Gattung Colaspidea Laporte, 1833

ColeopteraPhytophagaChrysomelidaeEumolpinae
Von Andreas Becker (n. S. Zoia)
Zoia, S. (2014): The Mediterranean Colaspidea (Coleoptera Chrysomelidae Eumolpinae) - Entomologia, 2(1):159 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Zoia2014 Calaspidea.pdf"
Becker, A. (2018): Originalvorlage zum nachfolgenden Schlüssel >>>"Becker Eumolpinae.docx"
Im Mittelmeergebiet mit 16 Arten verbreitete Gattung; die Verwandschaftsverhältnisse von 6 weiteren aus der Neuen Welt beschriebenen Arten sind noch nicht abschließend geklärt. Die Arten gelten als polyphag, werden aber bevorzugt auf ·Cistus· sp. und ·Erica· sp. gefangen. Larven und Entwicklung sind unbekannt.
#1
→ 2Längliche Arten [Abb. 1], Flügeldecken 1,2 mal länger als breit, deutlich nach vorn verschmälert, suboval. Die Seitenränder in der basalen Hälfte mäßig breit, eine Schulterbeule angedeutet (vor allem bei den Weibchen). Hier 3 Arten, bei denen nur die Männchen sicher bestimmbar sind.
colaspidea_nitida_hab.jpg
Abb. 1
→ 4-Körper gedrungener [Abb. 2]. Flügeldecken gewöhnlich breiter, halbkugelförmig oder kaum nach vorn verschmälert. Flügeldecken entlang der gesamten Seite nur schmal gerandet, Schulterbeule verstrichen.
colaspidea_grossa_hab.jpg
Abb. 2
#2
graeca Zoia, 2014Größer, Vordertarsen der Männchen stark verbreitert. Habitus [Abb. 3] [Abb. 4]. Aedoeagus [Abb. 5]. 2,7-3mm. Nur im Westen von Griechenland.
colaspidea_graeca_hab.jpg
Abb. 3
colaspidea_graeca_sa.jpg
Abb. 4
colaspidea_graeca.gif
Abb. 5
→ 3-Kleiner, bis 2,5mm. Vordertarsen der Männchen nicht verbreitert, die Arten überschneiden sich im Vorkommen in Italien und möglicherweise im Balkan.
#3
nitida Lucas, 1846Habitus [Abb. 1] [Abb. 6]. Aedoeagus stärker gebogen, an der Spitze in Seitenansicht geradlinig [Abb. 7] oder konvex verengt [Abb. 8]. Nordafrika, Sardinien, Korsika, Süditalien, Albanien ((ABB 1)),.
colaspidea_nitida_hab.jpg
Abb. 1
colaspidea_nitida_sa.jpg
Abb. 6
colaspidea_nitida.gif
Abb. 7
colaspidea_nitida1.gif
Abb. 8
-Habitus [Abb. 9] [Abb. 10]. Aedoeagus gestreckter, an der Spitze in Seitenansicht konkav verengt [Abb. 11] [Abb. 12]. Südfrankreich, Italien Balkan, Nordafrika. ...proxima (Fairm., 1862)
colaspidea_proxima_hab.jpg
Abb. 9
colaspidea_proxima_sa.jpg
Abb. 10
colaspidea_proxima.gif
Abb. 11
colaspidea_proxima1.gif
Abb. 12
#4
grossa Fairmaire, 1866Halsschild stark quer, seine maximale Breite in der Mitte, hier deutlich breiter als die Basis der Flügeldecken und etwa 1,5 mal so breit als der Kopf einschließlich der Augen; die Seiten stärker gerundet. Habitus [Abb. 2] [Abb. 13]. Die Epipleuren der Flügeldecken nur an der Basis verbreitert, glänzend kahl. ♂: Schenkel verdickt, Vorder- und Mitteltarsen deutlich verbreitert. Aedoeagus [Abb. 14]. 2,2-3,6 mm. Algerien, Südspanien.
colaspidea_grossa_hab.jpg
Abb. 2
colaspidea_grossa_sa.jpg
Abb. 13
colaspidea_grossa.gif
Abb. 14
→ 5-Halsschild weniger breit, so breit wie oder nur ein wenig breiter als die Basis der Flügeldecken; seine maximale Breite häufig nicht mehr als 1,4 mal die Breite des Kopfes einschließlich Augen (höchsten 1,5 mal bei C. metallica, aber in diesem Fall in der Nähe seiner Basis am breitesten). Die Geschlechter unterscheiden sich zum Teil deutlich in der Körperform, die Weibchen sind dann schmaler mit stärker verengtem Halsschild
#5
→ 9Arten aus Nordafrika, hier auch C.pallidipes der sich durch die kleine Größe (2-2,6 mm) auszeichnet und auch in Andalusien vorkommt.
→ 6-Arten aus Südeuropa.
#6
→ 7Halsschild und Flügeldecken mehr gestreckt, Halsschild im letzten Drittel am breitesten, zur Basis wieder verengt. Südfrankreich und Spanien.
→ 8-Halsschild und Flügeldecken kugliger, letztere an den Seiten stärker gerundet, größte Breite des Halsschilds fast an der Basis. Vorwiegend Mittelitalien, Sizilien, Griechenland.
#7
globosa (Küster, 1848)Körper gedrungener [Abb. 15] [Abb. 16]. Oberseite mit gold-rötlichem Farbton und silbrig-metallischen Reflexen und stärkerer, deutlich weißer Behaarung. Beine dunkler, mehr oder weniger metallisch schimmernd. 7.-11. Fühlerglied ebenfalls etwas dunkler. Aedoeagus plumper, symmetrisch [Abb. 17]. Südfrankreich, Süd- und Ostspanien, eventuell Portugal.
colaspidea_globosa_hab.jpg
Abb. 15
colaspidea_globosa_sa.jpg
Abb. 16
colaspidea_globosa.gif
Abb. 17
algarvensis Zoia, 2014-Körper etwas schlanker [Abb. 18] [Abb. 19]. Oberseite mit Bronzefarbton, Behaarung schwächer. Beine und letzte 5 Fühlerglieder aufgehellt, ohne Metallschein. Tarsen nicht verdunkelt. Aedoeagus schlank, deutlich asymmetrisch [Abb. 20]. Südspanien und Portugal.
colaspidea_algarvensis_hab.jpg
Abb. 18
colaspidea_algarvensis_sa.jpg
Abb. 19
colaspidea_algarvensis.gif
Abb. 20
#8
juengeri Doguet, 1988Behaarung der Flügeldecken deutlich länger. Habitus [Abb. 21] [Abb. 22]. Aedoeagus kürzer, vor der Spitze auch in der Seitenansicht breiter, letztere ist in Längsrichtung gefaltet mit nach oben gerichteten Seiten [Abb. 23]. Wird auch als Unterart des folgenden geführt, Sizilien, Griechenland.
colaspidea_juengeri_hab.jpg
Abb. 21
colaspidea_juengeri_sa.jpg
Abb. 22
colaspidea_juengeri.gif
Abb. 23
metallica (Rossi, 1790)-Behaarung der Flügeldecken kürzer [Abb. 24], Aedoeagus mit dorsal abgeflachter Spitze und in der Seitenansicht dünn und leicht sinusförmig [Abb. 25]. Italien.
colaspidea_metallica_hab.jpg
Abb. 24
colaspidea_metallica.gif
Abb. 25
#9
inflata Lefevre, 1876Halsschild stark quer 2,1x breiter als lang; Habitus [Abb. 26] [Abb. 27]. Flügeldecken nach vorn schwächer gerundet, maximale Breite 1,18 x breiter als Schulterbreite. Aedoeagus [Abb. 28]. Länge ♂ 2,5-3 mm, ♀ 2,4-3,1 mm. Algerien.
colaspidea_inflata_hab.jpg
Abb. 26
colaspidea_inflata_sa.jpg
Abb. 27
colaspidea_inflata.gif
Abb. 28
→ 10-Halsschild schwächer quer, maximal 1,9x breiter als lang, Flügeldecken nach vorn stärker gerundet, maximale Breite mindestens 1,27x breiter als die Schulterbreite.
#10
dogueti Zoia, 2014Halsschildseiten deutlich verdickt gerandet, der Rand erlischt vor den Hinterwinkeln, vorn nur seitlich deutlich sichtbar. Halsschild beim ♂ 1,8x breiter als lang, beim ♀ nur 1,6x breiter als lang. Habitus [Abb. 29] [Abb. 30]. Aedoeagus im basalen Drittel breit, zunächst gerade, an der Spitze stark, dreieckig, nach vorn verengt [Abb. 31]. Länge ♂ 2,5-2,7 mm, ♀ 2,9 mm. Algerien.
colaspidea_dogueti_hab.jpg
Abb. 29
colaspidea_dogueti_sa.jpg
Abb. 30
colaspidea_dogueti.gif
Abb. 31
→ 11-Halsschild seitlich normal, schmal und vollständig gerandet.
#11
→ 12Halsschild 1,9x breiter als lang.
→ 13-Halsschild maximal 1,5-1,7x breiter als lang.
#12
ovulum Fairm., 1866Körper dunkel mit metallisch grünen Reflexen [Abb. 32] [Abb. 33]. Aedoeagus schmäler, nach vorn geradlinig verengt und stärker zugespitzt [Abb. 34]. Algerien.
colaspidea_ovulum_hab.jpg
Abb. 32
colaspidea_ovulum_sa.jpg
Abb. 33
colaspidea_ovulum.gif
Abb. 34
incerta Zoia, 2014-Körper dunkel, mit metallischen Reflexen in Blau und Bronze [Abb. 35] [Abb. 36]. Aedoeagus breiter, im Bereich des Ostiums sind die Seiten deutlich einwärts geschwungen und stärker sklerotisiert, mit breiter Spitze [Abb. 37]. Algerien.
colaspidea_incerta_hab.jpg
Abb. 35
colaspidea_incerta_sa.jpg
Abb. 36
colaspidea_incerta.gif
Abb. 37
#13
→ 14Halsschild am Vorderrand in der Mitte ungerandet.
→ 15-Halsschild am Vorderrand feiner als an der Basis, aber vollständig gerandet.
#14
maura Zoia, 2014kleiner, Länge ♂ 2,1-2,3 mm, ♀ 2,5 mm. Habitus [Abb. 38] [Abb. 39]. Aedoeagusspitze seitlich leicht gebogenen mit am Ende nach unten gerichteter Spitze [Abb. 40]. Marokko.
colaspidea_maura_hab.jpg
Abb. 38
colaspidea_maura_sa.jpg
Abb. 39
colaspidea_maura.gif
Abb. 40
maghrebina Zoia, 2014-Größer, Länge 2,5-3 mm. Habitus [Abb. 41] [Abb. 42]. Aedoeagusspitze, konisch verengt und nicht nach unten gerichtet [Abb. 43]. Algerien, Marokko.
colaspidea_maghrebina_hab.jpg
Abb. 41
colaspidea_maghrebina_sa.jpg
Abb. 42
colaspidea_maghrebina.gif
Abb. 43
#15
pallidipes Zoia, 2014Länge ♂ 2,1-2,6 mm, ♀ 2,0-2,6 mm. Habitus [Abb. 44] [Abb. 45]. Aedoeagus an der Spitze abgeschnitten und in der Mitte leicht seitlich eingedrückt [Abb. 46]. Marokko, Andalusien.
colaspidea_pallidipes_hab.jpg
Abb. 44
colaspidea_pallidipes_sa.jpg
Abb. 45
colaspidea_pallidipes.gif
Abb. 46
confinis Zoia, 2014-Länge ♂ 2,2-2,7 mm, ♀ 2,5-3,0 mm. Habitus [Abb. 47] [Abb. 48]. Aedoeagus am Ende zugespitzt und davor seitlich flach und erweitert [Abb. 49]. Westalgerien.
colaspidea_confinis_hab.jpg
Abb. 47
colaspidea_confinis_sa.jpg
Abb. 48
colaspidea_confinis.gif
Abb. 49
Enthaltene Taxaalgarvensis confinis dogueti globosa graeca grossa incerta inflata juengeri maghrebina maura metallica nitida ovulum pallidipes
Erstellt am: 22.05.2018 · Letzte Aktualisierung: 23.05.2018 - 17:06:01
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)