Gattung Esolus Mulsant & Rey

ColeopteraElmidae
Von Arved Lompe (n. A.W. Steffan, M. Olmi)
Olmi, M (1975): Descrizone di due nuove specie italiane appartenenti al genere Esolus Mulsant et Rey (Coleoptera Elminthidae) - Annali Mus Civ Stor Nat Giacomo Doria 80:232-237 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Olmi1975 Esolus.pdf"
Halsschild mit 2 Längskielen, die vor der Basis nicht miteinander verbunden sind. Mittelfeld vorn und hinten offen. Auf den Flügeldecken setzen sich die Halsschildkiele als 5. Zwischenräume fort, sind jedoch nur an der Basis kielförmig erhaben; die weiter außen gelegenen 7. Zwischenräume auf ganzer Länge kielförmig, Flügeldeckenmitte schwach gewölbt. Halsschildbasis vor dem kleinen, schmalen Schildchen nicht ausgerandet. In der Bildung der Mundteile von allen anderen mitteleuropäischen Elminthini abweichend. In Europa 6 Arten.
#1
→ 2Mitteleuropäische Arten nach äußeren Merkmalen.
→ 4-Europäische Arten anhand des Genitalbaus (nach Olmi).
#2
angustatus (Müller, 1821)Größer: 1,8-2 mm. Auffällig langgestreckt [Abb. 1], Flügeldecken weit mehr als doppelt so lang wie an der Basis breit, hinter der Mitte nur leicht erweitert, dann lang, fast spitzwinklig zugespitzt [Abb. 2], im hinteren Drittel stärker gewölbt; Punktreihen mit mäßig groben, meist weitläufig aufeinanderfolgenden, gegen die Spitze feiner werdenden Punkten. Halsschild fast so lang wie breit, von der Mitte nach vorn etwas verengt, mit leicht nach außen gebogenen und von der Mitte nach vorn konvergierenden Längskielen; auf der Mitte fein und weitläufig punktiert, dazwischen feinere seichte Pünktchen. Die Spitze des Penis überragt die Parameren nicht [Abb. 3] [Abb. 4]. 1,8-2,0-mm. In kleinen sommerkalten Bächen des Berglandes, in Waldbächen und Quellrieseln (Quell- und Obere Forellen-Zone), an Steinen und in Wassermoosen, auch im Grundwasser. In Mitteleuropa bis zum Nordrand der Mittelgebirge, nicht im Hochgebirge und nicht im Tiefland, meist häufig.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 3-Kleinere Arten: < 1,6 mm.
#3
pygmaeus (Müll., 1806)Basis der Halsschildseitenfelder zusammen viel breiter als Basis des Halsschildsmittelfeldes. Halsschild nach vorn stark verengt mit gerundeten Seiten. Halsschildkiele nur schwach nach außen gebogen, fast parallel. Halsschild flach gewölbt, ganz matt chagriniert und auf der Mitte sehr seicht und weitläufig punktiert. Flügeldecken knapp 1,5 x länger als an der Basis breit, hinter der Mitte bauchig erweitert, grob punktiert gestreift [Abb. 5]. Ventral betrachtet die Spitzen der Parameren breit, die des Penis schmal [Abb. 6]. 1,3-1,4 mm, kleinste der mitteleuropäischen Arten, viel kürzer und gedrungener gebaut als die anderen. In und an größeren Bächen und kleineren Flüssen (Äschen- und Barben-Zone), besonders im Bergvorland, sowohl im Wasser an Steinen und Moosen als auch am Spülsaum im Ufersand unter Steinen und im Genist. In Mitteleuropa bis zum Nordrand der Mittelgebirge, nicht in höheren Berglagen und nicht in der Tiefebene, meist selten.
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Abb. 5
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Abb. 6
parallelepipedus (Müll., 1806)-Basis der Halsschildseitenfelder zusammen höchstens so breit wie die Basis des Halsschildsmittelfeldes. Halsschild nach vorn nur wenig verengt. Flügeldecken gestreckt, hinter der Mitte nur wenig erweitert [Abb. 7] [Abb. 8]. Nicht auffällig langgestreckt, Flügeldecken etwa doppelt so lang wie an der Basis breit, hinten kurz und stumpfwinklig zugespitzt. Halsschild fast so lang wie breit, seine Seiten und Kiele konvergieren nach vorn nur wenig stärker als nach hinten. Die Punkte der Flügeldeckenreihen meist gröber und weniger weitläufig als bei der nachfolgend beschriebenen Art. Bei ventraler Ansicht die Parameren gerade, am Ende nicht oder nur leicht zur Penisspitze gebogen [Abb. 9]. 1,4-1,5 mm. In kleinen, sommerkalten Bächen (untere Forellen- und Äschen-Zone) des Berg- und Bergvorlandes, an Steinen und Wassermoosen. In Mitteleuropa bis zum Nordrand der Mittelgebirge, nicht in höheren Berglagen und im Tieflandselten, sonst meist häufig.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
#4
Bei ventraler Ansicht die Parameren gerade, am Ende nicht oder nur leicht zur Penisspitze gebogen [Abb. 9]. Siehe parallelepipedus LZ >>>3
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Abb. 9
→ 5-Bei ventraler Ansicht die Parameren am Ende deutlich zur Penisspitze gebogen (wie in [Abb. 6]).
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Abb. 6
#5
brevis Kuwert, 18908. Zwischenraum an der Basis fast so lang gekielt wie der 7.. Penis kurz vor der Basis plötzlich verbreitert [Abb. 10]. Art aus Sardinien und von Korsika.
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Abb. 10
→ 6-8. Zwischenraum an der Basis nicht gekielt sondern nur der 7.. Penis zur Bais allmählich verbreitert [Abb. 11].
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Abb. 11
#6
→ 7Parameren ventral betrachtet mit einer +/- entwickelten Aufwölbung die mindestens 1/3 der Paramerenlänge einnimmt [Abb. 6].
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Abb. 6
→ 8-Parameren ventral betrachtet auf der Oberseite ohne Verdickung [Abb. 3].
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Abb. 3
#7
berthelemyi Olmi, 1975Ventral betrachtet die Spitzen der Parameren schmal, die des Penis breit [Abb. 12]. 1,24-1,44 mm.
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Abb. 12
-Ventral betrachtet die Spitzen der Parameren breit, die des Penis schmal [Abb. 6]. Siehe pygmaeus LZ >>>3
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Abb. 6
#8
czwalinae Kuwert, 1889Die Spitze des Penis überragd die Parameren [Abb. 11]. Kleine Art: 1,48-1,64 mm. (doderoi Olmi, 1975)
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Abb. 11
-Die Spitze des Penis überragd die Parameren nicht [Abb. 3]. Größere Art: 1,78-2 mm. Siehe angustatus LZ >>>2
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Abb. 3
Enthaltene Taxaangustatus berthelemyi brevis czwalinae parallelepipedus pygmaeus
Erstellt am: 30.10.2014 · Letzte Aktualisierung: 18.10.2016 - 17:23:25
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