Untergattung: Emphanes Motschulsky 1846

CarabidaeTrechinaeBembidiiniBembidion
von Arved Lompe (n. L. Gangelbauer, A. Horion, J. Müller, E. Reitter)
#1
→ 2Klavikularfalte vollständig [Abb. 1] [Abb. 2].
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 1a-Klavikularfalte verkürzt [Abb. 3].
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Abb. 3
#1a
→ 1bMit auffallend heller Praeapikalmakel.
normannum Dej., 1831Fundmeldungen🗺Coleoweb apfelbecki Müller-Motzfeld, 1986🗺Coleoweb-Oberseite dunkel erzgrün, Flügeldecken im Apikalteil rötlich [Abb. 4]. Halsschild schmäler [Abb. 5] und die Flügeldecken gewölbter als bei minimum, mit weniger vortretenden, breiter verrundeten Schultern und gröberen Punktreihen. Fühler braun mit rötlichgelbem Basalglied. Halsschild knapp vor dem schmal gewulsteten Basalrand mit einer Reihe ungleich großer Punkte; Postangularfältchen vorhanden. Stirnfurchen wie bei minimum. 2,5-3,2 mm. Westliches Mittelmeergebiet, atlantische Küsten Europas bis zur Ostsee. Im östlichen Mittelmeergebiet eine weitere Form, die mir nicht bekannt ist. normannum ssp.
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Abb. 4
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Abb. 5
#1b
mediterraneum Csiki, 1928Kontinentale Art. Mallorca, Camargue und Algieren (Oran). normannum (=meridionale Gglb.) ssp.
inconspicuum Woll., 1864🗺Coleoweb-Art von den Kanarischen Inseln. Neben der apikalen Makel sind die Flügeldecken auch im Schulterbereich +/- hell gefärbt. Sehr ähnlich dem latiplaga und vielleicht synonym zu diesem. 2,6 mm. Bisher nur der Typus bekannt. Teneriffa.
#2
→ 3Stirnfurchen parallel, auf den Clypeus nicht verlängert (bei minimum manchmal höchstens ganz feine Furchen [Abb. 6]).
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Abb. 6
→ 6-Stirnfurchen zwischen den Augen parallel, auf den Clypeus etwa in gleicher Stärke durch zwei konvergierende Schräglinien verlängert [Abb. 7].
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Abb. 7
→ 7-Stirnfurchen bereits zwischen den Augen nach vorne konvergierend und auf den Clypeus in gleicher Richtung fortgesetzt. Die Stirnfurchen konvergieren in gerader Linie nach vorn, von der Kopfschildquernaht nicht unterbrochen, auf dem Kopfschild bildet sich dadurch ein erhabenes Dreieck mit abgerundeter Spitze [Abb. 8].
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Abb. 8
#3
latiplaga Chaud.🗺ColeowebBasalhälfte der Flügeldecken größtenteils bräunlichgelb, im hinteren Drittel ein großer heller Fleck. Halsschildbasis ähnlich wie bei moeoticum skulptiert, Postangularfältchen rudimentär oder fehlend. Von B. moeoticum und lais, abgesehen von der Färbung, durch breitere und flachere Flügeldecken, vorn ersteren auch durch die längeren und kräftigeren Dorsalstreifen verschieden. 2,5-3 mm. (1) Zirkummediterran. In Mitteleuropa nur im Südosten als große Seltenheit in Niederösterreich, Slowakei, Polen; am Neusiedler See fraglich.
→ 4-Flügeldecken anders gefärbt. Halsschild meist mit deutlichem Postangularfältchen. (1) Diese Art zeigt nach Müller eine auffallende Übereinstirnrnung in Größe und Färbung mit B. quadriplagiatum Motsch. (Siehe unten bei Leitzahl >>>7). Dieses unterscheidet sich aber von latiplaga durch schmäleren Halsschild, schmälere und gewölbtere Flügeldecken, vor allem aber durch die Stirnfurchen, die wie bei azurescens beschaffen sind.
#4
lais BedelOberseite blauschwarz, Flügeldecken im hinteren Drittel mit einer scharf begrenzten, hellgelben, runden Makel, außerdem ein schmaler Basalsaum und bisweilen ein paar kleine Flecken im vorderen Drittel rötlich. Halsschild nur wenig breiter als lang. Flügeldecken wie bei normannum, ziemlich gestreckt und gewölbt, jedoch erheblich feiner gestreift. 2,5 mm. Tunis und Algier.
→ 5-Oberseite anders gefärbt. Halsschild oft erheblich breiter als lang, Flügeldecken flacher, mit stärker vortretenden Schultern
#5
minimum (F., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite schwarz erzglänzend [Abb. 9], Palpen, Fühler und Beine ebenfalls schwarz oder dunkelbraun, bisweilen die Flügeldeckenspitze ± gebräunt. Halsschild viel breiter als lang, vorne stark erweitert, zur Basis sehr stark verengt [Abb. 10]. 2,5-2,8 mm. Nord- und Mitteleuropa, Sibirien. In Mitteleuropa sporadisch, an den Küsten der Nord- und Ostsee und an Binnenlandsalzstellen häufig, nach Süden selten Es kommen Tiere vor, bei denen der Clypeus völlig glatt ist (Normalform) und solche, bei denen ganz feine konvergierende Linien auf dem Clypeus vorhanden sind; diese lassen sich von tenellum durch die weniger abgeschrägte Basis neben den Halsschildhinterwinkeln unterscheiden.
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Abb. 9
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Abb. 10
rivulare Dej.-Vorderkörper schwarz erzglänzend oder bronzefarbig, Flügeldecken braun oder bräunlichrot mit ± deutlichem Erzschirnmer, Beine bräunlich oder rötlichgelb mit kaum verdunkelten Schenkeln. Halsschild ebenso breit oder schmäler als beim Vorigen. Var. euxinum Apfb. von Burgas ist eine größere und breitere Unterrasse. 2,5-3 mm. Mittelmeergebiet, von Südfrankreich bis Syrien, halophil. Nicht in Mitteleuropa (alte Meldungen für den Neusiedler See sind vermutlich falsch). (=orientale Apfb.) ssp.
#6
tenellum Er., 1837Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz, höchstens schwach erzglänzend, aber stark irisierend. Die Flügeldecken mit kleiner, rundlicher Präapikalmakel (ab. pseudotenellum Net.), selten bloß mit bräunlicher Spitze (moeoticum Kolen.) [Abb. 11]. Halsschild schmaler [Abb. 12], Flügeldecken gewölbter als bei minimum, mit kürzeren Punktreihen. Halsschild knapp vor der Basis mit einer feinen Punktreihe und davor, jederseits der Mittellinie, mit einem größeren, rundlichen Grübchen; Postangularfältchen undeutlich. Aedoeagus [Abb. 13]. 2,3-2,8 mm. Östliches Mittelmeergebiet, vom Kaukasus bis Südfrankreich, stellenweise auch in Ungarn und Deutschland. Halophil, an Salzstellen stellenweise häufig, besonders in Mittel- und Norddeutschland, Österreich und der Tschechoslowakei. Von minimum, bei dem auch Tiere mit ganz feinen Fortsetzungen der Stirnfurchen auf den Clypeus vorkommen, durch schmäleren Halsschild, gewölbtere, fast stets gefleckte Flügeldecken und kürzere Punktstreifen derselben - der 2. reicht nur bis zum hinteren Borstenpunkt - und viel stärker abgeschrägte Basis neben den Halsschildhinterecken verschieden. Von azurescens fast nur durch die hinter dem Clypeus parallelen Stirnfurchen zu unterscheiden.
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
transversum Müller-Schwarzgrün oder schwarzblau, die Flügeldecken im hinteren Drittel mit einer rötlichgelben, an der Naht schmal unterbrochenen Querbinde. Die Stirnfurchen bisweilen schon zwischen den Augen ein wenig konvergierend. Im übrigen mit dem Vorigen übereinstimmend und vielleicht nur eine Rasse desselben. 2,5-2,8 mm. Spanien (Ponferrada, Manzanal und Palencia, leg. Paganetti, Wien. Hofmus.).
#7
quadriplagiatum Motsch.Flügeldecken in der Schultergegend mit einem großen, aber verschwommenen, fast bis zur Mitte reichenden, bräunlichgelben Fleck, hinter der Mitte mit einer schärfer hervortretenden, runden, gelben Makel; Fühler mit drei rötlichgelben Basalgliedern. Halsschild kaum breiter als lang, die Basis wie bei moeticum skulptiert, die Hinterecken meist kurz abgeschrägt. Südrußland, Kirghisensteppe, Syr-Darja.
azurescens (D.T., 1877)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kiefertaster dick. Schwarz mit ± blaugrünem Metallschimmer, Flügeldecken zur Spitze oft bräunlich, die Praeapikalmakeln - wenn vorhanden - scharf rundlich [Abb. 14]. Halsschildhinterrand fast gleichmäßig konvex, zu den Hinterecken nicht winklig abgeschrägt, Hinterwinkel fast rechtwinklig [Abb. 15]. Fühler und Beine braun, gelegentlich angedunkelt. 2,5-2,9 mm. Mittel-, Osteuropa, südliches Nordeuropa bis Sibirien. Montane Art, im südlichen und mittleren Mitteleuropa verbreitet, im Norden sehr selten.
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Abb. 14
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Abb. 15
Enthaltene Taxaapfelbecki azurescens inconspicuum lais latiplaga mediterraneum minimum normannum quadriplagiatum rivulare tenellum transversum
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 08.08.2022 - 17:04:38
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