt, Beine ganz braungelb. Gestalt schlanker, Kopf etwas länger als breit mit lang abgerundeten Schläfenwinkeln Schulterlänge der Flügeldecken etwas größer als die Mittellänge des Halsschildes. ♂: Aedoeagus [Abb. 27]. 4,4-4,6 mm. D: Vom Kaukasus bis ins südöstlichste Mitteleuropa (Slowakei) verbreitet, sehr selten .
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Abb. 27
latro Joy🗺Coleoweb-Ähnlich gefärbt ist eine südeuropäische Art, die möglicherweise auch im südlichen Mitteleuropa aufgefunden werden könnte. ♂: Aedoeagus [Abb. 28].
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Abb. 28
#23
nigritulus (Grav., 1802)🗺ColeowebGrößere und robustere Art, 4-5,5 mm. Kopf bei den ♂ ± quadratisch, bei den ♀ etwas länger als breit, auf der Stirn mit flacher Grube. Fühler ziemlich lang, vorletzte Glieder so lang wie breit. Schläfen nicht ganz doppelt so lang wie der Augendurchmesser. Halsschild wenig breiter als der Kopf, 4-5 mm (Stammform). Neben dieser Normalform findet sich eine Form von größerer, robusterer Gestalt (4,6-5,5 mm) und auffallend großem und breiten Kopf und sehr deutlicher Stirngrube (var. signiceps Smet.), die wegen des großen Kopfes dem trossulus ähnlich wird, von diesem aber durch die längeren Flügeldecken leicht zu unterscheiden ist. ♂: Aedoeagus [Abb. 29]. B: In Kompost, Anspülicht und in der Bodenstreu. D: Überall, die gemeinste Art der Gattung,
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Abb. 29
ravasinii Gridelli🗺Coleoweb-Eine aus Kärnten beschriebene Art ist möglicherweise nur auf ein abweichendes Stück des nigritulus begründet, von dem er im Genitalbau nur unwesentlich abweicht [Abb. 30]. (=spurius Smetana)
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Abb. 30
robustus Smetana🗺Coleoweb-Eine weitere Art wurde aus Mazedonien beschrieben. Sie ist innerhalb der nigritulus-Verwandtschaft nur durch den abweichenden Aedoeagus [Abb. 31] zu identifizieren. D: Südosteuropa; jetzt auch in Österreich festgestellt: In den Tauern im Kapruner Tal in 2000 m Höhe aus Heu gesiebt.
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Abb. 31
→ 24-Kleinere und schlankere Arten von 3,7-4,6 mm. Kopf in beiden Geschlechtern schlank und deutlich länger als breit.
#24
toxotes Joy, 1913🗺ColeowebFlügeldecken kurz, etwa so lang wie der Halsschild, die vorletzten Fühlerglieder quer. In der Gestalt weitgehend mit subnigritulus übereinstimmend, aber die Beine heller (nur die Hinterschienen angedunkelt). ♂: Aedoeagus [Abb. 32]. 3,7-4 mm. D: Wohl in ganz Mitteleuropa, aber sehr verstreut und selten
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Abb. 32
→ 25-Flügeldecken lang, länger als der Halsschild, die vorletzten Fühlerglieder so lang wie breit oder höchstens schwach quer
#25
Fühler kürzer, vorletzte Glieder schwach quer, Hinterleib weitläufiger punktiert als bei nigritulus und den beiden folgenden Arten. Kleiner und schlanker als nigritulus, jedoch robuster gebaut als pennatus und suffragani, Augen klein, Schläfen mehr als doppelt so lang wie deren Längsdurchmesser. Besonders der Kopf gewölbter und weniger gestreckt. ♂: Aedoeagus [Abb. 30]. Siehe ravasinii LZ >>>23
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Abb. 30
→ 26-Fühler länger, vorletzte Glieder so lang oder sogar etwas länger als breit. Hinterleib dichter punktiert, Kopf flacher, schmal und gestreckt.
#26
suffragani Joy🗺ColeowebVorletzte Fühlerglieder etwas länger als breit. Kopf sehr schmal, nach hinten leicht verengt, Augen gewölbter, etwas aus der Seitenkontur des Kopfes hervorragend. Seitenrand des Kopfes ganz gerade, Schläfenecken recht deutlich. 3,9-4,1 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 33]. D: Aus Südosteuropa ins südöstliche Mitteleuropa einstrahlend, dort ziemlich selten
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Abb. 33
breviventer (Sperk, 1835)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Vorletzte Fühlerglieder so lang wie breit, Kopf etwas breiter, nach hinten nicht verengt. Augen nicht aus der Seitenkontur des Kopfes hervorragend. Seitenrand des Kopfes leicht gerundet, die Schläfenecken weniger deutlich, lang abgerundet. 3,8-4,6 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 34], Paramere tief 2-gabelig [Abb. 35]. (Stücke des velox mit nur schwach verdunkelten Beinen, wie sie häufiger gefunden werden, dürften äußerlich kaum von dieser Art zu unterscheiden sein.) D: In Mitteleuropa nach nigritulus die häufigste Art der Gattung und meist an den gleichen Stellen wie diese. (=coxalus Hochh., 1871) (=pennatus Sharp) (=hublei Goiff. & Seegers)
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Abb. 34
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Abb. 35
Enthaltene Taxaappendiculatus astutoides astutus austriacus bescidicus bishopi breviventer dieckmanni exiguus exspectatus femoralis Gabronthuskeysianus latro lividipes nigritulus osseticus piliger ravasinii robustus sphagnicola splendidulus subnigrituloides subnigritulus suffragani tirolensis toxotes trossulus
Erstellt am: 07.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 16.01.2025 - 02:52:31
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