Gattung Calathus - Arten aus Kleinasien

CarabidaeHarpalinaeSphodriniCalathus
Von Arved Lompe (n. H. Schweiger)
Schweiger, H. (1977): Neue Calathus-Arten aus Kleinasien (Col.Carabidae) - Koleopterologische Rundschau, 53:115-125 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Schweiger1977 Calathus Kleinasien.pdf"
Avgin, S.S- (2011): New Taxa of Calathus Bonelli, 1810 with a taxonomic review of the species of the Amanos Mountains, Turkey (Coleoptera, Carabidae) - Transactions of the American Entomological Society 137(1/2):49-58 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Avgin2011 Calathus Türkei.pdf"
#1
→ 2Metaepisternen sehr kurz, in der Mittellinie viel kürzer als an der Basis breit, zur Spitze kaum verengt.
→ 13-Episternen der Hinterbrust länger, in der Mittellinie mindestens so lang wie an der Basis breit oder bedeutend länger, zumeist zur Spitze deutlich verengt.
#2
arcuatus Gaut.🗺ColeowebFlügeldeckenstreifen schwach aber deutlich punktiert. Ausgefärbt ± dunkelbraun, Seitenrand des Halsschildes und der Flügeldecken gelbbraun, Fühler und Beine braun. Halsschildscheibe neben den rechtwinkeligen Hinterecken nur sehr undeutlich abgeflacht, bis zum Seitenrand gleichmäßig gewölbt. Ostanatolien (Ziganadag, Balabandag usw.). (=consanguineus Schweiger, 1977) (=idaeus Schweiger, 1977)
→ 4-Flügeldeckenstreifen immer unpunktiert. Halsschildscheibe neben den Hinterecken und entlang des Seitenrandes stets ± breit abgeflacht. Färbung anders.
#4
→ 5Fühler und Beine gelbrot. Hierher zwei Arten, die teilweise nebeneinander vorkommen und sich hauptsächlich durch die charakteristische Penisform und Innensackauszeichnung sicher unterscheiden lassen.
→ 8-Fühler und Beine schwarz. Hierher 3 Arten, die sich vor allem aufgrund des Penis- und Innensackbaues sicher trennen lassen.
#5
lissoderus Putz.🗺ColeowebDurchschnittlich kleiner und schlanker. Halsschild schlanker, Seiten weniger stark erweitert und zu den Hinterecken nicht deutlich bogenförmig gerundet verengt. Flügeldecken schärfer zugespitzt, Streifen zur Spitze stärker vertieft. Penis bei Profilansicht [Abb. 1] kürzer und plumper, Spitze bei Dorsalansicht kurz und breit verrundet. Innensackauszeichnung aus einem bandförmigen distalen Chitinzahn bestehend. Long: 9,5-11,1 mm. Ilgazdag, Berge bei Samsun, Abantgebirge usw.
calathus_lissoderus.jpg
Abb. 1
erzeliki Schweiger, 1977🗺Coleoweb-Durchschnittlich größer, breiter oval, Habitus plumper. Halsschild breiter, Seiten stärker gerundet erweitert, zu den Hinterecken bogenförmig gerundet verengt. Flügeldecken weniger scharf zugespitzt, Streifen im apikalen Drittel nur wenig vertieft. Penis bei Profilansicht [Abb. 2] länger und schlanker, Spitze bei Dorsalansicht länger, Innensackauszeichnung aus einem hohlen Zahn bestehend. Long.: 10,4-11,3 mm Abantgebirge bei Bolu.
calathus_erzeliki.jpg
Abb. 2
#8
muchei Jedl.🗺ColeowebInnensackauszeichnung aus einem auffallend großen, dreispitzigen Chitinzahn bestehend. Penisspitze breiter, bei Dorsalansicht schwach löffeiförmig verbreitert [Abb. 3]. Ilgazdag.
calathus_muchei.jpg
Abb. 3
→ 10-Innensackauszeichnung anders gebildet. Penisspitze schlanker bei Dorsalansicht niemals verbreitert. Abantgebirge, Kazdag bei Edremit.
#10
Kazdag. Penis bei Profilansicht plumper, Chitinzahn der Innensackauszeichnung klein , bei Profilansicht nur undeutlich sichtbar [Abb. 4]. Halsschild schlanker, Hinterecken schärfer rechtwinkelig. Flügeldecken beim ♂ infolge stärkerer Chagrinierung matter (idaeus Schweiger, 1977). Siehe arcuatus LZ >>>2
calathus_idaeus.jpg
Abb. 4
-Abantgebirke. Penis bei Profilansicht schlank, Chitinzahn der Innensackauszeichnung schärfer markiert, auch in Profilansicht stets deutlich sichtbar [Abb. 5]. Halsschild breiter, zu den abgestumpften Hinterecken deutlich gerundet verengt. Flügeldecken beim ♂ schwächer chagriniert, glänzender (consanguineus Schweiger, 1977). Siehe arcuatus LZ >>>2
calathus_consanguineus.jpg
Abb. 5
#13
→ 14Metaepisternen in der Mittellinie so lang oder nur unmerklich länger als an der Basis breit, zur Spitze nur wenig aber stets deutlich verengt.
-Episternen der Hinterbrust sehr schlank, in der Mittellinie stets wesentlich länger als an der Basis breit,zur Spitze stark verengt. Hierher die Artengruppe des fuscipes Goeze s.str., die in Anatolien und auf der Balkanhalbinsel zumindest in 6 verschiedene Arten und eine Vielzahl von Rassen zerfällt, die sich alle sehr ähnlich sehen und nur auf Grund ihres Penisbaues und der Innensackauszeichnung sicher getrennt werden können. Die überwiegende Mehrzahl der Formen lebt dabei im vorderasiatisch-iranischen Raum, wo auch das phylogenetische Entstehungszentrum dieser Gruppe liegt. Lediglich eine einzige Art, nämlich C. fuscipes s.str. konnte als junge Invasionsart nach Westen vorstoßen und dabei weite Teile von Mittel-, Ost- und Nordeuropa besiedeln. In systematischer Hinsicht will Schweiger diesen Formenkreis jedoch in einer gesonderten Studie behandeln.
#14
distinguendus Chaudoir, 1846Fundmeldungen🗺ColeowebVorherrschend schwarz gefärbt. Größer (Long. bis 13,8 mm) vom Habitus des fuscipes Goeze. Halsschildbasis stets grob und ziemlich dicht punktiert. Pontische Alpen, Uludag, Thrakien. Im Süden sehr sporadisch verbreitet (z.B. Babadag bei Denizli) und hier vielleicht eine weitere Art bildend.
→ 16-Vorherrschend heller gefärbt, hell pechbraun (Halsschild) bis dunkelbraun (Flügeldecken). Kleiner (Long. 9,8-10,6 mm). Habitus abweichend, entfernt an einen kleinen ambiguus Payk. erinnernd. Halsschildbasis meist fein bis erloschen punktiert. Hierher libanensis mit 3 Unterarten aus Ost- und Zentralanatolien.
#16
libanensis pluriseriatus Putz.🗺ColeowebSeitenrand des Halsschildes vor den Hinterecken ±ausgeschweift. Flügeldecken breiter oval, Spitze mehr verrundet, Basalrand flacher bogenförmig verlaufend und in den Seitenrand in einem etwas weniger spitzen Winkel mündend. Schulterzähnchen schärfer markiert. Penis kürzer und plumper, Innensackauszeichnung aus einem großen Zahn und einer großen, stark chitinisierten Stachelgruppe bestehend. Ostanatolien.
→ 17-Seitenrand des Halsschildes vor den Hinterecken niemals ausgeschweift, zur Basis schwach gerundet oder fast geradlinig verengt [Abb. 6].
calathus_libanensis_hsch.jpg
Abb. 6
#17
libanensis Putzeys, 1873Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild mit leicht vorstehenden, etwas zugespitzten Vorderwinkeln [Abb. 7], die Basis fein bis erloschen punktiert [Abb. 6]. Flügeldecken langoval, am Ende stärker zugespitzt, Basalrand tiefer bogenförmig und mit dem Seitenrand in einem sehr spitzen Winkel zusammenstoßend. Schulterzähnchen weniger deutlich, öfters kaum über den Seitenrand vorspringend. Penis länger und schlanker [Abb. 8], Innensackauszeichnung aus einem schwächeren Zahn und zwei getrennten Stachelgruppen bestehend [Abb. 9]. Zentral- und Südanatolien, Levante.
calathus_libanensis_k.jpg
Abb. 7
calathus_libanensis_hsch.jpg
Abb. 6
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Abb. 8
calathus_libanensis_pc.jpg
Abb. 9
libanensis deuvei Avgin, 2011🗺Coleoweb-Halsschild mit stark verrundeten Vorderwinkeln, die Basis deutlich und dicht punktiert. Habitus [Abb. 10]. Aedoeagus [Abb. 11]. Türkei, Syrien, Levante.
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Abb. 10
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Abb. 11
Enthaltene Taxaarcuatus distinguendus erzeliki libanensis lissoderus muchei
Erstellt am: 02.11.2021 · Letzte Aktualisierung: 04.11.2021 - 00:57:34
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