Gattung: Anotylus Thoms.

ColeopteraStaphylinidaeOxytelinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Schülke, M. (2012): Unterfamilie Oxytelinae in Freude-Harde-Lohse-Klausnitzer, Die Kafer Mitteleuropas. Band 4, 2. Auflage - Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg-Berlin; pp. 207 ff. >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\_FHL-04II.pdf"
Gildenkov, M.Yu. (2017): Anotylus khachikovi, a Species New to Science and a Vicariant of Anotylus fairmairei (Pandellé, 1867) (Coleoptera, Staphylinidae, Oxytelinae) - Entomological Review 97(1):62-67 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Gildenkov2017 Anotylus khachikovi.pdf"
Schildchen mit 3 deutlichen Grübchen [Abb. 1] und dadurch relativ leicht von Oxytelus zu unterscheiden. Die Kopfgröße ist bei den ♂ oft sehr variabel, so daß die Tiere dann zum Teil völlig anders aussehen als andere zur gleichen Art gehörende; hier hilft in Zweifelsfällen nur die Untersuchung der sekundären Geschlechtsmerkmale auf der Unterseite oder des Genitals. In Europa sind 39 Arten gemeldet. Hier werden vorerst nur die mitteleuropäischen (24 Arten) behandelt.
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Abb. 1
Die Lateralansichten der Aedoeagi sind ohne Parameren gezeichnet.
#1
→ 2Zwischen der Flügeldeckennaht und dem Nahtstreifen befindet sich ein glatter, höchstens durch Punkte unterbrochener Zwischenraum [Abb. 2]. Nur Arten über 3 mm
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Abb. 2
→ 3-Der Zwischenraum zwischen der Flügeldeckennaht und dem Nahtstreifen durch eine dem Nahtstreifen parallel laufende Furche getrennt. Der Nahtstreifen erscheint also verdoppelt.
#2
→ 22Seitenrand des Halsschildes sehr deutlich gekerbt [Abb. 3], innen ohne Begrenzungslinie. Glied 4 der Fühler gestreckt, deutlich länger als breit. ♂: die Parameren liegen bis zur Spitze des Zentralkörpers des Aedoeagus diesem an, in ihrem Spitzenteil stehen sie frei und überragen ihn [Abb. 4]. Untergattung Styloxis
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 4-Seitenrand des Halsschildes glatt oder nur schwach gekerbt, innerhalb der Außenkante von einem feinen Rand begrenzt. Glied 4 der Fühler rundlich, nicht länger als breit. Fühler einfarbig bräunlichrot. ♂: die Parameren in ihrer ganzen Länge dem Zentralkörper des Aedoeagus anliegend und an der Spitze meist gekreuzt [Abb. 5]. Untergattung Anotylus s.str.
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Abb. 5
#3
→ 4Vorderschienen an der Spitze mit einem tiefen Ausschnitt [Abb. 6]. Untergattung Anotylus s.str.
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Abb. 6
→ 21-Vorderschienen zur Spitze allmählich verschmälert, ohne Ausschnitt. Untergattung Oxytelops Pagel
#4
maritimus Thoms., 1861Fundmeldungen🗺ColeowebFühler einfarbig bräunlichrot, Beine gelblichrot, Flügeldecken mit einfachem glatten Nahtzwischenraum. Kopf und Hinterleib schwarz, Halsschild braunschwarz, Flügeldecken braun. Selten die ganze Oberseite pechschwarz. Kopf und Halsschild grob punktiert, die Punktur isoliert stehend oder höchstens an den Seiten des Halsschildes etwas längsrunzelig verflossen. Aedoeagus [Abb. 7]. 3-3,8 mm. B: An der Meeresküste unter Anspülicht, ziemlich selten. D: Nord-, West- und Mitteleuropa, stellenweise auch am Mittelmeer. Bei uns an der Nordsee und an der westlichen Ostseeküste. Selten. (=perrisi Fauv.)
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Abb. 7
→ 5-Fühler schwarz, höchstens die Basalglieder stellenweise heller. Nahtzwischenraum durch eine - manchmal sehr - feine Mittellängsfurche geteilt, der Nahtstreifen dadurch verdoppelt erscheinend
#5
→ 6Kopf und Halsschild oft längsrunzelig, stellenweise maschig chagriniert, aber durchaus glänzend. Flügeldecken stets längsrissig skulptiert (ausgenommen petri).
→ 11-Die ganze Oberseite glanzlos, Kopf und Halsschild dicht längsgestrichelt skulptiert, matt
#6
→ 7Größere Arten von 3-3,5 mm Länge.
→ 9-Kleinere Arten von 2-3 mm Länge.
#7
inustus (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺ColeowebClypeus glänzend, am Grunde nicht chagriniert, fein und verstreut punktiert. Schwarz mit rötlichgelben Beinen, Oberseite stark glänzend, die Punktur des Kopfes überwiegend freistehend, die des Halsschildes zum Teil längsrunzelig, Flügeldecken manchmal braun [Abb. 8]. 3-4 mm. ♂: Hinterrand des VII. Sternites mit 2 sehr genäherten, mit dem Sternit gleichfarbigen schwarzen Höckern, vor denen sich höchstens ein flacher, undeutlicher Quereindruck befindet, Parameren am Ende zipfelförmig zugespitzt [Abb. 9] [Abb. 10]. D: Weit verbreitet: Nordafrika, Europa mit Ausnahme des Nordens, Vorder- und Mittelasien. Im Ganzen nicht häufig, nach Osten selten oder fehlend.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
→ 7a-Clypeus am Grunde stets deutlich erkennbar chagriniert.
#7a
plagiatus (Rosenhauer, 1856)🗺ColeowebPunktur auf dem Kopf und in der Mitte des Pronotums ähnlich wie bei inustus freistehend. Flügeldecken mit gelbbraunen Längsmakeln entlang der Naht und undeutlichen Humeralmakeln. 3,1-4,4 mm. ♂: VII. Sternit ähnlich wie bei inustus, Höcker am Hinterrand etwas deutlicher; VIII. Sternit am Hinterrand deutlich ausgerandet. Aedoeagus ebenfalls ähnlich inustus mit anliegenden Parameren, diese am Apex weniger stark gewinkelt [Abb. 11]. D: Aus Nordafrika, Spanien und Portugal bekannt; weitere taxonomisch ungeklärte Unterarten wurden aus Ägypten und Portugal beschrieben. Auch aus der Schweiz gemeldet, ein autochthones Vorkommen in Mitteleuropa ist aber sehr unwahrscheinlich.
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Abb. 11
→ 8-Punktur auf der Hinterhälfte des Kopfes und auf dem Halsschild vollständig längsrunzelig. Die ♀ besitzen stets einen kräftig chagrinierten Clypeus, der übrige Kopf ist punktiert und dicht längsrunzelig, nur schwach glänzend. Der Kopf stets etwas schmäler als der Halsschild. Die ♂ können (seltener) im Aussehen völlig mit den ♀übereinstimmen oder besitzen einen bedeutend breiteren Kopf mit nach hinten stark erweiterten Schläfen; in diesem Falle kann die Mikroskulptur auf dem Clypeus stark reduziert sein. Schwarz, mit bräunlichgelben Beinen, Schenkel oft geschwärzt, Flügeldecken oft braun ohne auffällige Zeichnung. 3,3-4,5 mm. Hierher 2 nur durch Genitaluntersuchung zu trennende Arten.
#8
sculpturatus (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺ColeowebVII. Sternit des ♂ vor den beiden Höckern tief halbkreisförmig eingedrückt, vor dem Vorderrand des Eindrucks mit feiner und dichter gelblicher Behaarung. Die Parameren des Aedoeagus an der Spitze breit und rundlich erweitert [Abb. 5] [Abb. 12]. D: Überall sehr häufig.
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Abb. 5
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Abb. 12
mutator (Lohse, 1963)Fundmeldungen🗺Coleoweb-VII. Sternit des ♂ vor den beiden Höckern flacher und unscharf begrenzt, quer eingedrückt, das Sternit davor ohne gelbe Behaarung. Parameren mit langen parallelseitigen Enden [Abb. 13] [Abb. 14] [Abb. 15]. D: Lüneburger Heide und Holstein, sicher weiter verbreitet.
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
#9
politus (Er., 1840)🗺ColeowebKopf und Halsschildmitte sehr fein und spärlich punktiert, die Punktur nur an den Halsschildseiten längsrissig. Hinterleib matt. Schwarz, Beine braungelb mit angedunkelten Schenkeln. ♂: Aedoeagus [Abb. 16]. Sternite VII und VIII [Abb. 17] D: Südöstliches Mitteleuropa, sehr selten.
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Abb. 16
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Abb. 17
→ 10-Halsschild kräftig punktiert, Hinterleib glänzend.
#10
petzi (Bernhauer, 1914)🗺ColeowebPunktur des Vorderkörpers und der Flügeldecken einfach, Halsschildfurchen schwächer, Halsschild viel weitläufiger punktiert. D: Oberösterreich, sehr selten
nitidulus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Punktur des Vorderkörpers und der Flügeldecken längsrunzelig verflossen, auf dem Halsschild ziemlich dicht [Abb. 18]. Halsschild mit kräftiger Mittelfurche. Schwarz, Flügeldecken ausgedehnt gelblichbraun, Beine braungelb. ♂: Aedoeagus [Abb. 19] [Abb. 20]. D: Überall häufig. Die Kopfform kann beim ♂ unterschiedlich sein: Schläfen backenförmig mit parallelen Seiten [Abb. 21] bis backenförmig mit nach hinten erweiterten Seiten [Abb. 22].
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
#11
→ 12Kopf am Innenrand der Augen mit einem feinen Längskiel. Arten über 2,5 mm.
→ 13-Kopf am Innenrand der Augen ohne Längskiel. Halsschild in der stricheligen Skulptur ohne erkennbare Punktur. Arten unter 2,5 mm.
#12
intricatus (Er., 1840)🗺ColeowebSkulptur des Vorderkörpers grob, die ganze Hinterhälfte des Kopfes und die ganze Halsschildoberfläche deutlich und dicht punktiert. Schwarz, Flügeldecken braun, Beine gelb mit ± angedunkelten Schenkeln. [Abb. 23] 2,4-3 mm. D: Aus dem südlichen Europa ins südliche Mitteleuropa einstrahlend, selten.
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Abb. 23
complanatus (Er., 1839)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Skulptur des Körpers fein, im Chagrin der Halsschildmitte ohne erkennbare Punktur. Schwarz, Beine braungelb, meist ± angedunkelt. 2,9-3,6 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 24]. Sternit VII und VIII [Abb. 25]. D: Überall gemein, im Gebirge bis über 2000 m aufsteigend.
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Abb. 24
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Abb. 25
#13
→ 14Die schmalen mittleren Längsrippen des Halsschildes glatt und glänzend. Auch der Kopf mit kleinen glänzenderen Stellen.
→ 15-Kopf und Halsschild matt, die Längsrippen heben sich aus dem Chagrin ihrer Umgebung nur undeutlich ab und sind ebenfalls chagriniert.
#14
clypeonitens (Pand., 1867)🗺ColeowebClypeus glänzend, nur in der Vorderhälfte verloschen chagriniert. Schwarz, Flügeldecken oft braun, Beine meist ganz gelb. 2-2,4 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 26]. B: In Kompost. D: Selten aber wohl oft übersehen. Besonders im Norden und Osten von Mitteleuropa.
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Abb. 26
speculifrons (Kr., 1858)🗺Coleoweb-Clypeus matt. Die Stirnhöcker über der Fühlerbasis, die Mitte des Scheitels und manchmal auch der Nahtwinkel der Flügeldecken deutlich glänzend. Schwarz, Flügeldecken meist braun, Beine gelb. 2-2,3 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 27]. D: Aus Südeuropa ins südliche Mitteleuropa einstrahlend, verstreut und selten.
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Abb. 27
#15
→ 16Außenrand der Vorderschienen vor der Spitze ausgebuchtet verengt [Abb. 28].
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Abb. 28
→ 21-Außenrand der Vorderschienen nicht tief ausgeschnitten, die Schienen zur Spitze allmählich verengt [Abb. 28]. Siehe Untergattung Oxytelops Pagel
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Abb. 28
#16
pumilus (Er., 1839)🗺ColeowebGrößer, 2-2,5 mm, Beine bis auf Knie und Tarsen ganz schwarz. ♂: VII. Sternit am Hinterrand mit 3 Dornen, von denen der mittlere kleiner, spitz und stärker abstehend, die seitlichen kräftiger, stumpf und mehr nach hinten gerichtet sind. Auch das VIII. Sternit mit 2 Dornen [Abb. 29]. Aedoeagus [Abb. 30]. B: Vorzugsweise im Boden unter völlig verrotteten Exkrementen. D: Im südlichen und südöstlichen Mitteleuropa selten.
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Abb. 29
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Abb. 30
→ 17-Kleiner, kaum 2 mm übersteigend. Beine oft heller gefärbt, ♂: anders ausgezeichnet.
#17
→ 181,2-1,8 mm lang. ♂: am Hinterrand des VII. Sternites mit einem abstehenden Dorn (Hinterleib 48:21).
→ 19-1,7-2,1 mm lang. ♂: am Hinterrand des VII. Sternites anders gestaltet.
#18
affinis (Czwal., 1870)🗺ColeowebFlügeldecken meist braun, nicht ganz matt. ♂: der hakenförmige Dorn am Hinterrand des VII. Sternits kleiner und spitziger, das VIII. Sternit mit 2 Kielchen, die je ein Borstenbüschel tragen. B: Lebensweise wie pumilus. D: Südliches und östliches Mitteleuropa, selten.
hamatus (Fairm.Lab., 1856)🗺Coleoweb-Flügeldecken tiefschwarz, matt. ♂: der hakenförmige Dorn am Hinterrand des VII. Sternites größer, VIII. Sternit ohne Auszeichnungen [Abb. 31]. Aedoeagus [Abb. 32]. D: Südliches Mitteleuropa, vermutlich sehr selten und nicht immer von affinis geschieden; (möglicherweise nur eine Form des Vorigen).
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Abb. 31
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Abb. 32
#19
bernhaueri (Ganglbauer, 1898)🗺ColeowebFlügeldecken bräunlichgelb, selten dunkler. : Hinterrand des VII. Sternites mit einer asymmetrischen, auf der linken Körperseite gelegenen Auszeichnung. Diese besteht aus einer Platte, deren Ende in einen rechts befindlichen langen Fortsatz ausläuft [Abb. 33] (Stammform) oder auf einen gebogenen Dorn (a. christianae Bernh.) oder einen kurzen Zahn (a. minarzi Bernh.) reduziert ist. ♂: Aedoeagus [Abb. 34]. B: Vorzugsweise in den unterirdischen Bauen des Ziesels, seltener des Maulwurfs. D: Südöstliches Mitteleuropa, Thüringen, selten.
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Abb. 33
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Abb. 34
→ 20-Flügeldecken schwarz, ♂: VII. Sternit mit einer symmetrischen Auszeichnung.
#20
saulcyi (Pand., 1867)🗺Coleoweb♂: 7. Sternit am Hinterrand in eine viereckige vorragende Querplatte erweitert, vor der sich ein kleines Höckerchen befindet [Abb. 35]. Aedoeagus [Abb. 36]. B: In unterirdischen Säugetierbauten, vorzugsweise beim Maulwurf.
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Abb. 35
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Abb. 36
→ 20a-♂: VII. Sternit auf der Hinterhälfte mit 2 länglichen Körnchen [Abb. 37]. Hierher 2 vikariierende Arten, die früher nicht getrennt wurden und wohl nur im ♂ Geschlecht unterschieden werden können.
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Abb. 37
#20a
fairmairei (Pand., 1867)🗺ColeowebArt mit westlicher Verbreitung. ♂: Aedoeagus [Abb. 38]*). Sternit VII und VIII [Abb. 37]. B: Im Boden unter verrotteten Exkrementen; im Harz an Äsern gefangen. D: Europa bis zum Nordkaukasus. Im nördlichen und östlichen Mitteleuropa weit verbreitet, aber selten,
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Abb. 38
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Abb. 37
khachikovi Gildenkov, 2017-Art mit östlicher Verbreitung. Aedoeagus [Abb. 39]. D: Vom Nordosten der Türkei bis Kirgistan verbreitet. *) Das von Schülke (l.c.) für fairmairei abgebildete Genital [Abb. 40] ist nach einem Tier aus dem Kaukasus gezeichnet und gehört zu dem damals noch unbekannten khachikovi.
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Abb. 39
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Abb. 40
#21
tetracarinatus (Block, 1799)Fundmeldungen🗺ColeowebGrößer, 1,7-2,2 mm, parallelseitig [Abb. 41]. Kopf ohne deutliche Stirnfurchen; beim ♂ so breit wie der Halsschild, beim ♀ etwas schmäler. 7. und 8. Fühlerglied gleich gebildet. Schwarz, Beine rötlichgelb, Schenkel angedunkelt. ♂ ohne auffällige Auszeichnungen am VII. Sternit. Aedoeagus [Abb. 42] [Abb. 43]. D: Nach Lohse die gemeinste Art der Gattung, möglicherweise die gemeinste Staphylinide überhaupt.
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
tetratoma (Czwalina, 1871)🗺Coleoweb-Viel kleiner, 1-1,8 mm. Kopf auch beim ♂ schmäler als der Halsschild, Hinterleib nach hinten verengt, Stirn mit deutlichen, nach vorn schwach konvergierenden Furchen und deutlichem gewölbten Mittelwulst. 8. Fühlerglied viel größer als das 7., mit den 3 letzten Glied eine 4gliedrige Keule bildend. Schwarz, Beine gelbbraun, ± angedunkelt. Auch im ♀ Geschlecht durch den vollständig und deutlich gerandeten Clypeus gut von allen ähnlichen Arten zu unterscheiden. Aedoeagus [Abb. 44]. D: Im südöstlichen Mitteleuropa ziemlich selten, im nordöstlichen Mitteleuropa äußerst selten.
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Abb. 44
#22
→ 23Kopfschild (Clypeus) und Hals chagriniert
insecatus (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kopfschild und Hals glatt und glänzend, nur mit verstreuten Punkten besetzt [Abb. 45]. Schwarz, Flügeldecken und Beine rot oder rotbraun mit etwas helleren Flügeldecken [Abb. 46]. 4-4,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 47] [Abb. 48]. Sternit VII [Abb. 49]. B: An sonnigen Hängen auf kalkhaltigem Boden, nicht häufig.
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Abb. 45
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Abb. 46
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Abb. 47
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Abb. 48
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Abb. 49
#23
mendus Herman, 1970🗺ColeowebDie ganze Oberseite fast matt, kaum glänzend, der Untergrund der Flügeldecken chagriniert. Oberseite ganz schwarz, nur die Beine teilweise heller. 4,5-5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 50]. Sternit VII [Abb. 51]. D: Seltene Art des südöstlichen Mitteleuropa. (=opacus Kr.)
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Abb. 50
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Abb. 51
→ 24-Vorderkörper kräftig punktiert, die Punktur verrunzelt, dennoch die Oberseite deutlich glänzend [Abb. 3]. Ganz schwarz, nur die Beine teilweise heller oder dunkel pechbraun, Halsschild dunkel rotbraun, Flügeldecken heller rötlich, Fühler zum Teil rötlich, Beine rotgelb.
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Abb. 3
#24
rugifrons (Hochh., 1849)Fundmeldungen🗺ColeowebKopf ziemlich schmal. Der Kopfschild trotz der Chagrinierung etwas glänzend und nicht matter als der übrige Kopf. Kleiner, 4-4,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 52]. Sternit VII [Abb. 53]. B: An feuchten Stellen, besonders im Frühjahr in der Bodenstreu, ziemlich selten.
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Abb. 52
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Abb. 53
rugosus (F., 1775)Fundmeldungen🗺Coleoweb var. pulcher Grav.-Kopf breiter [Abb. 3]. Kopfschild durch sehr dichtes Chagrin deutlich matter als der übrige Kopf. Vorzugsweise im Sommer in warmem Kompost, nicht selten. Der Untergrund der Flügeldecken nicht chagriniert. : VI. Sternit mit einem knopfartigen Fortsatz [Abb. 54], VII. am Ende etwas vertieft mit einer aus Körnchen bestehenden Leiste. Aedoeagus [Abb. 55] [Abb. 56] [Abb. 4]. Größer, 4,5-5,5 mm. B: Auf feuchten Böden, im Genist, an Dünger und Kompost. D: Ganz Europa. Gemeine Art. Die Stammform ganz schwarz; häufig jedoch dunkel pechbraun, Halsschild dunkel rotbraun, Flügeldecken heller rötlich, Fühler zum Teil rötlich, Beine rotgelb:
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Abb. 3
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Abb. 54
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Abb. 55
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Abb. 56
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Abb. 4
Enthaltene Taxaaffinis bernhaueri clypeonitens complanatus fairmairei hamatus insecatus intricatus inustus khachikovi maritimus mendus mutator nitidulus petzi plagiatus politus pumilus rugifrons rugosus saulcyi sculpturatus speculifrons tetracarinatus tetratoma
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 04.05.2026 - 09:56:00
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