Gattung Dichillus Duval.

TenebrionidaeStenosini
A.L. (n. Reitter)
Flügeldecken an der Basis kaum breiter als die Basis des Halsschildes, letzterer ohne Mittelfurche, die Schläfen zum abgeschnürten Halse einfach, fast immer verengt. Die Gattung Dichillus ist wie Stenosis rein paläarktisch, nur wenige Arten reichen bis Abessinien in Afrika und China und Indien in Asien.
#1
→ 2Flügeldecken mit einer oft sehr feinen Seitenrandkante, dicht daneben nach innen mit einem tieferen Punktstreifen, die Epipleuren durch die Randkante deutlich abgesetzt.
→ 5-Flügeldecken ohne Seitenrandkante, an den Seiten nur mit sehr feinen Punktreihen und die Epipleuren von der Seitenwölbung nicht abgegrenzt.
#2
→ 40Flügeldecken innen mit zwei bis drei tiefen, grubenartig vertieften, an den Seiten feinen Punktreihen, Fühler von außerordentlicher Dicke, zur Spitze verschmälert; Körper rostrot. U.Gattung Dichillocerus Reitter, 1916 *) *) Man beachte die Auslassungen von Kraatz und Schaum über Oedenocera Reiche in der Berl. Ent. Ztschr. p. 98 und 100.
→ 3-Flügeldecken mit normalen, feinen oder stärkeren Punktstreifen, die Fühler von gleichmäßiger Stärke, nach vorne auf der Breitseite nicht oder sehr schwach verengt.
#3
→ 6Die ovalen Flügeldecken an den Schultern mit einem etwas hakigen Zahne. Stirn oft mit schwachem verkürzten Längskiel. U.Gattung Dichillomessor Reitter, 1916
→ 4-Flügeldecken an den Schultern ohne Zahn. Stirn ohne Längskiel.
#4
cordicollis Reitt.Glied 2 und 3 der Fühler gestreckt, viel länger als breit, Clypeus am Ende stumpf abgerundet, Schläfen mit den Wangen bis zum Wangenwinkel vor den Augen parallel; Halsschild lang herzförmig, zur Basis stark verengt, Flügeldecken lang elliptisch, an der Basis auffallend verengt, mit drei Dorsalrippen und erhabener Naht, Klauen dünn, normal. U.Gattung Dichillesthes Reitter, 1916 Rotbraun, die Flügeldecken etwas dunkler, Fühler und Beine etwas heller. Die Fühler dünn, Glied 2 und 3 viel länger als breit, 4, 5, 10 fast quadratisch, 6, 7, 8, 9 schwach quer. Kopf merklich schmäler als der Halsschild mit langen parallelen Schläfen, dicht. und fein punktiert, Hals schwach abgeschnürt. Halsschild lang herzförmig, fast von der Breite der Flügeldecken, zur Basis stark verengt, stark der Quere nach gewölbt, dicht und fein punktiert, in den Hinterecken gewöhnlich mit kleinem Grübchen. Flügeldecken elliptisch, die Naht und drei Rippen erhaben, letztere zur Spitze verkürzt, zwischen den Rippen mit zwei sehr feinen Punktreihen. Marginalrand scharf entwickelt. L. 3,8 mm. Transkaspien, Turkestan.
→ 7-Glied 2 und 3 der Fühler nicht gestreckt, 3 kaum länger als breit [Abb. 1], Clypeus an der Spitze flach ausgerandet, Schläfen vom Wangenwinkel nach hinten verengt, Halsschild nach hinten wenig verengt, Flügeldecken an der Basis nicht eingeschnürt, ohne Rippen oder nur mit einer ausgebildeten Rippe neben dem Seitenrande; Klauen rudimentär, kurz und klein, ihre Länge die Dicke des Klauengliedes nicht überragend. U.Gattung Dichillus s. str.
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Abb. 1
#5
→ 23Schenkel einfach. U.Gattung Dichillinus Reitter, 1916 *) *) Hierher auch D. tenellus Wasm. aus Indien, der sich durch eine feine gleichmäßig dicht gereihte Punktur der Flügeldecken auszeichnet; die Hauptreihen sind von den Zwischenraumreihen nicht zu unterscheiden.
adriani Reitter, 1916-Schenkel deutlich, aber stumpf gezähnt. U.Gattung Dichillodontus Reitter, 1916 Rostrot, glänzend, kahl, Fühler dünn, Glied 2 wenig, 3 beträchtlich länger als breit, Glied 4-9 fast. so lang wie breit, 10 größer, quadratisch, 11 wenig schmäler, aber breiter als 6-9. Kopf, von der Breite des Halsschildes, rundlich, sehr fein punktiert Hals kräftig abgeschnürt, Halsschild reichlich so lang wie breit ziemlich flach, zur Basis etwas und ziemlich gerade verengt, mit scharf rechteckigen Hinterwinkeln und stumpf gekanteter Randkante, oben wie der Kopf sehr fein punktiert, vor der Basis mit einem Grübchen, ein kleineres an der Basalkante neben den Hinterwinkeln. Flügeldecken oval, hinter der Mitte am breitesten, oben ziemlich flach, mit feinen, an den Seiten und der Spitze erlöschenden Punktreihen, die weiteren Zwischenräume mit viel feineren Punktreihen, Epipleuren nicht kantig begrenzt. Schenkel von normaler Stärke, in der Mitte mit dreieckigem Zähnchen. Nachdem die Schenkel gefurcht sind, steht das Zähnchen beiderseits der Furchenkanten. L. 3,7 mm. Transkaspien: Dortkuju (April 1900, Hauser). Ein Exemplar in Herrn Professor Adrian Schusters Kollektion.
#6
indicus Wasm.Schwarz, Stirn mit deutlichem Kiel, Fühler dicker, Glied 2-10 stark quer, Halsschild vor den Hinterwinkeln nicht deutlich ausgeschweift, Flügeldecken mit stärkeren Punktstreifen.
himalayanus Fairm.-Rostrot, Stirn ohne deutlichen Kiel, Fühler dünner, Glied 3 kaum, 2 und 10 schwach quer, Halsschild herzförmig, fast breiter als lang, die Seiten vor den scharfeckig vorspringenden Hinterwinkeln ausgeschweift, Flügeldecken mit feineren Punktreihen.
#7
→ 8Flügeldecken mit feinen, manchmal erloschenen Punktstreifen oder Punktreihen, die Zwischenräume viel breiter, deutlich mehr als doppelt so breit, als die Streifen oder Punktreihen selbst [Abb. 2].
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Abb. 2
→ 15-Flügeldecken mit stärkeren streifigen Punktreihen, die Zwischenräume derselben sind kaum breiter bis etwa doppelt so breit als diese [Abb. 3]. Kopf etwas breiter als der Halsschild.
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Abb. 3
#8
→ 9Flügeldecken unfern vom Seitenrande mit einer deutlichen Rippe,. Epipleuren durch die Seitenrandkante scharf begrenzt. Halsschild kaum länger als breit, wenig gewölbt, mit schmalem, aber deutlich abgesetztem, oft verflachtem Seitenrande und scharfer vorspringender Randkante. Kopf nicht breiter als der Halsschild; Flügeldecken elliptisch. Oberseite mit äußerst feinen Punktreihen.
→ 10-Flügeldecken neben dem Seitenrande nur selten mit sehr feiner Rippe, meistens aber ohne solche, fast immer hinter der Mitte am breitesten; Halsschild merklich länger als breit, meistens fast zylindrisch mit wenig vortretender Seitenrandkante; Kopf im Niveau der Wangenwinkel breiter als der Halsschild, Flügeldecken lang oval, oft hinter der Mitte am breitesten.
#9
myrmecophilus Fairm.Flügeldecken außer der Humeralrippe an der Basis mit zwei Rippenrudimenten. Kopf merklich schmäler als der Halsschild, länger als breit, Schläfen nach hinten gerade verengt, Vorderwinkel des Halsschildes kurz und spitzig. Dunkel kastanienbraun. L. 4 mm. Algier.
algiricus Lucas-Flügeldecken breiter und flacher elliptisch, Basis ohne Rippenrudimente, Kopf kaum schmäler als der Halsschild, fast rund, Vorderwinkel des Halsschildes kaum vortretend, stumpfeckig. Rötlich kastanienbraun. L. 4- 4,2 mm. St. Henoni Alld., D. bicarinutus Baudi, castaneus Fairm. Algier.
#10
carinatus Küster, 1848Flügeldecken neben dem Seitenrande mit einer feinen Rippe. Die Schläfen hinter den Augen mit vollständiger, die Halseinschnürung erreichender Augenfurche. Kopf und Halsschild dicht und fein punktiert, der zweite Zwischenraum der Punktreihen auf den Flügeldecken meistens ein wenig kurz erhöht [Abb. 2]. L. 3-3,5 mm. Dalmatien, Herzegowina, Griechenland, Türkei.
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Abb. 2
→ 11-Flügeldecken neben dem Seitenrande ohne Rippe, höchstens an der Basis mit kurzer Längserhabenheit.
#11
formicophilus BreitDie Schläfen hinter den Augen mit vollständiger, die Halseinschnürung erreichender Augenfurche. Sonst wie der vorige. Krim, Dobrudscha, Griechenland. carinatus v.
→ 12-Die Schläfen hinter den Augen nur mit kurzem Grübchen oder ganz ohne Augenfurche.
#12
→ 13Flügeldecken am Grunde nicht lederartig gewirkt, nur erloschen chagriniert, Fühler zur Spitze nicht deutlich verschmälert. Arten aus dem südwestlichen Mittelmeergebiet.
angelicae Reitt.-Flügeldecken am Grunde fein lederartig verrunzelt; Fühler ziemlich dick, zur Spitze wenig, aber deutlich verschmälert, gelb behaart. Rostbraun, Kopf und Halsschild fein und dicht punktiert, der erstere ohne Augenfurche, der letztere an den Seiten schwach gerundet, etwas länger als breit, Flügeldecken auf der Scheibe mit sehr feinen, streifigen Punktreihen, matt, an der Basis oft mit einigen kurzen Längsfältchen, die Epipleuren ziemlich scharf begrenzt. L. 3,5-4.5 mm. Transkaukasien: Araxestal; Persien: Luristan (Myrmekophil).
#13
→ 14Schläfen hinter den Augen mit einem kurzen Längsgrübchen. Kopf und Halsschild sehr dicht, mäßig stark punktiert. Epipleuren der Flügeldecken nur stumpf und schlecht begrenzt.
socius Rottenb.-Schläfen hinter den Augen ohne Grübehen oder Augenfurche. Kopf und Halsschild nur fein und spärlich punktiert, Flügeldecken mit sehr feinen Punktreihen, der zweite, vierte und fünfte Zwischenraum an der Basis schwielig erhöht., der zweite am deutlichsten, die Epipleuren stumpf, aber sehr gut abgegrenzt. Fühler dicker. Oberseite matt: schwarzbraun, Fühler rostrot. L. 3,8-4 mm. Sizilien (Girgenti).
#14
minutus Sol.Fühler dicht goldgelb behaart, Glied 2 und 3 fast von gleicher Länge. Braunschwarz, Beine rostrot, frische Stücke einfarbig rostrot. Der zweite und sechste Zwischenraum der Punktreihen der Flügeldecken an der Basis gewöhnlich nicht deutlich, bei v. subtilis Kr. deutlicher kurz erhöht. L. 3-3,5 mm. Süditalien, Sardinien, Sizilien, Südfrankreich, Spanien (Andalusien).
laevicornis Reitt.-Fühler außer den Terminalhärchen fast kahl, Glied 3 schwach quer und deutlich länger als 2 oder 4. Braunrot. L. 3,3 mm. Vielleicht Rasse des vorigen. Marokko.
#15
→ 16Oberseite kahl. Arten aus dem westlichen Mittelmeergebiet.
→ 19-Oberseite am Grunde mit einer staubförmigen, spärlichen, wenig sichtbaren Behaarung oder mit kurzen abstehenden Börstchen, die im Profile sichtbar sind. Arten aus Syrien, Persien und Zentralasien.
#16
→ 17Halsschild und Scheitel gedrängt und stark punktiert, ersterer länger als breit, zylindrisch, Glied 3 der Fühler nahezu quadratisch oder wenig breiter als lang. Braunrot. L. 3,5 -4 mm. Kalabrien, Spanien, Portugal, Marokko.
→ 18-Halsschild und Scheitel dicht und sehr fein punktiert, ersterer wenig länger als breit, Glied 3 der Fühler ziemlich stark quer; der zweite Zwischenraum der Flügeldecken ist manchmal vorne schwach erhöht. Korsika, Sardinien
#17
subcostatus Sol.. valentinus Reitter, 1916Flügeldecken mit gleichmäßigen, fast ebenen Zwischenräumen, der zweite und vierte recht deutlich, der siebente ein wenig erhabener als die anderen, die Punktreihen so breit oder fast so breit wie die Zwischenräume. Stammform. D. andalusiacus Rosenh. Kalabrien, Spanien. Wie der vorige, aber die Punktreihen der Flügeldecken fein, doppelt schmäler als die Zwischenräume, letztere ganz flach,. auch der siebente nicht gewölbt, Fühlerglied 2 und 3 von gleicher Länge, quer; Halsschild merklich feiner punktiert. Spanien: Valencia. subcostatus var.
elevatus Reitt.-Flügeldecken mit etwas stärkeren Punktreihen, der zweite Zwischenraum leicht oft stark, der vierte und sechste teilweise schwach, der siebente kielförmig erhaben [Abb. 3]. Portugal. subcostatus var.
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Abb. 3
#18
corsicus Sol.Die ganzen Fühler sind dicht goldgelb behaart; die Epipleuren der Flügeldecken sind schärfer abgesetzt, der Seitenrand ziemlich. kielförmig. Schwärzlichhraun mit rostroten Beinen bis rostrot. L. 3,2-3,6 mm. Korsika, Sardinien.
pumilus Sol.-Die Fühler mit Ausnahme der Terminalhärchen fast kahl; die Epipleuren schwach abgesetzt, die Seitenrandkante sehr stumpf. Rostrot. L. 3-3,2 mm. Wahrscheinlich nur eine Form des corsicus. Sardinien, Korsika.
#19
seminitidus ErschoffFlügeldecken nur mit anliegender, staubförmiger, wenig auffälliger Behaarung. Gelbrot oder rostrot, Kopf mit dichter, länglicher Punktur, manchmal etwas längsrunzelig, Halsschild kaum länger als breit, zur Basis schwach und gerade verengt, dicht und ziemlich stark punktiert, die Punkte schwach länglich, manchmal länglicher und gedrängter, Flügeldecken mit feinen, an den Seiten und der Spitze erlöschenden Punktreihen, die Randkante wenig scharf, aber deutlich; Glied 2-10 der kräftigen Fühler stark quer. L. 3- 3,3 mm. D. inhumeralis Pic. Turkestan: Margelan, Samarkand: Transkaspien.
→ 20-Flügeldecken mit spärlichen, aufstehenden Haarbörstchen.
#20
subsetulosus Reitt.Hinterkopf dicht, meist etwas länglich punktiert, ohne Längsfalten oder Längsfurche. Halsschild kaum länger als breit, zylindrisch, mäßig dicht und fein punktiert, der Marginalrand an den Seiten schwach ausgeprägt und stark gebogen, vorne oder hinten ist ein Stückchen verkürzt, Flügeldecken mäßig stark streifig punktiert, die Reihen an der Spitze erloschen. Dunkelbraun bis rostbraun. L. 2,8-3 mm. Kleinasien (Smyrna), Cypern.
→ 21-Hinterkopf mit runzeligen Längsfalten oder tiefer Mittelfurche.
#21
schusteri Reitter, 1916Scheitel dicht längsstrigos punktiert, in der Mitte mit verkürzter, tiefer Längsfurche, Halsschild kaum länger als breit, zur Basis schwach verengt, die Seitenrandlinie scharf, oben dicht und fein, einfach punktiert, Flügeldecken wenig lang, hinter der Mitte am breitesten, oben mit mittelstarken streifigen Punktreihen, davon der erste neben der Naht vertieft, die Reihen an der Spitze erloschen, die Zwischenräume so breit wie die Punktreihen. Fühler dick, Glied 2-10 stark quer. Rostrot, die Fühler und meist, auch die Beine dunkler braun. L. 3 mm. Transkaspien: Saramsabli (Hauser). Von Professor Adrian Schuster in Wien gütigst mitgeteilt.
→ 22-Kopf mit runzeligen Längsfalten am Scheitel.
#22
strigiceps Reitt.Halsschild fein punktiert, die Punkte separiert, in der Mitte ohne Längsfalte. Rostrot, die Fühler dunkler, dick, Glied 2-10 stark quer, Scheitel zwischen den Längsfalten längsstrigos punktiert, Halsschild etwas länger als breit, fein punktiert, die Seitenrandkante sehr fein, Flügeldecken mit mäßig starken Punktreihen, die hinten verkürzt sind, die äußeren kürzer als die inneren. L. 3 mm. Aleppo. (Col. Klemens Müller.)
rugatus Baudi-Halsschild stark und gedrängt punktiert, die Punkte länglich, einander fast berührend, wenigstens in der Mitte mit einer feinen Längsfalte. Dunkel rostrot, der Scheitel stark runzelig punktiert, mit Längsfältchen, Halsschild sehr wenig länger als breit, dicht und stark, fast runzelig punktiert, in der Mitte mit angedeuteter Längsfalte, Flügeldecken in Reihen streifig, ziemlich stark, aber seicht punktiert, die Reihen an den Seiten feiner, an der Spitze erloschen, neben. der Seiterirandkante mit tieferem Randstreifen, L. 3,6 mm. Persien. (Mus. Civico di Storia Natural in Genova.)
#23
→ 24Fühler verhältnismäßig dünn, Glied 3 quadratisch, solang wie breit.
→ 33-Fühler meistens dicker oder sehr dick, Glied 2 - 10 quer.
#24
→ 25Halsschild mit scharf vorspringender Seitenrandkante. Arten aus Transkaspien und Turkestan, die im hohen Grade einander ähnlich sind.
→ 31-Halsschild mit stumpfer Seitenrandkante, die Flügeldecken seitlich ohne kantige Begrenzung, die Epipleuren nicht begrenzt. Arten aus Syrien und Arabien. *) *) D. pauxillus und filum aus Transkaspien haben auch keinen sehr scharfen, aber nicht so stumpfen Seitenrand des Halsschildes wie die obigen Arten.
#25
reitteri Semen.Glied 2 der Fühler etwas länger als breit, 3 - 9 quadratisch oder sehr schwach quer, das vorletzte etwas größer. Oberseite äußerst fein, kaum sichtbar anliegend behaart. Braun, Kopf nicht breiter als der Halsschild, rundlich, dicht punktiert. Halsschild wenig länger als breit, gewölbt, vorne etwas breiter, die Seiten kaum gerundet, oben dicht punktiert. Flügel. decken lang elliptisch, fein streifig punktiert, die Reihen an den Seiten und der Spitze fast erloschen, ohne abgegrenzten Seitenrand. Größte Art. L. 4,7-5 mm. Reitter damals unbekannt. Transkaspien: Mulla-Kary.
→ 26-Glied 2 der Fühler nicht länger als 3, die Glieder 4 - 9 mehr oder weniger quer. Oberseite kahl.
#26
→ 27Käfer 3 mm Länge überragend.
→ 30-Käfer sehr klein, nur von 2-2,5 mm Länge. Glied 3 der Fühler oft merklich länger als breit, 4-9 schwach quer, 10 und 11 deutlich größer und breiter, 9 fast so lang wie breit, 11 etwas länger. Seitenrand des Halsschildes nicht sehr scharf gerandet, Epipleuren von den Flügeldecken nicht abgesetzt. Körper schmal, fast parallel, Kopf, Halsschild und Flügeldecken fast von gleicher Breite.
#27
tenebrosus Reitt.Halsschild deutlich länger als breit und wie der Kopf dicht und fein punktiert, die Schläfen sehr kurz, parallel, die oberen Augen länger als die Schläfen, Kopf, Halsschild und Flilgeldecken fast von gleicher Breite, letztere lang und schmal, kaum gerundet, vor der Spitze, oder weit hinter der Mitte am breitesten, oben etwas abgeflacht, mit feinen, innen schwach in Streifen vertieften, an der Spitze und an den Seiten erlöschenden Punktreihen,*) Schwarzbraun, Kopf, Halsschild und Beine heller rostbraun oder rostrot. L. 3,5-4 mm. Transkaspien :Merv, Gr. Balchan, Teke-Turkmenien. *) Der letztere Umstand ist bei allen verwandten Arten vorhanden.
→ 28-Halsschild höchstens so lang wie breit und wie der Kopf dicht, aber stärker punktiert, die Flügeldecken oval, in der Nähe der Mitte am breitesten und hier viel breiter als der Halsschild. Schläfen kurz, nach hinten verengt.
#28
explanatus Reitt.Halsschild herzförmig, vorne breit, neben der Seitenrandkante schmal verflacht, innerhalb der Vorderwinkel mit flachen Eindruck, Kopf fast rund, die Punktur rundlich, Flügeldecken mit sehr feinen Punktreihen, dicht hinter der Mitte am breitesten. Braunrot, die Fühler dunkler, Flügeldecken schwarzbraun, Kopf und Halsschild glänzend. L. 4-4,2 mm. Buchara: Karatak.
→ 29-Halsschild schwächer herzförmig, neben der Seitenrandkante nicht verflacht, die flache Wölbung desselben reicht in einer Flucht bis zur Seitenrandkante. Kopf und Halsschild nicht glänzender als die Flügeldecken, und besonders der Scheitel, mit dichter, etwas länglicher Punktur, diese am Halsschild weniger deutlich oblong.
#29
pusillus Mén. fulvescens Reitter, 1916 nigritulus Reitter, 1916Flügeldecken langoval, viel länger als Kopf und Halsschild, Epipleuren nicht scharf begrenzt, Vorderwinkel des Halsschildes stumpf, klein, die Glieder 5 - 10 der Fühler etwa doppelt so breit als lang. Rotbraun, die Fühler dunkler, Flugeldecken mit sehr feinen, aber deutlichen Punktreihen. L. 3,5-4 mm. D. brunneus Kr. Turkestan (Margelan, Samarkand), Aulie-Ata. Einfarbig hell gelbrot, die Fühler braun, Halsschild merklich kürzer als lang; sonst wie der vorige, nur kleiner. L. 3-3.5 mm. Aulie - Ata. Ganz schwarz, die Beine braun, Kopf und Halsschild etwas feiner punktiert, die Punktreihen auf den Flügeldecken höchst fein oder fast erloschen. L. 3,5-4 mm. Transkaspien, Turkestan: Alai, Margelan, Dschilarik. pusillus var. pusillus var.
epipleuralis Reitter, 1916-Flügeldecken viel kürzer oval, wenig länger als Kopf und Halsschild, Epipleuren durch eine Randkante, neben der sich ein vollständiger vertiefter Streifen befindet, scharf begrenzt, Halsschild mit kurzen, spitzigen Vorderwinkeln, Flügeldecken mit sehr feinen Punktreihen. Glied 5 - 10 der kürzeren, aber kaum dickeren Fühler dreimal so breit als lang. Hell kastanienbraun, die Fühler etwas dunkler. L. 3,5 mm. Buchara: Kara-Tach. *) *) Ist ein echter Dichillus mit abgegrenzten Epipleuren der Flügeldecken. Er wird wegen der großen Ähnlichkeit mit den hier behandelten Arten wiederholt angeführt, um die Bestimmung zu sichern, falls die feine Seitenrandkante der Flügeldecken übersehen worden wäre.
#30
pauxillus Reitt.Kleiner, rostrot oder kastanienbraun mit helleren Beinen, Scheitel und Halsschild dicht und fein, einfach punktiert, die oberen Augen kurz und stark schräg gestellt, Halsschild fast quadratisch, nach hinten undeutlich verengt, Flügeldecken schmal, oval, in der Mitte fast parallel, mit sehr feinen, an der Spitze und an den Seiten, wie gewöhnlich, verlöschenden Punktstreifen. L. 2-2,1 mm. Buchara: Kara-Tach.
filum Reitter, 1916-Dem vorigen sehr ähnlich, dunkler schwarzbraun mit rötlichen Fühlern und Beinen, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein, gedrängt punktiert, die oberen Augen etwas länger und wenig schräg gestellt. Halsschild merklich länger als breit und zur Basis deutlich gerade verengt, die Flügeldecken länger, weit hinter der Mitte am breitesten, wie bei dem vorigen mit sehr feinen Punktstreifen. L. 2,3-2,5 mm. Afghanistan: Kuschke (Hauser). pauxillus subsp.
#31
nitidus Kr.Kopf am Scheitel beträchtlich stärker punktiert als der Halsschild, dieser mit stumpfer, aber vollständiger Seitenrandkante, oben dicht und sehr fein punktiert, Flügeldecken mit sehr feinen, auch an den Seiten vorhandenen Punktreihen. Rostrot. L. 3,5 mm. Syrien, Mesopotamien.
→ 32-Kopf und Halsschild sehr fein, gleichartig, wenig dicht punktiert.
#32
nitidulus Reitt.Halsschild zur Basis leicht verengt, vorne am breitesten, die Seiten gerade und die sehr stumpfe Seitenrandkante in der Nähe der Hinterwinkel und meist auch bei den Vorderwinkeln eine kurze Strecke erloschen; Flügeldecken an der Basis schmal, nicht breiter als die Basis des Halsschildes und nach hinten allmählich, aber beträchtlich verbreitert, weit hinter der Mitte am breitesten, oben mit höchst feinen, oft kaum sichtharen Punktreihen. L. 2,5-3 mm. D. palaestinus Desbr. i. l.*) Syrien. *) In Bul. Soc. Ent. Ital. VI, p. 296 (Separata 39), ist D. palaestinus nur unter den auf den Flügeldecken fein punktierten Arten angeführt, aber nicht beschrieben. Wahrscheinlich ist darunter auch obige Art gemeint.
semipolitus Reitter, 1916-Halsschild länger als breit, fast parallel, nur an der Basis und Spitze etwas eingezogen mit stumpfen Winkeln, mindestens so breit wie die Flügeldecken, von der Breite des Kopfes und wie dieser sehr fein und spärlich punktiert, sehr glänzend; Flügeldecken lang und schmal, oval, in der Mitte fast parallel, zur Basis und Spitze etwas eingezogen, an der Basis höchstens so breit wie die Basis des Haisschildes, oben mit sehr feinen Punktreihen, diese an den Seiten noch feiner, an der Spitze fast erloschen. Glied 2 der Fühler schwach quer, 3 so lang oder reichlich so lang wie breit, beide etwas konisch, 4 - 9 schwach, zur Spitze allmählich stärker quer. Rostrot, Fühler und Flügeldecken dunkelbraun, letztere an der Basis und Spitze heller. Ausgezeichnet durch parallele Körperform und den Glanz des Vorderkörpers. L. fast 3 mm. Arabien: Kasz-er-Rabbat.
#33
→ 34Die Fühler sind auch auf der Breitseite zur Spitze nicht verschmälert. Die Zwischenräume der Punktreihen auf den Flügeldecken sind nur höchst fein, oft schwer erkennbar und weitläufig in Reihen punktuliert.
→ 39-Die Fühler sind sehr dick und zur Spitze deutlich verengt, Glied 2 beträchtlich schmäler als 3, die Zwischenräume der Punktreihen auf den Flügeldecken sind ebenso stark oder sehr wenig .feiner punktiert als die Hauptreihen.
#34
heydeni Reitt.Das zweite etwas quere Glied der Fühler ist merklich länger und breiter als das dritte. Rostrot, Fühler ziemlich dünn, Flügeldecken oval, sehr wenig breiter als der Halsschild, Oberseite sehr fein punktiert. L. 2,5-3,1 mm. Syrien.
→ 35-Das zweite quere Glied der Fühler ist weder länger (oft merklich kürzer) noch breiter als das dritte.
#35
→ 36Körper rostrot. Das dritte quere Fühlerglied ist nicht länger als das zweite oder vierte und wie diese stark quer.
→ 37-Körper schwärzlichbraun oder rotbraun, oft mit helleren Beinen. Das dritte quere Glied der Fühler ist wenig, aber merklich länger als das zweite oder vierte, schwächer quer. Basis der Flügeldecken an den Seiten ohne Längsgrübchen.
#36
duricornis Reitt.Glied 2 der zur Spitze etwas verschmälerten dicken Fühler viel schmäler aber kaum kürzer als 3, Glied 10 etwas größer, Kopf undeutlich breiter als der Halsschild, Hals undeutlich abgeschnürt. Basis der äußerst fein reihig punktierten Flügeldecken an den Seiten ohne Längsgrübchen. L. 2-8 mm. Spanien oder Algier. (?) *) *) Dieser Reitter seinerzeit nicht vorliegende Dichillus wird unten, wo er ebenfalls Verwandte zu haben scheint, noch einmal angezogen. Die mangelnde Patriaangabe erschwert es, den richtigen Platz im System anzugeben. Reitter glaubt jedoch, eine Art aus Kleinasien: Mersina, die sehr gut auf die Beschreibung paßt, auf ihn beziehen zu können.
laeviusculus Kr.-Glied 2 der dicken Fühler kaum schmäler als 3, Basis der Flügeldecken an den Seiten mit 2-3 schwachen, grübchenartigen Längseindrücken. L. 3-3,3 mm. D. modestus Fairm., distinguendus Fairm., pachycerus Eschsch. Algier, besonders häufig in Tunis.
#37
→ 38Halsschild äußerst fein und zart, wenig dicht punktiert, die Pünktchen einfach. Arten aus Syrien.
-Halsschild und Schläfen mäßig fein und sehr dicht punktiert, die Punkte rund, seicht und pupilliert. Die Epipleuren der Flügeldecken sind wenig scharf, aber doch stumpfkantig abgesetzt, die Art gehört mithin zu den echten Dichillus-Arten wo sie auch berücksichtigt erscheint. Siehe laevicornis Reitt. aus Marokko. LZ >>>14
#38
cylindricus BaudiKopf breiter als der Halsschild, dieser viel länger als breit, fast zylindrisch, Flügeldecken mit wenigen, undeutlichen Punktreihen, Fühler dicker und stark punktiert, die Mittelglieder sind mehr wie doppelt so breit als lang. L. 3,3 mm. D. unistriatus Desbr. (1881). Syrien.
dolosus Reitt.-Kopf kaum breiter als der Halsschild, dieser kaum länger als breit, zur Basis stärker verengt, an den Seiten weniger gerade und die Winkel mehr abgestumpft, Flügeldecken weniger lang, oval, mit zahlreicheren, feinen Punktreihen, Fühler wenig dünner, aber undeutlich punktiert, die Mittelglieder sind nur doppelt so breit als lang. L. 3 mm. Syrien.
#39
Das vorletzte Glied der Fühler ist schwach oder kaum quer, viel länger als das neunte. Rotbraun, die Flügeldecken etwas dunkler, sehr fein reihig punktiert, die Zwischenräume mit fast ganz gleicher, nur etwas spärlicherer Punktreihe, Kopf und Halsschild fein und dicht punktiert. L. 2,8-3 mm. Kleinasien: Mersina. Siehe duricornis Reitt. LZ >>>36
fusicornis Reitter, 1916-Das vorletzte Glied der Fühler ist stark quer und kaum länger als das sechste. Gelbrot, langgestreckt, schmal, an den Fühlern ist Glied 3 das breiteste, die nächsten ebenfalls sehr queren Glieder allmählich zur Spitze verschmälert; Kopf und Halsschild dicht und äußerst fein, kaum sichtbar punktuliert, der erstere in der Wangengegend am breitesten und hier merklich breiter als der Halsschild, die Schläfen von den Wangenwinkeln bis zur kaum erkennbaren Halsabschnürung in gerader Linie verengt, Halsschild etwas länger als breit, zur Basis etwas verengt, die Seiten sehr stumpf begrenzt, Flügeldecken lang und schmal elliptisch, zur Basis stärker verengt und hier fast schmäler als die Basis des Halsschildes, hinter der Mitte am breitesten, oben etwas abgeflacht, mit feinen, dicht punktierten Punktreihen, diese an den Seiten und der Spitze fast erloschen, der Nahtstreif zum Teil streifig vertieft, die Zwischenräume viel breiter als die Streifen, mit einer wenig feineren, dicht punktierten Punktreihe, die Seiten und Spitze höchst fein irregulär punktuliert. L. 3 mm. Transkaspien: Michailovo (Ahnger).
#40
pertusus Ksw., 1861 araxidis Reitter, 1916Flügeldecken innen mit zwei sehr groben Punktreihen (und einer feineren 3., weitere fehlen ?), die seitlichen viel feiner ausgeprägt [Abb. 4]; die Schläfen von den Augen nach hinten allmählich gerade verengt. Größte Breite der Fühler bei Glied 4-5. L. 2,8- 3,1 mm. D. biseriatus Rche. Griechenland, Italien (Neapel), Sizilien, Kleinasien. Der vorigen Art täuschend ähnlich, aber der Kopf ist im Niveau des Wangenwinkels etwas breiter als der Halsschild, dieser ist etwas länger als breit und das dritte Fühlerglied ist das breiteste und von da zur Spitze stärker verengt. L. 3-3,5 mm. Transkaukasien: Araxestal.
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Abb. 4
→ 41-Flügeldecken innen mit drei sehr groben Punktreihen, die äußeren feiner oder fast erloschen, die Schläfen von den Augen nach hinten bis zu dem deutlicher abgeschnürten, kurzen und parallelen Halse vollkommen parallel.
#41
crassicornis Reitt.Kopf- und Halsschild sehr fein, einfach punktiert, ersterer ohne Augenfalte, letzterer so lang oder fast so lang wie breit, mit einfacher feiner Seitenrandkante. L. 2,8-3 mm. Syrien: Haifa, Mesopotamien.
damascenus Reitter, 1916-Kopf und Halsschild fein und gedrängt punktiert, der erstere am Innenrand der Augen mit einer langen, feinen, erhabenen Augenfalte, der letztere etwas breiter als lang, die Seiten mit schmalem, aufgebogenem Rändchen; Hals stärker abgeschnürt. L. 2,8-3 mm. Damaskus.
Enthaltene Taxaadriani algiricus angelicae araxidis carinatus cordicolliscorsicus crassicornis cylindricus damascenus dolosus duricornis elevatus epipleuralis explanatus filum formicophilus fulvescens fusicornis heydeni himalayanus indicus laevicornis laeviusculus minutus myrmecophilus nigritulus nitidulus nitidus pauxillus pertusus pumilus pusillus reitteri rugatus schusteri seminitidus semipolitus socius strigiceps subcostatus subsetulosus tenebrosus valentinus
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