Untergattung Ceranota Stephens, 1839

ColeopteraStaphylinidaeAleocharinaeAleochariniAleochara
Von Arved Lompe (n. J. Vogel)
Assing, V. (2009): A revision of Ceranota Stephens, subgenus of Aleochara Gravenhorst (Coleoptera: Staphylinidae: Aleocharinae). - Beiträge zur Entomologie, Keltern 59 (2): 355-422.
Das 4. sichtbare Tergit mit deutlicher querer Basalfurche. Beim ♂ und oftmals auch beim ♀ trägt das 1. vollständige Tergit einen Höcker.
#1
→ 24. und (oder) 5. vollständiges Tergit nicht deutlich dunkler gefärbt als die ersten drei vollständigen Tergite [Abb. 1]. Alle Tergite ± einheitlich in ihrer Vorderhälfte (1. bis 3. vollständiges Tergit mitunter nur in der Mitte) oder ganz schwarzbraun bis schwarz gefärbt. (Hellfarbige ruficornis ♂ sind an der spezifischen queren Form des Höckers auf dem 1. vollständigen Tergit leicht erkennbar.).
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Abb. 1
→ 4-4. und (oder) 5. vollständiges Tergit ganz oder teilweise ± deutlich abstechend dunkelbraun bis schwarz gefärbt. 1. bis 3. vollständiges Tergit fast immer einfarbig gelbbraun und heller. (Gelegentlich davon abweichende major ♂ mit leicht angedunkelten vorderen Tergiten sind durch die abgerundete bis seitlich zusammengedrückte, nicht quere Form ihres Höckers auf dem 1. vollständigen Tergit leicht von hellfarbigen ruficornis ♂ zu trennen.).
#2
→ 3Querfurchen des 2. und 3. vollständigen Tergits deutlich, aber mitunter fein punktiert. Flügeldeckennaht meist kürzer als der Halsschild ♂: Mitte des 5. vollständigen Tergits ohne auffällig verdichtete Punktur.
ganglbaueri Bernh., 1901-Querfurchen des 2. und 3. vollständigen Tergits ohne oder mit ganz schwacher Punktur. Flügeldeckennaht so lang wie der Halsschild; Halsschild dunkelbraun, oft mit seitlichen Aufhellungen; Hinterränder der schwarz- bis dunkelbraunen Tergite sowie die Pleurite fast immer aufgehellt. ♂: Zwischen den (meist vorhandenen) Höckern in der Mitte des 5. vollständigen Tergits mit verdichteter Punktur. 1. vollständiges Tergit mit abgestutztem und seitlich zusammengedrücktem Höcker. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 2] [Abb. 3]. Alpen, sehr selten. (pacholei Bernh.).
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Abb. 2
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Abb. 3
#3
ruficornis Grav., 1802Halsschild wie die Flügeldecken gelbbraun oder dunkelbraun mit breit aufgehellten Seitenrändern [Abb. 1]. Tergite zumindest in den Querfurchen (1. bis 3. vollständiges Tergit mitunter nur in der Mitte) oder mit Ausnahme eines breiten hellen Hinterrandes ganz dunkelfarbig. Flügeldeckennaht kürzer als der Halsschild ♂: 1. vollständiges Tergit mit quer plattenförmigem, leicht nach hinten geneigtem, oft 2-spitzigem Höcker. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 4] [Abb. 5] [Abb. 6]. In Mitteleuropa verbreitetste Ceranota-Art, aber nicht häufig. (hummleri Bernh.).
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Abb. 1
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
erythroptera Grav., 1806-Halsschild, 1. bis 5. vollständiges Tergit und Pleurite ± einheitlich schwarz bis dunkelbraun; Tergit-Hinterränder und Halsschildseitenrand mitunter mit leichten Aufhellungen. Flügeldecken abstechend heller und rotbraun. Flügeldeckennaht oft kaum kürzer als der Halsschild ♂: 1. vollständiges Tergit mit kleinem, abgestutztem und ± seitlich zusammengedrücktem Höcker. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 7] [Abb. 8]. Im südlichen und mittleren Mitteleuropa, selten.
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Abb. 7
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Abb. 8
#4
major Fairm., 1857Kopf (und Halsschild) zwischen der Punktur glänzend und ohne oder nur mit fast verloschener Mikroskulptur (50x). Schläfen kaum verrundet und ± parallel. Halsschild relativ schmal und meist mit in der Mitte geradlinigen Seitenrändern. 2. bis 4. vollständiges Tergit überall (♀) oder nur in den Vorderhälften bzw. Querfurchen (♂) punktiert. ♂: 1. vollständiges Tergit mit verrundetem bis seitlich zusammengedrücktem Höcker. (Abb. 67, Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 9] [Abb. 10]. Westeuropäisch, jedoch schon bis nach Brandenburg und Thüringen nachgewiesen, lokal und selten.
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Abb. 9
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Abb. 10
→ 5-Kopf (und Halsschild) zwischen der Punktur nicht glänzend und mit ± deutlicher Mikroskulptur (50x) oder (und) Schläfen ± verrundet oder sich unmittelbar hinter den Augen verengend. Halsschild an den Seiten ± breit verrundet.
#5
penicillata Peyerimhoff, 1901Kopf (und Halsschild) mit deutlicher Mikroskulptur (50x). 2. bis 4. vollständiges Tergit mit lockerer (Zwischenräume etwa von doppeltem Punktdurchmesser) und relativ feiner (♀) oder in den Querfurchen (fast) ohne Punktur (♂). Flügeldeckennaht oft kürzer als der Halsschild ♂: Höcker auf dem 1. vollständigen Tergit verrundet bis seitlich zusammengedrückt und meist mit nach hinten abgestutzter Spitze. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 11] [Abb. 12]. Bisher oft für melichari gehalten. Alpen und Alpenvorland, selten. (meschniggi Bernh., 1943)
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Abb. 11
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Abb. 12
melichari (Rtt., 1889)-Kopf (und Halsschild) nur mit sehr undeutlicher bis fast verloschener Mikroskulptur (50x). Alle Tergite relativ gleichmäßig kräftig und dicht (Zwischenräume etwa so groß wie die Punktdurchmesser) punktiert bei ♀ und ♂. Flügeldeckennaht nicht kürzer als der Halsschild ♂: Höcker auf dem 1. vollständigen Tergit verrundet bis seitlich zusammengedrückt. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 13]. Bisher nur aus Dalmatien und Istrien bekannt, sehr selten; möglicherweise auch in den Südostalpen. (Die aus Westdeutschland gemeldeten Funde haben sich als major erwiesen).
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Abb. 13
Enthaltene Taxaerythroptera ganglbaueri major melichari penicillata ruficornis
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