Gattung Euaesthetus Grav.

ColeopteraStaphylinidaeEuaesthetinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Eine kleine Gruppe 1,4-2 mm langer Arten. Kopf, Halsschild, Flügeldecken und Hinterleib etwa von gleicher Breite. Kopf groß, die kleinen vorspringenden Augen stoßen unmittelbar an die Halsabschnürung. Halsschild gewölbt, nicht quer, zur Basis herzförmig verengt mit 2 scharf eingegrabenen Längsgrübchen; Flügeldecken von Halsschildlänge, zusammen viel breiter als lang. Beine kurz, Tarsen 4-gliedrig. Die Arten leben an Ufern im Anspülicht vorzugsweise im Frühjahr.
#1
→ 2Kopf, Halsschild und Flügeldecken mit dichter, verrunzelter Punktur [Abb. 1]. Zähnelung der Oberlippe weniger dicht (ca. 9 Zähnchen) [Abb. 2], gleichartig oder ungleich. Der Nahtstreifen der Flügeldecken ist außerordentlich fein und der Naht so stark genähert, daß die Flügeldecken bei schwacher Vergrößerung oder flüchtiger Betrachtung ungerandet erscheinen.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 3-Punktur der Flügeldecken nicht verrunzelt. Zähnelung der Oberlippe gleichartig, dichter (ca. 14 Zähnchen) [Abb. 3]. Nahtstreifen deutlich und kräftig [Abb. 4].
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Abb. 3
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Abb. 4
#2
bipunctatus (Ljungh, 1804)Fundmeldungen🗺ColeowebZähnelung der Oberlippe ungleich, die mittleren stärker [Abb. 2]. Rotbraun, Fühler bis zur Mitte und Beine rostrot, Körper durchschnittlich etwas robuster und größer [Abb. 5]. ♂: Letztes Sternit [Abb. 6], Aedoeagus [Abb. 7]. 1,5-2 mm. D: Überall nicht allzu selten
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Abb. 2
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
superlatus Peyrhff., 1937🗺Coleoweb-Zähnelung der Oberlippe gleichartig [Abb. 8]. Körper etwas schmäler und schlanker [Abb. 9]. Braunschwarz, Schulterbeule und Hinterrand der Tergite aufgehellt, Fühler und Beine rotgelb. 1,2-1,8 mm. ♂: Letztes Sternit [Abb. 10], Aedoeagus [Abb. 11]. D: Frankreich, Jugoslawien, Mitteleuropa: Österreich (Burgenland, Steiermark), ferner Bayern, Sachsen und Mecklenburg, in Mitteleuropa offenbar weit verbreitet, aber selten.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
#3
ruficapillus Boisd.Lac., 1835Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild an der Basis mit einem feinen, glänzenden Längskiel [Abb. 12], der in der dichten Punktur mitunter schwer zu erkennen ist [Abb. 13]. Die Halsschildeindrücke voneinander etwa um ihren eigenen Durchmesser entfernt. Halsschild vor der Basis kurz ausgerandet. Oberseite feiner und dichter punktiert. Rotbraun, der Kopf, Fühler und Beine heller rostrot. Die kleinste und schlankste Art der Gattung, 1,4-1,7 mm [Abb. 14]. D: Überall häufig
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
laeviusculus Mannh., 1844Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild in der Mitte ohne Längskiel [Abb. 15] meist mit einer kleinen punktfreien Fläche. Breiter gebaut [Abb. 16]. Oberseite etwas kräftiger und weitläufiger punktiert, die Halsschildeindrücke flacher, aber ausgedehnter und etwas breiter getrennt als bei ruficapillus. Rotbraun, Fühler und Beine rostrot, 1,7-1,9 mm. D: Überall, aber meist die am wenigsten häufige Art.
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Abb. 15
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Abb. 16
Enthaltene Taxabipunctatus laeviusculus ruficapillus superlatus
Erstellt am: 10.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 03.04.2025 - 12:26:18
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