Unterfamilie Cossoninae

ColeopteraCurculionidae
Von Arved Lompe (n. Br. Folwaczny)
Folwaczny, Br. (1973 ): Bestimmungstabelle der paläarktischen Cossoninae (Coleoptera, Curculionidae) - ohne die nur in China und Japan vorkommenden Gattungen, nebst Angaben zur Verbreitung - Entomologische Blätter, 69(2): 65-180 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Folwaczny1973.tif"
Die Tabelle umfaßt die europäischen Arten sowie die paläarktischen bis auf die Gattungen, die nur in China und Japan vorkommen.
#1
→ 1aTarsen deutlich 5-gliedrig [Abb. 1].
dryophthorus_corticalis_mtr.jpg
Abb. 1
→ 2-Tarsen 4-gliedrig oder undeutlich 5-gliedrig, Fühlergeißel 5- bis 7-gliedrig.
#1a
Dryophthorus Germar, 1824Fühlergeißel 4-gliedrig [Abb. 2] (TribusDryophthorini). 1 weit verbreitete Art [Abb. 3].
dryophthorus_corticalis_k.jpg
Abb. 2
dryophthorus_corticalis_hab.jpg
Abb. 3
Cotaster-Fühlergeißel 7-gliedrig. Habitus [Abb. 4].
cotaster_cuneipennis_hab1.jpg
Abb. 4
#2
AllomorphusKörper gewölbt, ziemlich gleichbreit, vollständig mit einem die Skulptur verdeckendem gelblichgrauem Toment bedeckt und mit abstehenden, etwas verflachten dicken Borsten besetzt [Abb. 5]. Fühlergeißel 5-gliedrig (TribusAllomorphini). 1 Art aus dem Leithagebirge.
allomorphus_franzi_hab.gif
Abb. 5
→ 3-Körper ohne den ganzen Untergrund verdeckende Tomentierung. Sind Borsten vorhanden, dann hat der Körper eine andere Form.
#3
→ 4Eine deutliche Schulterbeule ist nicht vorhanden. Flügeldecken an den Seiten meist gerundet. Ungeflügelt.
→ 16-Schulterbeule vorhanden, in der Regel geflügelt. Flügeldecken an den Seiten gradlinig, manchmal nach hinten keilförmig verschmälert, ausnahmsweise etwas erweitert.
#4
→ 5Rüssel kurz, breit. Flügeldecken mehr oder weniger kurz eiförmig. Kopf ohne Augen, oder sie sind nur rudimentär. (Onycholipini).
→ 7-Rüssel länger als breit, deutlich vom Kopf abgesetzt (Cotasterini part.).
#5
Onycholips Woll.Fühlergeißel 6-gliedrig [Abb. 6]. Kanarische Inseln, Nordafrika.
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Abb. 6
→ 6-Fühlergeißel 7-gliedrig.
#6
Leipommata Woll.Körper behaart. Porto Santo (Madeira)
Lindbergius Roud.-Körper unbehaart. Teneriffa.
#7
→ 8Fühlergeißel 5-gliedrig.
→ 9-Fühlergeißel mit 6 oder 7 Gliedern.
#8
Pentatemnus Woll.Oberseite meist lang und deutlich behaart. Habitus: [Abb. 7]. Atl. Inseln, Marokko.
pentatemnus_arenarius_hab.gif
Abb. 7
Amaurorhinus Fairm.-Oberseite scheinbar kahl [Abb. 8]. Südeuropa, Nordafrika, Atl. Inseln
amaurorhinus_monizianus_hab.gif
Abb. 8
#9
→ 10Augen fehlend oder rudimentär. Fühlergeißel 7-gliedrig.
→ 11-Kopf mit normal ausgebildeten Augen (Cotasterini).
#10
Barretonus Roud.Gewölbte Arten [Abb. 9]. Madeira.
barretonus_major_hab.gif
Abb. 9
Neumatora Norm.-Körper abgeflacht [Abb. 10] (Neumatorini, gehören nicht zu den Cossononae !). Tunesien.
neumatora_scillae_hab.gif
Abb. 10
#11
→ 12Flügeldecken mit gekeulten Borsten. Vorderhüften schmal getrennt.
→ 13-Flügeldecken ohne gekeulte Borsten, höchstens mit feinen langen Haaren. Fühlergeißel 7-gliedrig.
#12
Microcopes Fst.Fühlergeißel scheinbar 6-gliedrig (das 7. Glied ist innig mit der Keule verschmolzen). Augen quer
→ 12a-Fühlergeißel 7-gliedrig. Augen rund.
#12a
CotasterNur die Flügeldecken mit gekeulten Borsten besetzt. Habitus: [Abb. 11]. Mittel- und Südeuropa.
cotaster_uncipes_hab.gif
Abb. 11
Echinomorphus Fauvel, 1889-Auch die Beine mit gekeulten Borsten besetzt. Südwestalpen.
#13
→ 14Halsschild mit kräftigen Punkten besetzt.
Caulotrupis Woll.-Halsschild chagriniert, meist matt, mit kleinen, oft kaum erkennbaren, manchmal nur angedeuteten Punkten besetzt [Abb. 12]. Madeira.
caulotrupis_lucifugus_hab.gif
Abb. 12
#14
→ 15Fühler ziemlich in der Rüsselmitte eingesetzt (von der Seite betrachten).
Caulotrupodes-Fühler näher der Rüsselspitze eingefügt, deutlich vor der Mitte. Europa.
#15
PselactusHalsschild oft fast kugelig, zur Basis deutlich gerundet verengt [Abb. 13] [Abb. 14]. Europa und Atlantische Inseln.
pselactus_laurineus_hab.jpg
Abb. 13
pselactus_proximus_hab.gif
Abb. 14
Salvagopselactus Folw.-Halsschild im basalen Teil ziemlich gleichbreit, zur Basis nicht deutlich gerundet verengt. Salvages Inseln.
#16
→ 17Fühlergeißel 5-gliedrig.
→ 20-Fühlergeißel 7-gliedrig, selten sind nur 6 Glieder vorhanden.
#17
→ 18Rüssel höchstens 1 3/4 maI so lang wie breit.
→ 19-Rüssel beim ♂ wenigstens doppelt, beim ♂ dreimal so lang wie breit.
#18
ChoerorhinusMatt, Halsschild kräftig, sehr gedrängt punktiert. Flügeldecken mit kielartigen Zwischenräumen [Abb. 15] (Choerorhini). Europa.
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Abb. 15
Pseudopentarthrum Woll.-Habitus: [Abb. 16]. Glänzend, Halsschild nicht gedrängt punktiert. Flügeldeckenzwischenräume flach (Pentarthrini). Zentralmerika, in botanische Gärten eingeschleppt.
pseudopentarthrum_planifrons_hab.gif
Abb. 16
#19
PentarthrumDie Punkte des Halsschilds nur etwa halb so stark wie jene der Flügeldecken-Streifen. Die inneren Streifen vor der Spitze der Flügeldecken sind nicht nach außen abgelenkt. Habitus: [Abb. 17]. Europa.
pentarthrum_huttoni_hab.gif
Abb. 17
-Die Punkte des Halsschilds sind etwa so stark wie die der Flügeldecken-Streifen. Die inneren Streifen vor der Spitze der Flügeldecken sind kräftig (bei Europa rufum Broun aber nur schwer erkennbar) nach außen abgelenkt. Neuseeland, eingeschleppt in Europa. ...Euophryum
#20
→ 21Körper meistens mehr oder weniger abgeflacht, sind die Flügeldecken gewölbt, dann ist der Körper wenigstens 4,5 mm lang und die Basis des Halsschilds doppelbuchtig.
→ 29-Körper im Querschnitt meist kreisrund. Die Länge übertrifft nicht 4,5 mm. Halsschildbasis gerade (TribusRhyncolini).
#21
→ 22Kleine Arten. bis 4 mm Größe. Halsschildbasis nicht doppelbuchtig.
→ 27-Große Arten, über 4 mm oder kleiner, dann aber die Halsschildbasis doppelbuchtig, ein Mittelkiel ist wenigstens an der Basis vorhanden. Rüssel an der Fühlereinlenkungsstelle verbreitert, im Spitzenteil oft spatelartig ausgebildet TribusCossonini.
#22
Aphyllura Reitt.Flügeldecken im apikalen Teil breit blattartig verlängert und flach ausgebreitet [Abb. 18] (Aphyllurini). Griechenland.
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Abb. 18
→ 23-Flügeldecken nicht blattartig verlängert und flach ausgebreitet.
#23
Caulophilus Woll.Oberfläche tief skulptiert. Habitus: [Abb. 19]. (Tribus?). Madeira
caulophilus_sculpturatus_hab.gif
Abb. 19
→ 24-Oberfläche nicht tief skulptiert.
#24
→ 25Körper extrem lang und schmal, parallel, abgeflacht.
→ 26-Körper nicht extrem lang.
#25
Pseudostenotrupis Voss3. Tarsenglied nicht breit zweilappig erweitert. Habitus: [Abb. 20]. (Proecini). Teneriffa, Gomera.
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Abb. 20
Stenotis Woll.-3. Tarsenglied breit zweilappig erweitert. Habitus: [Abb. 21]. (Tribus?). Madeira, Teneriffa, Gran Canaria.
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Abb. 21
#26
Micromimus Woll.Habitus: [Abb. 22]. Kopf breiter als lang. Der Zwischenraum zwischen der Naht und dem 1. Streifen erweitert sich gegen das Ende der Flügeldecken beträchtlich, dadurch werden der 1. und die folgenden Streifen stark nach der Seite abgtdrängt (Proecini). Zentral- und Südamerika, eingeschleppt nach Italien.
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Abb. 22
Micromesites Pic-Kopf lang. Körper länglich, schmal, abgeflacht (Tribus?). Ägypten.
#27
→ 28Rüssel bei ♂ und ♀ verschieden gebaut, beim ♀ dünn, zylindrisch, glänzend, die Fühler nahe der Rüsselbasis eingesetzt, beim ♂ breiter, die Fühler vor oder hinter der Mitte des Rüssels in einer knotenartigen Verbreiterung eingesetzt.
Cossonus-Rüssel bei ♂ und ♀ ohne erkennbaren Unterschied, die Spitze ist schaufelartig verbreitert [Abb. 23]. 3. Tarsenglied nicht gelappt. Europa.
cossonus_linearis_hab.jpg
Abb. 23
#28
Rhopalomesites3. Tarsenglied breiter als die vorhergehenden, herzförmig gelappt. Der Rüssel des ♂ ist zur Spitze hin verbreitert, mehr oder weniger abgeflacht [Abb. 24]. Die Fühler sind hinter der Mitte des Rüssels in einer knotenartigen Erweiterung eingesetzt. Atl. Inseln, Großbritannien.
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Abb. 24
-3. Tarsenglied nicht breiter als die vorhergehenden. Fühler beim ♂ vor der Mitte in einer knotenartigen Verbreiterung des Rüssels eingesetzt, hinter dieser ist der Rüssel parallel und breiter als im basalen Teil [Abb. 25]. Europa, Atl. Inseln. ...Mesites
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Abb. 25
#29
Pseudophloeophagus WollastonFühler schlank. Oberseite meistens lang behaart. Habitus: [Abb. 26]. Madeira, Azoren.
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Abb. 26
→ 30-Fühler nicht auffallend schlank, kräftig. Oberseite meist kahl, selten mit feinen Börstchen oder sehr feinen Härchen.
#30
Pseudomimus Hartm.Klauenglied zur Spitze verjüngt. Habitus: [Abb. 27]. (Tribus ?). Israel.
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Abb. 27
→ 31-Klauenglied zur Spitze nicht verjüngt. Halsschildbasis gerade. (Rhyncolini).
#31
→ 32Fühlergeißel 7-gliedrig.
→ 37-Fühlergeißel 6-gliedrig.
#32
PhloeophagusRüssel viel länger als breit. Kopf mehr oder weniger konisch, Augen meist etwas gewölbt [Abb. 28]. Europa.
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Abb. 28
→ 33-Rüssel kräftig, dorsal in der Regel abgeflacht, selten länger als breit.
#33
RhyncolusAugen seitenständig, kräftig vorgewölbt, Rüssel meist quer, selten etwas länger als breit [Abb. 29]. Europa.
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Abb. 29
→ 34-Augen nicht oder nur wenig aus der Kopfwölbung hervortretend.
#34
→ 35Schildchen nicht versenkt.
Stenoscelis-Schildchen versenkt. Zwischenräume der Flügeldecken im apikalen Teil raspelig gekörnt [Abb. 30]. Europa, Japan.
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Abb. 30
#35
→ 36Kopf nicht kugelig, hinter den meist etwas vorstehenden Augen gerundet verbreitert.
Stereocorynes-Kopf kugelig, Augen nicht oder nur wenig vortretend [Abb. 31]. Rüssel zylindrisch, länger als breit. 1. Glied der Fühlerkeule konisch, abgeplattet. Europa.
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Abb. 31
#36
Brachytemnoides Folw.Fühlerkeule normal. Augen nicht vorstehend. Rüssel dick, länger als breit. Körper sehr schmal, länglich. Südwesteuropa, Nordafrika.
Brachytemnus-1. Glied der Fühlerkeule groß, abgeflacht, konisch, die Spitzenglieder sind reduziert. Rüssel etwa so lang wie breit [Abb. 32]. Körper nicht auffallend schlank [Abb. 33] [Abb. 34]. Europa.
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
#37
Neohexarthrum Hoffm.Punktstreifen der Flügeldecken nicht mit Kerbzähnchen versehen, kahl. Rüssel lang, schwach gebogen [Abb. 35]. 3. Tarsenglied etwas breiter als das zweite. Rostfarben. Korsika.
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Abb. 35
Hexarthrum-Punktstreifen der Flügeldecken, zumindest im apikalen Teil mit Kerbzähnchen Schildchen nicht versenkt. Rüssel kürzer, gerade [Abb. 36]. Dunkler, kastanienbraun. Europa.
hexarthrum_exiguum_hab.gif
Abb. 36
Enthaltene TaxaAllomorphus Amaurorhinus Aphyllura Barretonus Brachytemnoides BrachytemnusCaulophilus Caulotrupis Caulotrupodes Choerorhinus CossonusCotasterDryophthorusEchinomorphusHexarthrum Leipommata Lindbergius Microcopes Micromesites Micromimus Neohexarthrum Neumatora Onycholips Pentarthrum Pentatemnus PhloeophagusPselactusPseudomimus Pseudopentarthrum PseudophloeophagusPseudostenotrupis Rhopalomesites RhyncolusSalvagopselactus Stenoscelis Stenotis Stereocorynes
Erstellt am: 12.06.2013 · Letzte Aktualisierung: 18.01.2020 - 00:09:06
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