Gattung Bidessus Sharp 1880/82

ColeopteraDydiscidaeHydroporinae
Von Arved Lompe (n. H. Schaeflein)
Enthält mit der vorhergehenden Gattung die kleinsten Tiere der Familie. Von Guignotus leicht zu trennen durch den stets vorhandenen Clypealstrich, der die Hinterränder der Augen verbindet. Vor diesem meist stark punktiert, dahinter glatt. Fühlerglieder kurz knopfförmig. Flügeldecken mit verkürztem Nahtstreifen. Flügeldecken schwarz auf gelb oder gelb-rot gezeichnet oder auch dunkel pechbraun mit ± deutlichen helleren Flecken. Oberseite dicht punktiert, heteromorph. Mit etwa 30 Arten weltweit verbreitet. 5 davon auch in Mitteleuropa
#1
→ 2Strichel auf den Flügeldecken etwa bis zur Mitte derselben oder auch etwas darüber reichend. Körper sehr flach, nahezu parallel. Gelb mit schwarzer Zeichnung, die im einzelnen sehr variabel sein kann
→ 3-Strichel auf den Flügeldecken wesentlich kürzer, das vordere Drittel der Flügeldecken kaum überschreitend. Körper aufgewölbt, in der Mitte deutlich verbreitert. Oberseite dunkel pechbraun mit heller Querbinde oder undeutlichen rötlichen Aufhellungen
#2
minutissimus (Germ., 1824)Die schwarze Basalbinde der sehr variablen Halsschildzeichnung geht über das Strichel hiaus, mitunter bis zum Seitenrand. Schwarze Zeichnung der Flügeldecken schärfer begrenzt [Abb. 1]. Halsschild vorne stark, hinten weniger verengt, nach hinten fast parallel. Fühlerglieder nach vorne etwas angedunkelt. 1,7 mm. Westliches Mittelmeergebiet bis England. 1 Ex. 1907 in Dachau, Oberbayern. Am Oberrhein, in der Rheinpfalz, im Elsaß und Vorarlberg nachgewiesen.
bidessus_minutissimus_hab.jpg
Abb. 1
delicatulus (Schaum, 1844)-Die schwarze Basalbinde geht nur bis zum Halsschildstrichel. Schwarze Zeichnung der Flügeldecken meist von geringerer Ausdehnung, Umrisse etwas verschwommen. Halsschild vorne und auch hinten gleichmäßig verengt. Seitenkante des Halsschildes fast gleichmäßig gerundet. Fühlerglieder zur Spitze kaum angedunkelt. 1,7 mm. Östliches Mittelmeer, in Deutschland bis etwa zum Harz, sporadisch und selten
#3
nasutus SharpFlügeldecken mit ± deutlicher heller Querbinde im vorderen Drittel, welche nach innen bis zum Nahtstreifen reicht. Meist auch mit hellem Seiten- und Apikalfleck. 2 mm. Osteuropa, Tschechoslowakei, Niederösterreich, Neusiedler See.
→ 4-Flügeldecken einfarbig dunkel-pechbraun, höchstens an den Seiten undeutlich aufgehellt.
#4
grossepunctatus Vorbr., 1907Körper breiter oval, plump, beinahe eckig erscheinend. Punktierung weitläufig. Zwischen Nahtsaum und Flügeldeckenstrichel mit etwa 5-6 Punkten eine gedachte horizontale Linie tangierend. Penis seitlich besonders im vorderen Drittel stark gekrümmt. Die ♀ normalerweise glatt; doch kann der Zwischenraum zwischen den Punkten dermaßen stark gerunzelt sein, daß die Punkte fast verschwinden. Penis [Abb. 2]. 1,75 mm. Westliches Mitteleuropa bis zur Tschechoslowakei, bei uns jedoch nicht häufig. Tyrphophil, doch nicht ausschließlich.
bidessus_grossepunctatus.gif
Abb. 2
unistriatus (Schrk., 1781)-Körper schmäler, mit erkennbarem schwachem Winkel zwischen Halsschild und Flügeldeckenseitenkante [Abb. 3]. Punktierung dichter. Entlang der gedachten Linie zwischen Nahtstreifen und Flügeldeckenstrichel etwa 7-8 Punkte. ♀ normalerweise glatt, teilweise jedoch stark gerunzelt, und dann kaum von den heteromorphen ♀ der vorhergehenden Art zu trennen. Penis [Abb. 4] [Abb. 5]. 1,75-2 mm. Fast ganz Europa, im Westen und Süden seltener.
bidessus_unistriatus_hab.jpg
Abb. 3
bidessus_unistriatus.gif
Abb. 4
bidessus_unistriatus.jpg
Abb. 5
Enthaltene Taxadelicatulus grossepunctatus minutissimus nasutus unistriatus
Erstellt am: 31.03.2013 · Letzte Aktualisierung: 10.06.2013 - 14:36:08
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)