Gattung Acinopus Dejean, 1821

CarabidaeHarpalinaeHarpaliniHarpalina
Von Arved Lompe (n. J. Trautner, L. Ganglbauer, R. Jeannel, E. Reitter)Literaturverzeichnis ⇒
Die ♂ haben zum Teil nur sehr undeutlich erweiterte Tarsen. Sie sind von den ♀ am kurzen 2. Tarsenglied der Mittelbeine zu unterscheiden, das bei ihnen kurz und nicht oder kaum länger als breit ist, während es bei den ♀ meist deutlich länger als breit ist.
In der Tabelle fehlende europäische Arten. ...99
#1
haroldii (Schaum, 1863)🗺ColeowebHalsschild zur Basis deutlich verengt und die Seitenrandkehle vor der Basis deutlich erweitert. Untergattung Acmastes. Flügeldecken kurzoval mit flachen Zwischenräumen und fast erloschenen Streifen. D: Nordafrika.
→ 2-Halsschild zur Basis nicht verengt, andernfalls die Seitenrandkehle vor der Basis nicht erweitert und die Flügeldecken deutlich gestreift [Abb. 1].
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Abb. 1
#2
→ 3Clypeus (Kopfschild) vorne tief rund ausgeschnitten, mit deutlicher Querfurche [Abb. 2]. ♂: Vorderbrust beulenartig aufgetrieben [Abb. 3]; ♀: Analsternit nach hinten mit einem höckerartigen Vorsprung [Abb. 4]. Untergattung Oedematicus
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 4-Clypeus gerade abgestutzt, leicht ausgerandet oder winklig ausgeschnitten; ohne Querfurche [Abb. 1].
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Abb. 1
#3
megacephalus Rossi, 1794Fundmeldungen🗺ColeowebTarsen oberseits dicht gelb behaart [Abb. 5]. Basalrand des Halsschilds kaum schmäler als der Seitenrand. Habitus [Abb. 6]. 12-17 mm. Aedoeagus [Abb. 7]. D: Von Frankreich bis Griechenland, Kleinasien.
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
gutturosus Buquet, 1840🗺Coleoweb-Tarsen oberseits nur mit wenigen Härchen besetzt. Basalrand des Halsschilds schmäler als der Seitenrand. 13-20 mm. D: Südspanien, Balearen, westliches Nordafrika.
#4
→ 8Rechte Mandibel an der Oberkante mit einer Einkerbung die in die seitliche Mandibelfurche mündet [Abb. 8].
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Abb. 8
→ 5-Rechte Mandibel an der Oberkante ohne Einkerbung, höchsten mit einer leichten Eindellung.
#5
→ 6Die obere Kante der rechten Mandibel viel weniger entwickelt als die untere oder die obere der linken Mandibel. Vordertarsen des ♂ kaum erweitert:
→ 7-Die obere Kante der rechten Mandibel normal entwickelt, ohne Ausschnitt, die Vorder- und Mitteltarsen des ♂ deutlich erweitert.
#6
ammophilus Dejean, 1829🗺ColeowebGrößer: 20-28 mm. Körper breit und flach. Kopf schmäler als der Halsschild, dieser quer, schmäler als die Flügeldecken. Oberlippe ausgerandet, die Oberkante der rechten Mandibel mit einer Eindellung, ihre Oberseite deutlich gerieft. Flügeldecken mit stark gebogenem Basalrand, fein aber tief gestreift. Untergattung Osimus Motsch. D: Südosteuropa, Griechenland, Südrussland, Transkaukasus, Kaspimeergebiet. (=grandis Fald.) (=spinipes Fisch.)
striolatus Zoubkoff, 1833🗺Coleoweb-Kleiner: 15-18 mm, zylindrisch. Kopf wenig schmäler als der Halsschild, dieser quer, rechteckig, zur Basis etwas mehr verengt, so breit wie die Flügeldecken. Oberlippe schwach ausgerandet, die obere Kante der rechten Mandibel dünn, glatt, Flügeldecken mit fast geradem Basalrande, oben extrem fein gestreift, Oberseite schwarz, lackglänzend. Untergattung Haplacinopus Semenov, 1899 D: Ostkaukasus, Transkaspien. (=nitidus Fald.)
#7
cylindraceus Fairm., 1859🗺ColeowebKörper lang gestreckt und schmal, Kopf des ♂ reichlich so breit wie der Halsschild; Schenkel schwarz, Schienen braun, Tarsen rostrot; zweites Glied der Mitteltarsen heim ♀ kaum länger als breit. 14-18 mm. D: Algerien. (=elongatus Pioch. non Luc.)
brevicollis Baudi, 1882🗺Coleoweb-Dem cylindriacus sehr ähnlich, mir unbekannt. D: Italien: Sizilien.
pilipes Brulerie, 1867🗺Coleoweb-Körper gestreckt, kleiner, Halsschild länger, unten ziemlich dicht lang behaart, Beine rostrot, Tarsen schlanker, das zweite Glied der Mittelfüße beim ♀ doppelt so lang als breit. 11-12 mm. D: Balaearen (Mallorca).
#8
→ 9Episternen der Hinterbrust lang, nach hinten stark verschmälert; am Innenrand deutlich länger als am Vorderrand breit [Abb. 9] [Abb. 10].
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Abb. 9
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Abb. 10
→ 10-Episternen der Hinterbrust relativ kürzer und weniger stark verschmälert; am Innenrand kaum länger als am Vorderrand breit [Abb. 11]. Vorsicht! Der Unterschied ist etwas diffizil; bei picipes kommen Tiere mit langen und kurzen Episternen vor.
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Abb. 11
#9
laevigatus Menetries, 1832Fundmeldungen🗺ColeowebAusschnitt der rechten Mandibel etwa in der Mitte gelegen [Abb. 8]. Kopfschild meist mit je einem Borstenpunkt in den Vorderwinkeln, aber öfters in einem, manchmal in beiden Vorderwinkeln 2 Borstenpunkte. Flügeldeckenstreifen nur flach eingedrückt, die Zwischenräume nicht gewölbt [Abb. 12]. Aedoeagus [Abb. 13]. 11-17 mm [Abb. 14]. D: Südrußland, Griechenland.
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Abb. 8
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
picipes Olivier, 1795Fundmeldungen🗺Coleoweb-Der Ausschnitt der rechten Mandibel nahe an die Basis gerückt. Kopfschild meist mit je 2 Borstenpunkten in den Vorderwinkeln, es kommen aber auch Tiere mit nur je 1 Borstenpunkt vor. Bei den ♀ ist das 2. Glied der Mitteltarsen deutlich länger als breit [Abb. 15], bei den ♂ die Tarsen der beiden vorderen Beinpaare kaum erweitert, das 2 Glied der Mitteltarsen nur wenig länger als breit [Abb. 16]. Aedoeagus [Abb. 17]. 10-17 mm. D: West- und Südeuropa. Am gleichen Fundort können auch Tiere mit ziemlich kurzen Episternen auftreten [Abb. 18].
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
#10
→ 11Kopfschild mit mehr als einem Borstenpunkt in einem der Vorderwinkel, meist mit 2, aber bis zu 4 möglich.
→ 13-Kopfschild mit je einem Borstenpunkt in den Vorderwinkeln.
#11
almeriensis Mateu, 1954🗺Coleoweb6. Zwischenraum der Flügeldecken vor der Spitze mit einigen Porenpunkten. 15-17 mm. D: Südspanien.
→ 12-6. Zwischenraum der Flügeldecken vor der Spitze ohne Porenpunkte, aber der 5. und/oder 7. Zwischenraum mit Porenpunkten; ganz selten zusätzlich auch der 6. mit 1-2 Porenpunkten.
#12
subquadratus Brullé, 1832🗺ColeowebAusschnitt der rechten Mandibel nahe der Basis gelegen, tief. 13-19 mm. D: Griechenland. Bei Tieren aus Zypern vergleiche auch picipes LZ >>>9
→ 12a-Ausschnitt der rechten Mandibel etwa in der Mitte des Außenrandes gelegen [Abb. 19], flacher.
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Abb. 19
#12a
baudii baudii Fioro, 1913Fundmeldungen🗺Coleoweb baudii hellenicus Heinz, 1982Fundmeldungen🗺ColeowebVorderecken des Clypeus jeweils mit 3-4 Borsten. Die Stirngruben tief und deutlich als Längsgruben entwickelt; ihr Umkreis ist fast stets mit einer Punktierung versehen. 7. Zwischenraum der Flügeldecken an der Spitze mit 2-3 Punkten. 15-20 mm. D: Süditalien, Sizilien. . Vorderecken des Clypeus in der Regel mit jeweils 2 Borsten [Abb. 19], seltener auf 1 oder beiden Seiten nur 1 Borste. Stirngruben meist auf wenig deutliche (weil wenig vertiefte) Punktgruben reduziert. Eine Punktierung ist nicht vorhanden. Sind ausnahmsweise die Punktgruben in eine Furche verlängert, so ist diese flach. 7. Zwischenraum der Flügeldecken an der Spitze mit 3-5 Punkten. Aedoeagus [Abb. 20]. 15-20 mm. D: Albanien bis Griechenland.
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Abb. 19
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Abb. 20
#13
giganteus Dejean, 1831🗺ColeowebGrößer: 19-24 mm. 5. und 7. Zwischenraum der Flügeldecken vor der Spitze ohne Porenpunkte. Beine schwarz. D: Südspanien.
→ 14-Kleiner: 11-20 mm. 5. und 7. Zwischenraum der Flügeldecken vor der Spitze mit einigen manchmal nur schwer sichtbaren Porenpunkten.
#14
ambiguus Dejean, 1829🗺ColeowebBeine rotbraun. Vorderrand des Kopfschilds flach ausgeschnitten. 14-18 mm. D: Malta, Sizilien.
→ 15-Zumindest die Schenkel schwarz. Vorderrand des Kopfschilds tief und winklig ausgeschnitten.
#15
sabulosus F., 1792🗺ColeowebHalsschild trapezförmig, zur Basis verengt [Abb. 21]. Aedoeagus [Abb. 22]. 9,8-18,5 mm. D: Westliches Nordafrika: Marokko, Algerien, Tunesien, Lybien.
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Abb. 21
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Abb. 22
lepeletieri Lucas, 1846🗺Coleoweb-Halsschild rechteckig, an der Basis nicht schmäler als am Vorderrand [Abb. 23]. Aedoeagus [Abb. 24] [Abb. 25]. 15,6-19,3 mm. D: Algerien, ? Tunesien.
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
#99
pueli Schatzmayr, 1935🗺ColeowebIn der Tabelle fehlende europäische Arten Griechenland, Türkei.
creticus Maran, 1947🗺Coleoweb-Griechenland: Kreta.
jeannei Vives & Vives, 1989🗺Coleoweb-Spanien (Cadenas béticas centrales).
Enthaltene Taxaalmeriensis ambiguus ammophilus baudii brevicollis creticus cylindraceus giganteus gutturosus haroldii jeannei laevigatus lepeletieri megacephalus picipes pilipes pueli sabulosus striolatus subquadratus
Literaturverzeichnis
Reitter, E. (1900): Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren 41. Heft - Carabidae: Harpalini und Licinini - Verhandlungen des naturforschenden Vereines in Brünn, 38:33-155 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter-Best-Tab-Heft41.tif"
Heinz, W. (1982): Beitrag zur Klärung der mit baudii Fiori verwandten Acinopus-Arten Süditaliens und Griechenlands - Nachr.Bl. Bay. Ent. 31:12-16 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Heinz1982 Acinopus hellenicus.pdf"
Trautner, J. & Geigenmüller, K. (1987): Sandlaufkäfer Laufkäfer in: Illustrierte Schlüssel, Hrsg. J. Margraf, , Verlag Josef Margraf, Weikersheim, >>>"F:\taxa\coleo\scans\Trautner1987.tif"
Katev, B.M. & Wrase, D.W. (2015): Acinopus sabulosus and A. lepeletieri from north-west Africa are two distinct species (Coleoptera: Carabidae: Harpalini) - Zootaxa 4007(2): 290-294 >>>http://dx.doi.org/10.11646/zootaxa.4007.2.12 oder >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Kataev&Wrase2015 Acinopus sabulosus and lepeletieri.pdf"
Erstellt am: 21.04.2008 · Letzte Aktualisierung: 20.04.2025 - 12:20:54
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